Sonnenstreif

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    Sonnenstreif

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  1. Kapitel 10: Ein kleiner Irrtum Beide standen nun auf dem mysteriösen Berg und schauten sich um. Ein leichter eiskalter Wind herrschte hier oben, aber durch die Kleidung, die Minka von Tatzaru bekommen hatte, machte ihr das kaum etwas aus. So weit das Auge sehen konnte war hier nur dunkelblaues, fast schwarzes Gestein. Es erstreckte sich über mehrere hunderte Meter wie eine dunkle Wüste. Keine Vegetation, keine Felsformatierungen, nichts. "Uh... ob das ein riesiger Meteorit ist?!", fragte Tatzaru plötzlich. Sie hatte sich hingehockt um das Gestein genauer zu untersuchen. Minka verschränkte nachdenklich die Arme. "Bei dieser Größe würde es mich dann aber wundern, dass der Planet noch existiert. Außerdem wäre die Form viel zu... perfekt. Meteore sind eigentlich immer unförmig und nicht so glatt." "Stimmt auffallend..." Minka sah sich wieder um. In dieser Gegend schien es wirklich nichts Besonders zu geben. Wahrscheinlich müssten sie einen Weg ins Innere dieses Giganten finden. Aber Moment, was war das? Minka hätte schwören können gerade etwas Großes in der Luft aufflimmern gesehen zu haben, als sie aber erneut hinschaute, war dort nichts. "Heee, Minka!", rief Tatzaru von weit weg. Minka ignorierte ihre Geistersichtung und ging zu Tatzaru, bei der der Berg sehr weit nach unten abfiel. Unten am Fuß des Berges begann die weite Schneelandschaft, die merkwürdig flach aussah und ebenso ohne jegliche Vegetation war. "Schau mal!", sagte Tatzaru und zeigte in die Ferne. Schon fast am Horizont erst konnte Minka die einzelnen kargen Bäume und Hügellandschaft ausmachen. "Das sieht aus als hätte hier etwas die ganze Gegend um den Berg plattgewalzt...", grübelte sie. "Jep und das reicht tatsächlich biiiiis an diesen Berg heran", sagte Tatzaru, wobei sie sich etwas zu weit über den Abhang beugte, um es zu verdeutlichen. Sie verlor das Gleichgewicht, ruderte kurz panisch mit den Armen und griff mit einem kurzen Aufschrei instinktiv nach Halt, was in dem Falle Minka war. Diese versuchte sich und ihre Begleitung zu halten, schaffte es aber nur für einen Moment, dann fielen beide und rutschten regelrecht den kompletten Berg hinunter, bis sie schlussendlich unten im tiefen Schnee versanken. Minka befreite sich zuerst aus den Schneemassen. "TATZU!!", rief sie erzürnt. Tatzaru brach mit Kopf und Armen aus der Schneedecke. "Das... war doch ganz witzig! Außer dass... unsere Kleidung jetzt wohl etwas ramponiert ist...", schmunzelte sie peinlich berührt. Minka murrte und versuchte sich weiter aus dem Schnee zu befreien, da pikste sie etwas am Bein. Sie tastete vorsichtig danach und griff etwas wie einen Stock. Verwirrt zog sie ihn aus dem Schnee und war erstaunt: Es war kein Stock, sondern ein Bogen in lila und gold mit silbern leuchtender Sehne. Ein Bogen? Hier einfach unter dem Schnee? Was könnte... Ihr Gedanke wurde von einem lauten Schrei von Tatzaru unterbrochen. "Was ist?!", fragte Minka erschrocken, obwohl sie nichts Gefährliches in der Nähe sah. Tatzaru zeigte nur verstört auf einen halb im Schnee begrabenen Schädel vor sich, der aussah wie von einem Menschen. Ein plötzliches starkes Erdbeben setzte ein und mit einem Mal wurde alles pechschwarz. "Oh Gott, ich bin blind! Ich bin blind!!!", rief Tatzaru. "Jetzt beruhige dich mal! Ich kann auch nichts mehr sehen..." Das Erdbeben hörte genauso schnell auf wie es begonnen hatte und die Dunkelheit verzog sich ebenso. "Siehst du? Alles bestens", meinte Minka. "Wir sind immer noch im Schnee, der Berg ist da und... ähm..." Als sie zu Tatzaru schaute, stand diese wie erstarrt und zitternd da, Arme und Hände ängstlich an den Oberkörper gepresst und starrte an Minka vorbei den Berg entlang. Mit dem gleichen mulmigen Gefühl, das Minka schon auf dem Hinweg zum Planeten hatte, drehte sie den Kopf in die Richtung und bekam einen Riesenschreck. Ein gigantisches rotes Auge schaute vom dunkelblauen Berg, der wohl doch kein Berg war, mit schwarzer Schlitzpupille den beiden entgegen und Minka sah vor ihrem geistige Auge kurz eine Rückblende von Ruin. "Können wir bitte SOFORT gehen?", fragte Tatzaru mit gesenkter Stimme. Wie auf Signal fing das Beben wieder an und der Kopf des Giganten erhob sich langsam in die Höhe. Er schien erwacht zu sein. "Sofort sofort sofort sofooort!!!" Das wurde auch Minka zu gefährlich und sie teleportierte sich und Tatzaru aufs Raumschiff. "Uff... was war das?!", rief Tatzaru immer noch entsetzt und flitzte zum Fenster. Minka stellte den Bogen vorerst an die Wand. "Wenn ich das wüsste... aber es hat mich an ein anderes schreckliches Monster erinnert", sagte sie mit einem Bild von Ruin im Gedächtnis. "Und das Ding würde den Menschenschädel erklären. Ich wette, das war nicht der einzige dort unten." Sie grübelte. Seit Ruin besiegt war, hatte sie von keiner ähnlichen neuen Gefahr gehört. Wäre dieser Gigant wohl eine neue Bedrohung für das ganze Universum? "Minka... Minka! Es kommt!! ES KOMMT!!!" Tatzarus Rufe rissen Minka aus den Gedanken und sie rannte zum Fenster nur um zu sehen, dass sich der Gigant erhoben hatte und langsam Richtung Raumschiff drehte. Sofort sprintete sie ans Steuer und nahm eine Route durch den Hyperraum zu einem anderen Sternensystem. Dieser Riese könnte mit einem Schlag ihr Raumschiff zermalmen und das wollte sie keinesfalls riskieren. Tatzaru ließ sich zu Boden sinken und atmete tief aus, als sie in den Hyperraum eintraten. "Vergiss Schnee... ich mag Grün viel lieber..." "Ich denke, wir sollten erstmal schlafen und Energie tanken. Was auch immer das war, wird uns so schnell nicht folgen können", meinte Minka mit prüfendem Rundblick nach draußen. "Klingt nach einer guten Idee", seufzte Tatzaru und kämpfte sich hoch um sich zu den Schiffsbetten zu begeben. Das Schiff verließ den Hyperraum, Minka stellte auf Autopilot und folgte Tatzaru. Doch das mulmige Gefühl wollte nicht vergehen. Ob sie überhaupt Schlaf finden würde?
  2. Schockmomente - etwas Wichtiges vergessen
  3. Kapitel 9: Von Wölfen und Eiseskälte Kurze Zeit später ... auf einem Berg nahe der Avianersiedlung ... Zwei Augen verfolgten ein verliebtes Avianerpaar, das turtelnd durch die Siedlung zog. Eine Zunge schleckte sich über die Schnauze, an der das graue Fell weggebrannt kurz war. Leise Schritte kamen näher. "Der große mächtige Eisenzahn. Besiegt von einem Silberflügel." Eine lichtgelbfarbene Wölfin gesellte sich gemächlich zum grauen Wolf und grinste ihn frech an. Ihre Augen waren geschlossen, als würde sie schlafen und doch wusste sie genau, wo sie ihre Pfoten hinzusetzen hatte. Ein verächtliches Schnauben kam vom Wolf, der wohl Eisenzahn hieß. "Sei still", sagte er mürrisch zu ihr ohne den Blick von den Avianern abzuwenden. "Es war sehr dumm von dir, dich in deiner Kernform vor ihr zu verstecken. Hätte sie dich gefunden--" "Hat sie aber nicht", unterbrach Eisenzahn sie und fletschte wütend die Zähne. "Dein Plan wäre aufgegangen, hätte Sommerglut das Feuer nicht so tölpelhaft gelegt. Es war kontrollierbar und hat niemanden erwischt. Ganz abgesehen davon...", fuhr er fort und schaute sie an. "... dass du dich viel zu früh gefreut hast. Halte dein Triumphgefühl nächstes Mal gefälligst zurück!" "Hihi. Es wird kein nächstes Mal geben", kicherte die Wölfin, unbeeindruckt von seinen harschen Worten. "Wie?", fragte der verärgert und verwirrt. "Wir werden schon bald bekommen, was wir wollen, glaub mir. Sie wird uns buchstäblich in die Pfoten laufen." Mit diesen mysteriösen Worten drehte die Wölfin um und ließ Eisenzahn unwissend und ihr fragend hinterherschauend auf dem Berg zurück. Wochen mussten vergangen sein, in denen Minka und Tatzaru von Planet zu Planet reisten, die Gegenden auskundschafteten und Tatzaru sogar noch einige Bücher aus einer leerstehenden, halb verfallenen Hylotlvilla mitgehen ließ. Minka hatte ihr zwischendurch von den Tiergeistern erzählt und dass sie hoffte, mehr über diese in Erfahrung zu bringen. Tatzaru schien davon mehr begeistert als verängstigt und es stellte sich heraus, dass Zoologie (aka Tierkunde) ihr Hobby war. Das war auch einer der Gründe wieso sie kein Fleisch essen wollte, sondern lieber an den Früchten der Planeten Vorlieb nahm. In erster Linie suchten die beiden nach Dörfern oder Städte, wo die Einheimischen eventuell etwas wissen konnten. Nach einer Ewigkeit des Erkundens auf einem Savannenplaneten fanden sie einen Canyon, auf dessen Grund sich ein mysteriöser Höhleneingang öffnete. Besonders nah heran kamen sie allerdings nicht, weil eine Horde hungriger wilder Floraner, die darin hausten, sie als ihr Mittagessen ansahen. Als Minka sich und Tatzaru in einer schnellen Flucht zurück aufs Schiff teleportiert hatte, äußerte Tatzaru eine Idee. "Ich finde... wir sollten es einmal bei anderen Planetenarten probieren. Wie wäre es mit Schneeplaneten?" "Schnee?" Minka hatte schon von solchen Planeten gehört. Dort herrschte bittere Kälte und sollte man unvorbereitet dort hingehen, würde man innerhalb von Minuten oder gar Sekunden erfroren sein. "Wir sind doch niemals gut genug ausgerüstet dafür." "Oh und wie wir das sind! Aufgepasst!", sagte Tatzaru fröhlich und eilte zu ihrem großen Rucksack. Minka schaute neugierig zu, wie sie einige dicke Kleidungsstücke herausholte. "Tada!", rief sie schlussendlich und hielt eine dicke gepolsterte Jacke hoch. Lederbraun mit flauschigen weißen Polstern am unteren und oberen Ende und an den Ärmelenden. "Die ist gefüllt mit superweichen Federn! Und dazuuu... habe ich hier noch die passende Hose. Für eine Floranerin wie Euch ist es wichtig, sich vor der Kälte zu schützen. Ich brauche es nicht wirklich. Mein Gefieder hält mich warm genug plus meine leichte Kleidung." Nach kurzem Überlegen und die Kleidung prüfend anstarrend willigte Minka ein. "Gut, wir probieren es. Sollte uns die Kälte aber doch zu schaffen machen, sind wir sofort wieder weg." Sie ging ans Steuer und suchte einen kalten Stern heraus. Trotz des mulmigen Gefühls freute sich Minka, denn sie würde endlich eine neue Planetenart kennenlernen. Das Raumschiff verließ gerade den Hyperraum als Minka mit dem Umziehen fertig war. "Sieh mal! Was ist das?!", hörte sie Tatzarus erstaunten Ausruf. Die Avianerin stand am Fenster und schaute ehrfürchtig auf den Planeten herab, den das Raumschiff gerade ansteuerte. Minka ging zu ihr und traute ihren Augen kaum, als sie hinausschaute. Auf dem eigentlich durch Schnee und Eis weißen und eisblauen Planeten erstreckte sich ein monströser dunkelblauer Berg über fast die Hälfte des Planeten. "Ist sowas normal?", fragte Minka, da sie sich mit kalten Sternen nicht auskannte. "Gewiss nicht!" "Na dann haben wir direkt was zu erkunden. Ich flieg uns über den Bergkamm."
  4. Kapitel 8: Eine neue gefiederte Begleitung Die ersten Sonnenstrahlen schienen durch das Holzgeflecht der Fenster und blendeten Minka, die auf ihrem Bett saß und ihr Inventar überprüfte. ... gut. Alles beisammen. Sie stand auf, streckte sich und ging langsam zur Treppe. Ein letzter Blick auf Lilietta, die noch friedlich schlief. Tut mir leid, falls ich nicht zurückkomme..., entschuldigte sich Minka im Voraus und verließ so leise wie möglich das Haus. Draußen bekam sie den Schreck ihres Lebens, als sie plötzlich von hinten angesprochen wurde. "Äh... Verzeihung?" Eine recht junge Avianerin mit hellgelbem Gefieder stand hinter ihr. Auf dem Rücken trug sie einen riesigen Wanderrucksack. "Was zum... du hast mich fast zu Tode erschreckt! Was willst du?", wollte Minka wissen. "Oh das tut mir sehr leid, aber ich wollte unbedingt wissen, ob die Gerüchte stimmen, dass hier ein Silberflügel lebt und... wahrhaftig! Ihr seid ein Silberflügel! Besitzt Ihr auch den sagenumwobenen Spezialsinn?", fragte die Avianerin mit glänzenden Augen. "Ja... ja das tue ich." Die Situation war Minka etwas peinlich und sie hoffte, dass kein anderer Floraner das sah. "Wow... Wisst Ihr es ist unüblich, dass jemand von Eurer Spezies zum Silber- oder Flammenflügel wird." "Willst du nun noch meine unglaublichen Flügel berühren, wenn du schon extra hier bist?", fragte Minka leicht genervt, weil die Avianerin sich wohl länger unterhalten wollte. "Oh nein, keineswegs! Das ist eine heilige Gabe des Kluex und nichts für Niedere wie mich!", lehnte sie ab. "Gut. Sonst noch was?" "Nun, eigentlich..." "Jaaaa? Nur zu, ich fress dich schon nicht", ermutigte Minka. "Also... ich hätte da eine große Bitte...", zögerte die Avianerin. "Ich hörte, dass Ihr ein Raumschiff besitzt und auf Reisen geht und da wollte ich fragen... ob ich... eventuell mitkommen könnte?" "Wie gut kannst du kämpfen?", fragte Minka sofort und verschränkte die Arme. "Ich weiß mit einem Speer umzugehen!" "Aha und wie kommt das?" "I-Ich... war einmal Mitglied einer Garde..." "Eine Garde auf diesem Planeten?" Minka sah sie aus schmalen Augen an. "N-Nein, auf einem bewaldeten... Aber die gibt es nicht mehr, seit ein Geschöpf des Kluex uns angriff!" Sommerwind... "Dann warst du das damals! Ich wusste doch, dass mir diese Stimme und Federfarben bekannt vorkommen! Nur wegen dir hab ich jetzt diese blöden Flügel, weil du mich hast auffliegen lassen!", rief Minka verärgert, wobei sie versuchte, nicht zu laut zu werden. Die Avianerin war sichtlich zurückgeschreckt. "Aber...! Denkt doch an die Vorteile durch diese Gabe!" "Minka? Alles gut sssein?", fragte Ako, der plötzlich um die Ecke kam. "Ja, alles gut Ako. Geh wieder." Beim Gehen warf Ako der Avianerin einen warnenden Blick zu. "Also... darf ich nun mitkommen?", versuchte sie es vorsichtig erneut, wurde aber direkt von Minka angemurrt. "Vergiss es." Wütend wandte sich Minka ab und wollte sich aufs Schiff teleportieren, musste aber gleichzeitig an Chinzahs Motto denken. Widerwillig warf sie einen Seitenblick auf die Avianerin, die mit runden glänzenden Augen tieftraurig zu Boden schaute. Genervt rollte Minka mit den Augen und seufzte. "Gut, einverstanden. Fürs Erste darfst du mitkommen." "Wirklich?! Juhuuu!", jubelte die Gefiederte und tat einen Freudensprung. "Unter einer Bedingung. Ich heiße Minka und du wirst mich duzen, verstanden?" "Oh aber... das ist doch Eurer gar nicht angemessen...", begann die Avianerin, gab aber sofort durch Minkas bösen Blick nach. "Ich werde es versuchen. Mein Name ist übrigens Tatzaru", stellte sie sich erfreut vor. "Also dann, Tat... Tatta... ach, ich werde dich einfach Tatzu nennen", legte Minka fest. "Also dann Tatzu. Bereit?" "Und wie!" Ohne weitere Umschweife teleportierte Minka sich und Tatzaru aufs Schiff und begab sich ans Steuer.
  5. Friedhof - Horrorfilme
  6. Wäre auch dabei! Tag und Zeit sind mir egal, solange es abends ist
  7. This guy got the deserved ban.
  8. Kapitel 7: Wer sind die Tiergeister? "Das würde jedenfalls erklären, warum wir ihn nie gefunden haben", endete Lilietta ihre Ausführungen. "Hm. Tiergeister also. Und sie haben es auf dich abgesehen", grübelte Chinzah mit nachdenklichem Blick auf Minka. "Was hast du getan, um sie so zu erzürnen?" "Woher soll ich das wissen?! Ich kann mich nicht erinnern, je mit denen Kontakt gehabt zu haben!", rief Minka empört, weil sie Chinzahs Frage als Anschuldigung sah. "Ganz ruhig. Es hätte doch sein können, dass du auf deinen Reisen Ähnlichem begegnet bist." "Nein", antwortete Minka trotzig. "Was wir tun jetzt? Beute sssein gefährlich!", sorgte sich Raziza. "Vor allem da es schon zwei sind", überlegte Chinzah und wechselte einen mysteriösen und gleichzeitig vielsagenden Blick mit Lilietta. Minka bemerkte das und konnte sich nicht mehr zurückhalten. "Okay, Schluss damit. Was wisst ihr beide, was ich nicht weiß?" Durch ein Nicken gab der Greenfinger Lilietta das Wort. "Es ist so", begann sie zögerlich. "Ich bin dem metallenen Wolf schonmal begegnet, damals, auf einem anderen Planeten. Und nicht nur ihm", fuhr sie schnell fort als Minka schon erstaunt etwas sagen wollte. "Sondern auch mal einer Wölfin, die eine Gruppe Avianer bedrohte. Sie hat mit mir geredet und mich gewarnt..." "Wovor?", fragte Minka, scheinbar gefesselt von der Erzählung. "Dass wir uns nicht in ihre Angelegenheiten einmischen sollen und dass wir nicht auf deren Liste stehen..." "Na anscheinend ja doch", zweifelte Minka. Der Greenfinger schaute so, als wollte er etwas sagen. Stattdessen atmete er tief ein und aus. "Uns wird schon etwas einfallen, wie wir das Problem lösen. Notfalls opfern wir Minka einfach, dann lassen sie uns sicher in Ruhe." "Wie bitte?!", rief diese entsetzt und sprang von der Couch auf. Auch Raziza und Lilietta sahen Chinzah schockiert an. "War nur ein Scherz", versicherte er zwinkernd und stand auf. "Ich werde recherchieren gehen. Mit Glück kann ich mehr über die Tiergeister in Erfahrung bringen." So verließen die drei den Raum des Greenfingers und begaben sich nach draußen. "Puh... ich gedacht Greenfinger meinen Opferung ernssst!" "Er weiß echt, wie man eine Situation bestens entdramatisiert", scherzte Minka, immer noch leicht entsetzt. "Hey Raziza, ich geh mit Minka jagen. Wir sehen uns später, ja?", sagte Lilietta plötzlich. "Okee, bisss nachher!", verabschiedete sich Raziza und ging fröhlich davon. "Ich muss dir noch was erzählen", gestand Lilietta, als er außer Reichweite war. "Komm mit, bitte." Auf einem kleinen gemütlichen Spaziergang erklärte Lilietta, warum sie keinerlei Schmerzen in ihrem Arm gespürt hatte. Sie erzählte von ihrem damaligen Greenfinger, mit dem sie einen Ausflug unternommen hatte, wo dann durch den Angriff eines Monsters und die Nachhilfe des grauen Wolfes ihr linker Arm taub wurde. "Verstehe... Das ist echt mies", sagte Minka mitfühlend und ihr Blick schweifte in die Ferne. "Kaum zu fassen, dass es eine so starke und bösartige Macht gibt." "Ich will vor allem verstehen, warum sie das tun. Was es damit auf sich hat." "Stimmt schon. Aber er hat Sommerwind auf dem Gewissen und das ist unverzeihlich." Den Rückweg über schwiegen die beiden. Jeder schien in seiner eigenen Gedankenwelt versunken zu sein. Die halbe Nacht lag Minka noch wach und überlegte, wie sie nun am besten vorgehen könnte. Wie weit würden diese Kreaturen gehen? Würden es vielleicht sogar immer mehr werden, bis sie genug waren, um ein ganzes Dorf ohne Mühen auszulöschen? Am nächsten Tag ging Minka direkt zum Greenfinger und fragte, ob er schon etwas herausgefunden hätte. Er verneinte, woraufhin sie darauf bestand, mitsuchen zu dürfen. So verbrachten beide etliche Stunden in seiner Bibliothek. Die Sonne ging bereits unter als Minka eine Runde Frischluft brauchte. Sie setzte sich auf ihren Lieblingsplatz, dem strohigen Vorsprung weit oben in der Baumkrone, und sah dem Sonnenuntergang zu. Zusammen mit den Riesenvögeln, die sich durch die Lüfte schwangen, verlieh die Atmosphäre ihr ein hoffnungsvolles Gefühl. Sogar eine Sternschnuppe ließ sich blicken. Minka seufzte und musste an ihren besten Freund aus ihrer zerstörten Heimat denken. In Zeiten wie diesen hätte sie seine einfallsreichen und gut durchdachten Ideen gebraucht. Nach einer Weile des Nachdenkens fasste sie einen Entschluss: Sie musste erneut auf Reisen gehen und mehr über die Beweggründe dieser Tiergeister herausfinden. Luka, der Architekt, hatte von Blitzen und Eissplittern gesprochen und weder der metallene Wolf noch die "Meisterin der Illusionen" nutzte genannte Kräfte, demnach musste es noch mehr von ihnen geben. Und ich werde sie finden. Auch wenn ich damit ein großes Risiko eingehe... Noch am gleichen Abend erzählte sie dem Greenfinger von ihrem Vorhaben und da sie sich schon im frühen Morgen davonschleichen wollte, verabschiedete er sich mit "Viel Glück und sei vorsichtig".
  9. Ein paar winzige Änderung in "Über mich" sind soeben passiert. Guck doch mal vorbei. :3

  10. Kapitel 6: Das Rätsel um den Wolf Draußen war immer noch Nacht, Luka aber lief selbstsicher zum Dschungel. Er achtet nicht darauf, ob Minka ihm folgte. Seit der Aufklärung mit den Tiergeistern war er wie ausgewechselt. "Alles in Ordnung?", fragte Minka, nachdem sie ihn eingeholt hatte. "Bestens", meinte er kühl. "Hm... Sag mal", fuhr sie vorsichtig fort. "Welche Stellung hat Isa hier?" "Sie hat das Sagen. Und mit ihrem Sturkopf kann sie sich auch perfekt durchsetzen." "Sturkopf?" "Hast du es nicht bemerkt? Egal wie stark ihre Schmerzen sind, sie würde es nie zugeben, auch wenn du sie längst durchschaut hättest." Etwas an seiner Fürsorge war komisch. Es war nicht wie eine typische Fürsorge zwischen zwei besten Freunden, da war mehr. "Kann es sein... dass du in sie verliebt bist?" "Was?!" Luka blieb empört stehen, wurde aber deutlich rot im Gesicht. "Du bist verliebt!", stellte Minka schelmisch grinsend fest. "Halt dich da raus, okay?!", rief er aufgebracht und stakste angespannt weiter in die dunklen Wälder. Minka sah ihm nach. Haha, wie niedlich. Doch das wohlige Gefühl in ihr schlug schlagartig um. Ihr Silberflügelsinn meldete sich und ließ ihr Herz rasen. Irgendetwas Gefährliches lauerte im Dschungel. "Warte!", rief Minka ihm zu und holte ihn schnell ein, Luka jedoch lief verärgert weiter. "Nichts da! Ich bring dich nach Hause und dann..." Er brach ab als Minka ihn an der Kleidung zurückzog. Der graue Wolf flog nur eine Haaresbreite zuschnappend an Luka vorbei. Ganz langsam nahm Minka den Arm hoch und holte ihren Speer aus dem Inventar, den Blick dauerhaft auf ihren Feind gerichtet, der sie seltsamerweise nicht angriff. "Geh und hol Verstärkung", befahl sie Luka. Als er weder losrannte noch antwortete, warf sie einen Seitenblick auf ihn. Er zitterte am ganzen Körper, vor allem seine Hände, die griffbereit an seinen Revolvern am Gürtel lagen und sein entsetzter Blick sprach Bände. Schwere schnelle Schritte verkündeten, dass der Wolf zum Angriff überging. Allerdings nicht auf Minka. Zielgenau steuerte er Luka an, wohlwissend, dass er vor Angst wie gelähmt war. Er setzte zum Sprung an und genau in dem Moment, wo Minka ihren Speer zur Abwehr vor Luka schwang, geschah das Unglaubliche: Die Speerspitze erzeugte Feuer und hinterließ beim Schwung eine Flammenlinie in der Luft. Das gierige Maul des Wolfes bekam die Flammen zu spüren, bevor er nur noch mit einer schwachen Kopfnuss gegen Luka prallte und ihn etwas nach hinten warf. Der Wolf krümmte sich und schüttelte wild den Kopf, wobei er laut knurrte. "Bist du okay?!", fragte Minka Luka atemlos. Ein stummes Nicken war die Antwort. "Das wirst du mir büßen", drohte auf einmal eine tiefe Stimme. Für eine Sekunde realisierte Minka nicht, von wo sie kam, bis ihr klar wurde, dass das nur der Wolf gewesen sein konnte und als sie zu ihm sah, hatte sich sein Aussehen verändert. Sein Fell war nicht mehr glänzend metallisch, sondern mehr natürlich und struppiger und seine tiefschwarzen, floranerähnlichen Augen waren plötzlich grau mit richtigen Pupillen, die Minka rachsüchtig ansahen. Die Flammenlinie erlosch. "Wo ist er hin?!", fragte Luka und sah sich panisch um. Minka war verwirrt. "Er steht doch genau... hey!!" Als sie zum Wolf deuten wollte, war dieser gerade dabei die Flucht zu ergreifen. "Bleib stehen du Monster!!", rief sie wütend und rannte ihm hinterher. "Wo willst du hin?!", hallte Lukas verwirrter Ausruf ihr nach. Minka ignorierte ihn. Diesmal würde sie den Wolf nicht entkommen lassen. Dieser Terror musste beendet werden! Sie war ihm dicht auf den Fersen. Mal war er schneller, mal sie, es war eine Hetzjagd durch den nächtlichen Dschungel. Irgendwann wirst du müde, dachte sich Minka, die ihre Ausdauer gut einzuteilen wusste. Das Terrain änderte sich. Die beiden waren tatsächlich bis zum Sumpf gekommen und nun wurde der Wolf auch deutlich langsamer. Ob nun wegen Erschöpfung oder dem matschigen Boden war schwer zu sagen. Er merkte, dass Minka näher kam und wirbelte beim Rennen mit den Hinterläufen Matsch auf, der sie abbremsen sollte. Minka allerdings ließ sich kaum beirren und war schon so gut wie an ihm dran, da schlug er plötzlich einen Haken nach rechts. Weil sie so ein hohes Tempo draufhatte, konnte sie nur schwer abbremsen und rutschte noch einige Meter weiter. Mit noch schnellerem Tempo sauste sie wieder los, doch da bemerkte sie etwas. Der Wolf hatte nicht ohne Grund abgedreht. In der Ferne war ein kleines Licht und jemand rief ihren Namen. Als sie genauer hinschaute, erkannte sie zwei bekannte Gestalten und der Wolf steuerte direkt auf sie zu. "Lili, fang ihn ab!", rief sie Lilietta zu. "Minka! Da bist du!", rief diese erstaunt zurück, bevor sie verwirrt fragte: "Äh... wen soll ich abfangen?!" Zu spät. Der Wolf hatte sich in Liliettas linkem Arm verbissen, der stark zu bluten anfing. "Was ist dasss?!", fragte Raziza mit großen Augen als er das Blut rinnen sah und ließ beinahe die kleine Laterne fallen, die er trug. Lilietta jedoch spürte anscheinend keinen Schmerz und schaute ebenso fragwürdig auf ihren Arm. Warum sieht den keiner?!, wunderte sich Minka und holte mit ihrem Speer zum Angriff aus, als sie nah genug an Lilietta dran war. Der Wolf ließ noch rechtzeitig von dem Arm ab, sodass Minkas Speer nur in den sumpfigen Boden traf und flüchtete erneut. Langsam machte er Minka wirklich wütend. Sie zischelte aggressiv und nahm erneut die Verfolgung auf. Gerade hatte der Wolf über eine riesige umgestürzte Sumpfweide gesetzt und als Minka ebenso den Stamm erklommen hatte, musste sie enttäuscht feststellen, dass das Tier nirgends mehr zu sehen war. Vor Wut schlug sie ihren Speer in den toten Baum. Das kann doch nicht wahr sein!, fluchte sie im Stillen. "Heee! Warteee!", rief Raziza hinter ihr. Minka drehte sich um und sah ihn angerannt kommen, Lilietta folgte etwas langsamer. "Wieso habt ihr ihn nicht aufgehalten?" "Wen? Niemand dagewesssen..." "Es war der Wolf oder?", fragte Lilietta ernst, während sie sich den Arm hielt und die Bisswunden untersuchte. Dann sah sie hoch zu Minka. "Pass auf!", warnte sie. Im ersten Moment dachte Minka, der Wolf würde wieder angreifen, sah dann aber, dass der Baum direkt neben ihr Feuer gefangen hatte. In ihrer Wut hatte sie vergessen, dass ihr Speer eine permanent glühende Spitze besaß. Schnell zog sie ihn heraus, sprang herunter und nahm mit den anderen beiden etwas Abstand. "Tut das nicht weh?", fragte sie und sah zu Liliettas Arm. "Ist nicht so schlimm, wie es aussieht", versuchte sich diese herauszureden. "Hier, komm her." Nicht überzeugt holte Minka einen kleinen Glasbehälter mit leuchtendem Wasser aus ihrem Inventar und fing an, es vorsichtig über die Wunden zu gießen. "Uh, Heilewassser! Ich kennen dasss!", staunte Raziza mit glänzenden Augen. Minka jedoch fand es merkwürdig, dass Lilietta nicht einmal zuckte, als das Wasser ihre Wunden traf. Sie würde sie definitiv später darauf ansprechen. "Was habt ihr hier eigentlich gemacht?", fragte sie, nachdem die Blutung gestoppt war, sie den Behälter wieder eingepackt hatte und nun einen Verband anbrachte. "Dich gesucht." "Hmh! Alle Floraner gemerkt hatten wie besssorgt und unruhig du gewesssen! Und als du dann plötzlich weg, alle dich gesssucht!" "Achso. Und... ihr habt das Metallmonster echt nicht gesehen?" Sowohl Raziza als auch Lilietta schüttelten den Kopf. "Hätte ich den Beweis an meinem Arm nicht, hätte ich gesagt, dass du Geistern hinterherjagst." "Das ist mehr als kurios. Ich hab ihn doch eindeutig gesehen!" "Vielleicht... hat er eine besondere Fähigkeit?", rätselte Lilietta. "Wollen nicht insss Dorf und mit Greenfinger sprechen? Wäre bessser", schlug Raziza vor. Alle waren damit einverstanden und machten sich auf den Weg, wobei Minka noch einen Blick auf den brennenden toten Baum warf.
  11. Kapitel 5: ...bringt die Offenbarung "Isa!", hauchte Minka, die immer noch festgehalten wurde. "A-Admiralin! Sie sind wach!!?", stotterte der Soldat, der Minka erschießen wollte. Statt ihrer blauen Uniform trug sie lockere weiße Kleidung, die wohl für kranke und verletzte Menschen üblich war. "Her damit", sagte Isa streng, entzog ihm die Pistole und sicherte sie. "Freigeben", befahl sie dann mit einem Blick auf die anderen. Augenblicklich ließen die Soldaten Minka los und stellten sich kerzengerade hin. Hatten sie Angst vor ihr? "Und mach doch mal jemand den Alarm aus!" Sie fasste sich gequält an die Stirn. Einer der Soldaten rannte davon und kurz darauf verstummte die Sirene. "So. Und nun verratet mir doch bitte, wer 'Codename Vogelfrei' angeordnet hat." Ihre Stimme war ruhig und leicht unheimlich. "Da-Das war Crowfield, Ma'am", meldete einer. "Mhm." Isa schnippte mit den Fingern und zeigte auf den Gang, woraufhin sich der Mann im Raum sofort zu seinen Kollegen gesellte. Plötzlich packte sie Minka am Shirt, zog sie unsanft zu sich in den Raum und knallte die Tür zu. Minka traute sich nicht etwas zu sagen, vor allem als sie bemerkte, wie anstrengend Laufen für Isa war, obwohl sie es zu verbergen versuchte. Schuldbewusst schaute sie zu Boden und wartete, bis sich Isa gesetzt hatte. "Danke...", fing Minka unsicher an. "Ich hasse dich", kam die prompte Antwort. Die Aussage traf Minka wie ein Schlag. "Das alles tut mir so leid", stammelte sie. "Ich hoffe, du hast eine angemessene Erklärung für deine Sinneswandel, sonst überleg ich mir, ob ich die nicht doch nutze", drohte Isa, während sie die Pistole vorführend hin- und herwandte. Obwohl ihre Stimme so gelassen wie immer war, spürte Minka, dass sie es ernst meinte. Also fing sie an die ganze Szene noch einmal genau zu beschreiben. Doch mit jedem Satz wurde ihre Stimme immer leiser und abgehakter. Da unterbrach ein lautes Wortgefecht vor der Tür ihre Erklärung. "Du kannst da jetzt nicht rein!" "Lasst mich gefälligst durch!", widersprach eine bekannte Stimme und schon öffnete sich die Tür und der Architekt trat ein. "Isa! Du bist wach!", rief er überrascht, schloss schnell die Tür und ging näher zu ihr. "Wie geht es dir?" "Ich hab das Licht gesehen", antwortete sie mit leicht spaßigem Unterton. "Darüber macht man keine Witze..." Er schaute kurz zur Tür und senkte die Stimme. "Hier wäre das Chaos ausgebrochen, wenn du gestorben wärst." "Chaos...?", fragte Minka leise eher zu sich selbst, wurde aber vom Architekten bemerkt. "Ach und du!", fuhr er sie wieder an und kam ihr gefährlich nahe. "Wir beide haben noch eine Rechnung offen! Du hast--" "Luka", unterbrach Isa ihn und legte die Pistole auf den kleinen Schrank neben sich. "Uh... jawohl?" "Lass sie in Ruhe, wir haben größere Probleme." "So?" Sie sah ihn mit einem Blick an, der ihn zusammenzucken ließ. "Es sind bereits zwei von ihnen auf dem Planeten." "Kann nicht sein! Wenn dem so wäre, hätten sie doch längst angegriffen." "Die haben es nicht auf uns abgesehen. Sondern auf sie", erklärte Isa und schaute Minka an, die keine Ahnung hatte, worum es überhaupt ging und auch dementsprechend dreinschaute. Der Architekt guckte fragwürdig in die Runde, sagte aber nichts. "Minka. Pass gut auf. Wir haben es hier mit einer höheren Gewalt zu tun. Die Stimme, die du gehört hattest und der metallene Wolf stecken unter einer Decke. Wir nennen sie "Tiergeister". Keine Ahnung, was sie genau sind, woher sie kommen oder was ihre Absichten sind, aber eines steht fest: Sie sind nicht freundlich gesinnt." "Die Kolonie war mal größer...", murmelte Luka, der geistesabwesend aus dem Fenster in die Dunkelheit starrte. Isa nickte. "Unser lieber Luka hier entkam ihnen nur knapp, musste aber das ganze Massaker mitansehen." "Kann man sie denn nicht irgendwie bekämpfen?" "Keine Chance. Jegliche Schüsse und Klingen gehen entweder durch sie durch oder prallen ab. So wie du es von dem Wolf kennst." "Falls du überhaupt zum Angriff kommst. Deren Attacken sind zielgenau und tödlich. Du wirst von Blitzen getroffen... oder von Eissplittern durchbohrt..." Die schrecklichen Szenen spielten sich erneut vor seinem geistigen Auge ab. "Luka", versuchte Isa ihn zu stoppen. "Oder es... zerreißt dich einfach..." "Luka!" Sie stand auf, legte beide Hände auf seine Schultern und rüttelte ihn energisch. "Zurück zur Gegenwart bitte!" "...entschuldige", flüsterte er und nahm zaghaft ihre Hände runter. "Du solltest dich nicht so viel bewegen." "Und du solltest nicht so viel an diesen Tag denken", konterte Isa. Eine schweigende Stille entstand. Tiergeister... mit so starken Kräften... und sie haben es auf mich abgesehen. Aber warum gerade ich?, fragte sich Minka und überflog alles, was sie bisher erlebt und wen sie getroffen hatte. In keinsterweise hatte sie sich mit irgendwelchen Tieren angelegt, höchstens mit Scharfzahn, der aber von Grund auf ein blutrünstiges Monster gewesen war. Und sie konnte sich auch nur schwer vorstellen, dass es etwas mit ihrem Silberflügel-Dasein zu tun haben könnte. Ein plötzliches Fingerschnipsen riss sie aus ihren Gedanken. "Geht doch. Dachte schon, du wärst mit offenen Augen eingeschlafen", äußerte sich Isa, die direkt vor Minka stand. "Ich werde mir etwas einfallen lassen, wie wir die Plage loswerden. Luka? Bring Minka bitte in ihr Dorf zurück", gab sie ihm die Anweisung und schritt langsam zur Tür, um die beiden rauszulassen. Doch bevor sie diese öffnen konnte, musste Minka noch etwas in Erfahrung bringen. "Isa...?" Isa drehte sich zu ihr um und begegnete ihrem mitleidig fragenden Blick, dem sie eine Weile standhielt, bis sie schließlich antwortete: "Es war ein Versehen, die Viecher haben dich reingelegt. Wenn ich jemanden hasse, dann die und nicht dich." Ihr verzeihendes Lächeln ließ einen riesigen Stein von Minkas Herz fallen. Als die Tür geöffnet wurde, fielen die Soldaten davor wie Dominosteine in den Raum. Sie mussten die ganze Zeit an der Tür gehangen und gelauscht haben. In einem kurzen kleinen Wirrwarr sortierten sie sich, stellten sich gerade hin und salutierten. Isa verschränkte die Arme und Minka musste ein Lachen unterdrücken als sie sah, wie peinlich den Soldaten ihre Situation war. Luka gab Minka mit einer Handgeste zu verstehen ihm zu folgen und verließ den Raum, ohne die anderen auch nur eines Blickes zu würdigen. Glücklich lächelnd und wie die braveste Floranerin des Universums ging Minka hinterher. "'Codename Vogelfrei' wird mit sofortiger Wirkung widerrufen", verkündete Isa und schloss die Tür. "Ihr habt sie gehört, zurück auf eure Posten", sagte Luka trocken zu den anderen, die keine Anstalten machten, sich zu bewegen. "Du hast uns gar nichts zu sagen", brummelte einer von ihnen machte sich mit den anderen gemütlich davon. Minka hörte, wie sich auch Luka entfernte und schloss sich ihm schnell an. Von den Soldaten wollte sie in nächster Zeit erstmal nichts mehr wissen.
  12. Ist nicht mein Account, fand's nur sehr interessant und dachte ich zeige es mal.

    http://flightrising.com/main.php?p=lair&id=157242&tab=dragon&did=27424770

    1. Sonnenstreif

      Sonnenstreif

      Ssshh, sag es keinem weiter! :ph34r:^_^

  13. Kapitel 4: Eine waghalsige Mission... Die nächsten Tage vergingen unerträglich langsam und Minka versuchte sich mit allerlei Dingen abzulenken, während sie auf eine Nachricht der Kolonie hoffte. Als es am vierten Tag jedoch noch immer keinerlei Informationen gab, konnte sie es nicht mehr aushalten. Am Abend schlich sie ungesehen aus dem Dorf zur Kolonie. Der Greenfinger hatte zwar angeordnet, dass jeglicher Kontakt zu den Menschen untersagt sei, bis sich die Sache beruhigte, aber das würde wahrscheinlich noch Jahre dauern. Vorsichtig und mit allen Sinnen geschärft befand sich Minka nun am Rand der Kolonie. Es patroullierten viel mehr Soldaten als vorher, was ihren Plan deutlich erschwerte. Das Hauptproblem war aber, ihre Freundin überhaupt erst zu finden. Die hereinbrechende Nacht war ihr einziger Vorteil. Nachdem sie sich versichert hatte, dass niemand in der Nähe war, schlich Minka zuerst zu Isas eigenem Haus und spähte durch die Fenster. Alle Lichter waren aus und keine Bewegungen zu sehen. Schritte kamen näher und kurz darauf ging ein Soldat an Minka vorbei. Zu ihrem Glück schaute er nicht zu der Hausseite, an die sie sich gepresst hatte. Puh, das war mehr als knapp. Ich muss schnell herausfinden, wo sie sie hingebracht haben... Der Soldat war seine Runde gelaufen und wieder außer Sichtweite. Minka lugte ums Haus herum und betrachtete die einzelnen Gebäude. Alle sahen von der Struktur her gleich aus, bis auf eins, das etwas größer und länger gebaut war und sogar eine zweite Etage hatte. Durch das Laternenlicht erkannte Minka eine doppelte Glastür als Eingang. Das muss es sein! Gerade als Minka losschleichen wollte, hörte sie wieder Schritte näherkommen, diesmal auf der anderen Seite des Hauses. Sie stellte sich so nah wie möglich an die Wand und hoffte, dass derjenige sie auch übersehen würde. Plötzlich stoppten die Schritte, die Person war direkt um die Ecke stehengeblieben. Minka hielt den Atem an. Es vergingen einige stille Sekunden, doch dann sprang jemand ruckartig um die Ecke und zielte mit zwei Revolvern auf sie. Es war der Architekt. "Du?!", fuhr er sie an, senkte aber sofort die Stimme. "Was tust du hier? Wir haben den Befehl, jeden Eindringling sofort umzulegen!" Er nahm die Revolver runter und schob Minka und sich etwas nach hinten, um nicht mehr im Lichtkegel zu stehen. "Ich muss zu ihr! ... Wie hast du mich überhaupt bemerkt?", fragte Minka verwirrt, weil sie eigentlich keinerlei Geräusche von sich gegeben hatte. "Da hingen schwarze Federn über die Hauskante", erklärte der Architekt kurz. "Du verschwindest sofort von hier! Wenn dich jemand erwischt, bist du tot!" Er verstummte und warf einen hastigen Blick um die Ecke, als hätte er jemanden gehört. Das war Minkas Chance. Blitzschnell entriss sie ihm einen der Revolver und schlug ihm damit auf den Hinterkopf, wodurch er bewusstlos umfiel. "Tut mir leid. Aber keiner wird mich aufhalten", flüsterte sie und schleppte ihn ins dichte Gebüsch, damit niemand ihn so vorfand. Mit dem Gefühl, dass das noch richtigen Ärger geben würde, machte sie sich dann zurück zu den Häusern und schlich außenherum bis zum großen. Als sie sich dem Eingang näherte, öffnete sich die Glastür von alleine, was Minka mehr als unheimlich fand. Sie schlich hinein, sah sich um und lauschte. Keine Schritte, kein Gerede. Nur ein gedimmtes Licht, das den Eingangsbereich und moderne weiß-graue Schränke beleuchtete. Minka ging den rechten Gang entlang und überprüfte vorsichtig jeden Raum. Durch die Stille und die Anspannung konnte sie ihren eigenen Herzschlag hören. In jedem der Räume befand sich immer mindestens ein ordentlich hergerichtetes Bett umgeben von zwei winzigen Schränken rechts und links. Nach drei Räumen war sie am Ende des Ganges angekommen, wo eine Treppe in die zweite Etage führte. An der Wand hing ein kleiner orangefarbener Kasten mit einem grün umrahmten weißen Plus-Symbol darauf. Das ist sowas wie eine Versorgungsstation. Sie muss hier sein! Auch oben überprüfte Minka jeden Raum, bis sie schließlich fündig wurde. Im vierten Raum des Ganges entdeckte sie Isa schlafend in einem Bett. Aber gerade als sie näher herangehen wollte, hörte sie jemanden die Treppen hochkommen. Panisch eilte Minka in den Raum und versuchte so leise wie möglich die Tür zu schließen. Ein weiterer Raum um die Ecke führte in einen kleinen Waschraum, in dem sie sich gut verstecken konnte. Sie ließ die Tür einen Spalt weit offen und spähte hindurch. Ein Soldat betrat den Raum, um nach dem Rechten zu sehen. Minka wollte warten, bis er wieder ging, doch da fiel ihr etwas ins Auge, was auch ihm auffiel. In der Hektik hatte Minka eine Feder ihrer Flügel verloren, die nun mitten im Raum lag. Ooooh nein nein nein!! Sie sah nur noch, wie der Soldat die Feder aufhob, dann rannte er nach draußen. Jetzt musste Minka so schnell wie möglich da raus. Sie stürmte aus dem Waschraum, warf einen wehmütigen Blick auf Isa und rannte zum Gang. Ein lauter und durchdringender Alarm ging von irgendwo los. Verdammter Mist!, verzweifelte Minka und verfluchte insgeheim ihre Flügel. Aus dem Fenster springen wollte sie nicht, also rannte sie den Gang entlang zurück zu den Treppen, blieb jedoch wie erstarrt davor stehen, als sie eine ganze Horde die Treppen hinaufstürmen hörte. Ohne weiter zu überlegen sprintete sie in die andere Richtung und als sie am Raum von Isa vorbeikam, sah sie den Soldaten von vorhin darin stehen, der sie sofort bemerkte und seine Pistole zog. Minka wollte weiterrennen, sah dann aber mit Entsetzen, wie von vorn ebenso Soldaten mit ihren Waffen herangestürmt kamen. Sie saß in der Falle. Die Truppen hielten vor und hinter ihr an, jederzeit bereit das Feuer zu eröffnen, was sie aber nicht taten und Minka erkannte recht schnell warum. Sie würden sich gegenseitig treffen! Ihr einziges Hindernis war der Mann im Raum. Sie wollte gezielt auf ihn gehen, doch bevor sie ihn überhaupt erreichen konnte, stürzten die anderen zu ihr und hielten sie an Flügeln und Armen fest. Jetzt kam der Mann mit seiner Waffe bedrohlich näher und so sehr Minka sich auch wehrte, die Soldaten hatten sie fest im Griff. Er zielte auf sie, ihr Herz schien auszusetzen. "Stop", befahl eine gebieterische Stimme. Unterdessen, draußen bei Isas Haus, wachte der Architekt langsam auf. "Uff... Aua... Was war denn... ?", fragte er sich und seine Erinnerung holte ihn ein. Er setzte sich auf. "Diese Floranerin! Wenn ich die erwische!", rief er wütend. Die Alarmsirene drang zu ihm durch. "Na super", sagte er genervt und machte sich kopfreibend auf den Weg. Zwischen den Stämmen der Dschungelbäume saß, unsichtbar durch die schwarze Nacht, der graue Wolf und schaute ihm mit böse blitzenden Augen hinterher.
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