Sir Kunz

Elsa von Spielburg

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Viele Jahre vor der Zerstörung der Erde existierten, wenige Sterne von der Erde entfernt zwei Welten.

 

Die obere hieß Ätheria. Eine Welt aus perfekten geflügelten Geschöpfen, gesegnet mit unendlichem Leben, ewiger Jugend und teils magischen Kräften. Letzteres war jedoch eher die Ausnahme und wurde als Privileg unter den Engeln angesehen. So waren es König Kortas und Königin Erana welche als Stärkste ihrer Rasse gekrönt wurden. Der König selber war ein ehrenvoller gerechter Anführer, welche sich in Zeiten der Krieges mit seiner mächtigen Rüstung in den Kampf stürzte und mit einem heilligen verzauberten Diamanthammer sein Reich beschützte. Königin Erana war ebenfalls eine starke Kämpferin und stand mit ihrem Mann oft Rücken an Rücken im Gefecht. Mit ihrem verzauberten Diamantschwert enthauptete sie Unwürdige und gab ihnen gleichzeitig einen barmherzigen schnellen Tod.

Jedoch waren selbst Kortas und Erana nicht so perfekt wie sie schienen. Kortas selber hat nicht einmal richtige Flügel sondern nur zwei Federschweife, welche auch das Wappen Ätherias schmückte. Zudem hatte er unzählige Maitressen, auch außerhalb Ätherias. Erana hingegen hielt an ihrem Mann fest und war ihm nie untreu. Dafür erschien sie generell kalt und gefühlslos. Sie strebte nach einem perfekten Reich ohne Sünde, ohne Leid. Sie verabscheute Engel ohne magische Kräfte und lied diese gezielt nicht zu Festen ein oder sprach extra von "heilligen Engeln" in ihren Reden und Ansprachen.

 

Die Welt unter Ätheria, der eigentliche Planet war eine eher mittelalterliche Welt. Gigantische Burgen zwischen Bergen und Tälern, über Bäche und Flüsse, von Höhlen bis zur Küste erstreckten sich in dieser Welt. Alle waren harmonisch unter König Kortas vereint. Da dieser jedoch kaum den sterblichen Menschen dieser Welt einen Besuch abstattete war der Adel in Spielburg fast vergessen. Ein jeder trug in diesem Reich bei was er konnte. Zwischen Bauern, Schmieden, Jägern und Wachen konnte jeder seinen Platz finden, egal ob Mann oder Frau. Jedes mal wenn Kortas Spielburg besuchte wurde die große Stadt Spielburg in der Mitte des Reichs extra hergerichtet. Zwischen weißen Blumen, bunten Bannern und jubelnden Untertanen begrüßte man den König von den fliegenden Inseln. Er brachte den Leuten stehts das Geschenk der Hoffnung. In Spielburg würde man mit dem Tod erlöst und anschließend in Ätheria als Engel wiedergeboren werden. So baten viele den König nach Verstorbenen in Ätheria zu suchen und verschiedene Nachrichten zu überbringen. Kortas selber überbrachte auch hin und wieder die ein oder andere Nachricht. Damit die Menschen Hoffnung hätten. Schließlich wollte er auch, dass es ihnen gut geht.

 

Erana hingegen sah dies anders. Für sie waren die Bewohner Spielburgs nur Bauern, Kanonenfutter, Sterbliche. Kortas selber stritt hin und wieder mit Erana über ihre Ansichten. Dennoch geschah es, dass Erana und Kortas bald adligen Nachwuchs bekommen würden, vier Kinder sagte eine Gesegnete von Ätheria vorraus.

 

Während der Schwangerschaft stritten sich Erana und Kortas immer mehr. Schließlich schlossen sie eine Wette ab: Kortas würde eines der Kinder mit nach Spielburg nehmen und dort als Mensch aufziehen während Erana die anderen Kinder bei sich in Ätheria behält. In 100 Jahren würden sich alle Kinder dem Volk offen präsentieren und das Volk dürfte abstimmen wer als Kronprinz oder Kronprinzessin folgen sollte.

 

Schließlich kam der Tag und die vier Kinder wurden geboren. Alles Mädchen. Erana fand schnell namen für ihre Kinder. Das kind mit blutrotem Haar nannte sie Aveline. Das Nächste mit rabenschwarzen Haaren Madeleine. Ihr drittes Kind mit Haaren weiß wie Sternenlicht Elizabeth.

 

Kortas bekam die Tochter die überig blieb. Sie hatte hellblonde Haare, wie das Licht des Mondes im Konflikt mit Sonnenstrahlen. Er nannte seine Tochter Elsa und verließ Ätheria. In der Stadt Spielburg war bereits alles vorbereitet. Mit Freuden feierte man die Geburt von Elsa und die ewige Heimkehr ihres Königs.

 

So hieß es bald im Reich König Kortas von Spielburg und Königin Erana von Ätheria.

 

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17 Jahre vergingen und Elsa von Spielburg, wie ihr Titel nun lauten sollte war inzwischen zu einer wunderschönen Engelsdame herangewachsen. Neben ihren zwei reinweißen Flügeln verrieten nur noch ihre goldenen Augen ihre Abstammung. Über die Jahre hatte sie viel Privatunterricht bei ihrem Mentor Arnhold erhalten. Dieser Historiker, Künstler, Philosoph und Physiker hatte Elsa neben den Grundlagen einiger Wissenschaften auch Schwertkampf sowie das Fliegen beigebracht. Da Elsas Vater flugunfähig war und es sonst keine Engel in Spielburg gab kreierte Arnhold zu ihrem 16. Geburtstag eine Flugrampe am Rande der Stadt. Damit Elsa nichts passieren konnte wurden die nächsten zehn Meter hinter der Rampe mit Heuballen gesichert.

 

An diesem Tag erklärte er Elsa wie Vögel sich in der Luft halten. Das Wichtigste wär immer die Flügel weit auszustrecken und den Körper waagerecht wie möglich zu halten. Als Elsa dann ihre Flügel, mit einer Spannweite von gut sechs Metern ausstreckte und so schnell sie konnte die Rampe hochrannte schaffte sie es bereits langsam und elegant zurück zum Boden zugleiten.

 

Bis heute ist es eine ihrer freudigsten Erinnerungen die sie und ihren Mentor eng miteinander verband.

 

Heute jedoch an ihrem 17. Geburtstag sollte Elsa ein noch ungewöhnlicheres Geschenk als das Fliegen erhalten. Ihre Kammerzofe Serah kamm an diesem morgen erfreut in Elsas Zimmer. Sie selber lag noch im Bett und schlief.

 

Fräulein Elsa!!! Fräulein Elsa!!! Aufstehen! Es ist euer 17. Geburtstag. Alle haben sich bereits im Thronsaal versammelt um euch zu gratulieren! Ein haufen Geschenke ist eingetroffen! Außerdem hat euer Vater euch das hier besorgt!

 

Sie hielt ein elegantes azurblaues Kleid in den Händen. Es war weich wie Seide und hatte ein tiefschwarzes Korsett eingenäht. Dazu kamen kleine Blumenmuster, passende Schuhe, ein goldener Kamm und ein eleganter Pelzumhang.

 

Serah... nicht so laut... ich steh ja schon auf...

 

Serah öffnete alle Vorhänge und Fenster in Elsas Zimmer. Es war sowohl geräumig als auch gemütlich. Ein kleines Feuer prasselte verspielt im Kamin. An den Wänden hingen ein paar Felle und Gemälde von Elsa oder ihrem Vater. An der Kommode, welche direkt neben Elsas Bett stand lehnte sich ihr Holzschwert an welches ihr Vater ihr zu ihrem 4. Geburtstag schenkte. Es war abgenutzt und verstaubt. Dennoch wollte sich Elsa nie davon trennen.

 

Schließlich stand Elsa auf und legte sich in die kleine Holzwanne für ein Bad, welches Serah schon vorbereitet hatte. Danach zog Serah Elsa in ihrem neuen prachtvollen Kleid an und steckte eine kleine Mohnblume in Elsas Haare. Elsa betrachtete sich selber im Spiegel und versuchte ihre Flügel anzulegen.

 

Wunderbar. Das wär dann alles Serah.

Fräulein Elsa. Ich wollte euch noch das hier schenken.

 

Serah reichte Elsa eine Halskette mit einem Amulett aus Ebenholz und einer Goldverzieherung.

 

Es ist wunderschön. Hab vielen dank Serah.

 

Mit diesen Worten ließ sich Elsa von Serah die Kette anlegen.

 

Die Beziehung der beiden Frauen war sehr eng. Serah war 30, unverheiratet und aus gutem Hause. Relativ früh kam sie in das Haus des Königs als Dienstmädchen. Als Elsa damals nach Spielburg kam wurde Serah erst ihr Kindermädchen und dann ihre Kammerzofe. Da Elsa selber kaum Kontakt zu anderen Mädchen hatte übernahm Serah ein Stück weit ihre Mutter- und Freundesrolle. Sie war die beste Freundin für Elsa mit der sie Kleider oder Männer bewundern konnte. Dennoch wagte es Serah nie Elsa wie eine unadlige Freundin anzusprechen. Diese Distanz sollte stehts aufrecht erhalten werden.

 

Nachdem Serah gegangen war atmete Elsa noch einmal tief durch. Dann öffnete sie die Tür und ging die Treppe aus ihrem Turm hinunter. Die Holzdielen knarten unter Elsas Schritten. Die Korridore waren genau so gemütlich wie Elsas Zimmer. Überall roch es nach Holz und Bier. Schließlich ging Elsa durch die Bibliothek ihres Vaters, eine weitere Treppe hinunter und ließ sich dann von zwei Wachen die große Tür zum Thronsaal öffnen.

 

Nun war es soweit und Elsa präsentierte sich im Thronsaal. Alle außer ihrem Vater verbeugten sich so, dass ein Gang von Elsa bis hin zum Thron und ihrem Vater enstand. Elegant aber dennoch fröhlich ging sie langsam, und dann immer schneller auf ihren Vater Kortas zu, welcher sie in die Arme nahm und ihre gratulierte.

 

Hier ist mein Geschenk für dich Elsa. Ich hoffe es gefällt dir!

 

Kortas zeigte auf einen Rüstungständer welcher eine Eisenrüstung trug. Die Rüstung selber bestand zum großteil aus Leder oder Stoff. Es war ein einfaches dunkelblaues Stoffhemd mit einem Lederharnisch drauf, dazu Leder Arm- und Beinschützer, Lederstiefel, eine Stoffhose und verzierte Metalschulterplatten sowie kleine Metalplatten auf der Lederrüstung. Auf einem Podest neben der Rüstung lag ein rotes Kissen mit einer Eisenkrone drauf. Die Krone selber ähnelte dem Kopfschmuck einer Walküre mit Goldverzieherungen.

 

Es ist eine Spezialanfertigung für dich allein. Die Rüstung ist sehr leicht, damit du mit ihr auch fliegen kannst. Dennoch wirst du merken, dass du sehr gut gepanzert bist. Als Krönung des ganzen brauchst du natürlich noch eine Waffe! Hier meine Tochter!  Diese Schwert sollte sich dir würdig erweisen!

 

Kortas reichte Elsa ein großes Breitschwert. Die Klinge selber war aus purem Eisen. Der Knauf war elegant aus Leder eingearbeitet. Und als Höhepunkt des ganzen schmückte ein großer Smaragd das Schwert an der goldenen Parierstange. 

 

Pass aber auf Elsa. Es ist kein gewöhnliches Schwert. Es ist ein magisches Schwert aus Ätheria. Du bist nun 17 Jahre alt und es wird Zeit, dass du deiner heilligen Abstammung Ehre zuwendest. Mit diesem Geschenk wirst du die Großgenerälin von Spielburg!

 

Oh Vater! Es ist ein wundervolles Geschenk. Nie habe ich ein schöneres Schwert gesehen. Bist du jedoch sicher, dass ich es als Großgenerälin schaffe? Ich habe noch nie in einer Schlacht gekämpft. Ich weiß nichts über Strategien oder wie man Soldaten befehligt.

 

Das wird du alles lernen wenn du willst. Mach dir darum keine Sorgen. Heute sollst du von uns gefeiert werden!!! Lasst uns alle auf meine Tochter anstoßen!

 

Im ganzen Saal wurde unter den vielen Gästen Bier ausgeteilt. Alle zusammen hebten sie ihre Becher und riefen "Dreimal Hoch auf Elsa! Hoch! Hoch! Hoch!"

 

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Der Abend brach an. Elsa hatte den ganzen Tag mit ihrem Vater gefeiert. Ihr Magen war voll und und ihr Kopf drehte sich leicht vom Bier. Die Sonne setzte sich langsam am Horizont nieder während Elsa mit ihrem Vater, gefolgt von sämtlichen Gästen die Gärten durchstreifte. Schließlich sollte heute Abend hier noch ein Feuerwerk stattfinden. Mit ihren 17 Jahren war Elsa nun auch endlich Erwachsen laut den Gesetzen von Spielburg. Sie konnte nun theoretisch tun und lassen was sie wollte. Während des Spaziergangs dachte sie auch viel darüber nach was sie nun tun wollte.

 

Ihr erster Gedanke war ein Besuch in Ätheria. Sie müsste einfach nur nach oben fliegen und sich das wunderschäne Königreich im Himmel ansehen. Ein weiterer Gedanke war es zu heiraten. Zwar hatte sie keinen direkten Verehrer in Spielburg, jedoch hatte sie wie jedes Mädchen den ein oder anderen Schwarm in der Jugend gehabt. Im Anschluss viel ihr ein, dass sie eines Tages Königin sein könnte. Wie würde sie regieren? Verträumt schaute Elsa in richtung Sonnenuntergang, welcher sich auf dem Wasser eines Brunnens spiegelte.

 

Plötzlich hörten alle im Garten gewaltiges Flügelschlagen. Alle schauten nach oben und sahen unzählige geflügelte Geschöpfe in den Gärten landen. Es waren Engel aus Ätheria. Die Meisten von ihnen trugen dicke Rüstungen aus Gold, verziert mit einem roten Wappenrock. Sie waren bewaffnet mit gigantischen Breitschwertern und Schilden so groß wie eine Tür. Ein einziger Engel stach aus der Masse heraus. Sie trug ein weißes Gewand, eine weiße Krone und hatte vier Flügel, welche gleichmäßig und sanft ihren Körper in der Luft hielten. Langsam schwebte sie in Richtung Boden, ohne zu Landen. Ihre Haare waren lang, weiß und reichten bis zu ihrer Hüfte. Ihre Iris war ebenfalls nahezu komplett weiß. Ihr Gesicht strahlte einen perfekten neutralen Ausdruck aus. Als Elsa sich weiter umschaute bemerkte sie, dass alle aus Spielburg außer ihrem Vater und ihr sich verneigten.

 

Schließlich fing sie an zu sprechen, wobei ihre Stimme in drei verschiedenen Stimmenlagen hallten.

 

Es ist eine Ewigkeit her Kortas. Ich sehe du hast unsere Tochter zu einem echten Menschen aufgezogen. Welch weltliche Kleidung sie doch trägt.

Es freut mich auch dich wieder zu sehen Erana. Doch welcher Anlass lässt dich in diese sterbliche Welt hinabgleiten?

Ich bin gekommen um meine Tochter zu holen. Sie ist nun schließlich 17 und gehört sowohl zum Adel Ätherias als auch zu ihren Schwestern.

Vater? Ich habe Schwestern?

Ich sehe dein Vater hat dir kaum etwas über deine Abstammung erzählt mein Kind? Ich bin Königin Erana aus Ätheria, ich bin deine Mutter. Und du Elsa.. du warst von Geburt an zu höherem bestimmt. Sowohl dein Vater als auch deine Mutter haben heillige Fähigkeiten. Ebenso sind deine Schwestern gesegnet. Nun sollst auch du diese Vollkommenheit erfahren. Streck deine Flügel und erhebe dich mit uns in den Himmel.

 

Inzwischen war die Sonne untergegangen. Bis auf ein paar Fackeln war es dunkel im Garten. Nur Erana selber strahlte in einem hellen Licht, welches sie wie eine Aura umgab.

 

Aber was ist mit meinem Vater? Meinen Sachen?

Dein Vater entschied sich vor 17 Jahren dazu den Himmel zu verlassen. Und deine Sachen nicht nichts wert im Vergleich zu den Dingen wie der Himmel für dich bereit hält.

Elsa... geh mit ihr. Es wäre unfair dich hier zu behalten. Du bist ein Engel und sollst wissen woher du kommst.

Dann ist es alles war?

Ja. Solltest du mich vermissen brauchst du nur wieder runterfliegen... ich sorge dafür, dass deine Lieblingssachen dir nachgeschickt werden. Nun flieg mein Kind. Erfahre alles was der Himmel für dich bereit hält.

 

Erana streckte Elsa mit einem leichten Lächeln eine Hand aus. Elsa selber umarmte ihren Vater noch einmal, blickte zurück auf Spielburg und nahm dann die Hand ihrer Mutter. Sie streckte ihre Flügel und flog mit Erana an der Hand und sämtlichen Wachen als Eskorte richtung Ätheria. Bereits wenige Meter über den Wolken umgab sie ein Gefühl der Ruhe. Unter ihr erkannte sie nur weiße Wolken. Um sie herum sah die einen klaren Sternenhimmel sowie die drei Monde, welche den Planeten umgaben. Niemand sagte ein Wort auf dem Flug nach oben. Elsa löste sich selber von Eranas Hand und flog frei durch den Himmel. Sie drehte ein paar Loopings, schnellte nach unten und dann wieder nach oben. Dann glitt sie friedlich mit ausgestreckten Flügeln sanft richtung Wolkenboden. Erana selber beobachte Elsa dabei und ein zartes Lächeln setzte sich ihr auf. Sie hatte selber vergessen wie schön es doch war fliegen zu können, frei zu sein, die Luft zu genießen...

 

Nach gut zwei Stunden wurden dann Punkte im Himmel größer und größer. Dann waren Lichter und Gebäude auf den Inseln zu erkennen. Dann konnte Elsa auch Wasserfälle, Pflanzen und Vögel erkennen. Im weißen Licht der Monde erkannte sie Ätheria

 

 

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Durch den kalten Wind der Nacht flog Elsa mit ihrer Eskorte. Obwohl es eine Weile dauerte verging die Zeit für Elsa wie im flug. Lichter kamen ihr immer näher. Dann konnte sie Rahmen von Gebäuden erkennen. Dazu gigante Wasserfälle die aus den Inseln heraus flossen.

 

Ätheria, im kalten Licht der Monde. Zwischen Anwesen, Brunnen und bunten Bäumen stand ein gewaltiges Schloss. Es hatte riesige Fenster, Balköne, Türen, Türme und alles aus weißem Stein oder Silber und Gold. Elsa staunte vor all dem Prunk der ihr hier entgegen kam.

 

Die Eskorte landete im Innenhof der Schlosses und Erana wünschte Elsa eine gute Nacht. Man brachte sie dann durch weiße Korridore in ihr Schlafzimmer. Im Licht des Mondes, welcher durch den Balkon und Fenster herein schien erkannte Elsa ein federweiches weißes Bett. Auf dem Nachttisch daneben standen Früchte und ein Krug Milch. Den Rest des Zimmers konnte sie in der Nacht garnicht mehr ansehen, da sie totmüde vom Flug auf das Bett fiel und einschlief.

 

Auch am nächsten Morgen bekam sie nicht fiel mit vom Geschehen generell. Sie wurde früh geweckt und noch halb im Schlaf von einer Dienerin angezogen. Erst als sie sich am Milchkrug bediente und das eisig kalte Getränk runterschluckte wachte sie richtig auf und erkannte sich in einem Spiegel. Sie trug ein wunderschönes weißes Kleid mit goldenem Federmuster drauf. Dazu passende Schuhe und eine Perlenkette. Die Kammerzofe schminkte Elsa noch schnell mit goldenem Lippenstift und Liedschatten und  schon klopfte es an der Tür. Eine der Wachen wurde geschickt um Elsa abzuholen und in den Thronsaal zu führen. Dort angekommen bestaunte Elsa den Saal. Er war riesengroß. Die Decke war nahezu komplett in Gold getaucht. Der Boden bestand ebenfalls aus einem gold-weißen Schachbrettmuster. Die riesigen Fenster zeigten Engel bei verschiedenen Taten. Einer zum Beispiel stand im Fenster heroisch auf einem weißen Drachen.

 

Am anderen Ende des Saals befand sich der Thron. Er war riesig und aus weißen Marmor. Davor standen drei Engel. Eine der Engel hatte rotes Haar, eine Schwarzes und die dritte weißes Haar. Bewertend musterten sie Elsa und stellten sich dann vor.

 

Willkommen in Ätheria Elsa. Wir sind deine drei Schwester. Ich bin Aveline.

Ich bin Madeleine

Und ich bin Elizabeth

Mutter hat uns schon alles von der Berichtet. Was sie uns nicht sagen konnte war, was für Kräfte du hast!

Kräfte? Naja ich kann gut mit einem Schwert umgehen.

Doch nicht solche Kräfte. Magische Kräfte! Jeder von unserem Blut kann etwas Übernatürliches! Ich kann beispielsweise mit Donner und Gewitter kämpfen.

Ich kontrolliere Erde.

Ich schlichte Dunkelheit. Was ist mit dir? Welchen Dingen im Leben fühlst du dich hingezogen?

Naja ich... hatte immer Ehrfurcht vor Flammen.

Könnte hinkommen. Mutter hat uns gebeten dir deine Fähigkeiten beizubringen, damit du würdig bist im Palast zu bleiben. Komm, versuch mal was mit Feuer zu machen. Stell dir einfach vor wie die Flammen dich zumgeben, wie sie in deiner Hand liegen ohne dich zu verbrennen.

 

Elsa schloss ihre Augen und konzentrierte sich so gut sie konnte. Verschiedene Bilder rannten durch ihren Kopf. Kerzen, Kamin, Sonnenuntergänge, Lagerfeuer, Öfen.

Plötzlich fingen ihre weißen Flügel an im Feuer zu glühen. Gleichzeitig fühlte Elsa selber wie eine unnatürliche aber angenehme Hitze ihr Blut durchdrang und es zum kochen brachte.

Elizabeth flüsterte leise:

Jetzt gieb der Flamme eine Struktur. Form sie zu etwas.... dass du dir gut vorstellen kannst.

 

Elsa hob ihren rechten Arm und bewegte ihre Finger, als ob sie etwas festhalten wöllte. Dann erschien in einer gigantischen Stichflamme ein ein Schwert in Elsas Hand. Als es dort auch rasch abkühlte leuchtete es dennoch weiter im gleichen Gold, dass auch ihre Augen zum leuchten brachte.

 

Nicht schlecht für den ersten Versuch. Mit deinem Feuer kannst du bestimmt auch noch mehr. Ich hab mir damals zwei dunkle Armreife hergestellt. Aveline hat einen Hammer und Elizabeth einen Bogen.

 

Elsa war wie noch immer erstaunt von dem Schwert was sie eben erschaffen hatte. Es war das Schwert, dass sie sich immer im Traum ausgemalt hatte. Nun hielt sie es in der Hand. Sie holte auch direkt aus und wollte es etwas herum schwingen. Gleich beim ersten Schwung jedoch trat ein goldener Funke aus der Klinge aus und traff das Fenster mit dem Drachen, ohne es zu zerstören.

 

Pass da besser auf Elsa. Feuer ist keine leichte aber eine vielseitige Gabe. Ohne die magische Barrier im und um das Schloss wären wir vermutlich schon unter Trümmern begraben!

 

Vorsichtig senkte Elsa wieder ihr Schwert.

 

Komm wir gehen in den Garten. Dort ist unser Mentor grade. Er kann dir mehr über deine Kräfte beibringen als wir.

 

 

 

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