Elsa of Spielburg

Ein Inferno im Himmel

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2 Monate vergingen. Der Herbst kam nach Buchenhain und Elsa stand am Abgrund ihres Selbstbewusstseins. Neben ihrem indirekten Ausschluss aus dem normalen Leben der Stadt brachte der Herbst auch noch depressive Gefühle. Von Tag zu Tag wurden ihre Flügel grauer und ihr Gesicht lustloser. Die Tage waren alle samt grau und nass. So verließ Elsa kaum noch ihr Zimmer und hockte meist nur am Kamin mit tiefen Blick in die Flammen.

 

An einem ausnahmsweise unbewökten Abend kamm Mutter Hildegard und klopfte an Elsa's Tür. Sie brachte Elsa warme Brühe und eine spätblühende Rose.

 

Kind, alles ok bei dir? Wir sehen dich nur noch selten.

 

Es ist so einsam hier. Die Stadt schließt mich indirekt aus, weil ich angeblich ein Bote Gottes wär, ich komme nicht von diesem Planeten runter und der Herbst mit seinen grauen Tagen machen mich nur noch freudloser.

 

Hier, nimm diese Rose. Ihr Duft wird die Hoffnung auf den Frühling geben. Dann wirst du bestimmt auch neu erblühen.

 

Und bis dahin? Ich habe nichts zu tun. Es gibt fast keine Verlezten zum Heilen, was natürlich gut ist. Aber sonst?

 

Komm mit. Ich zeig dir etwas.

 

Mutter Hildegard nahm Elsa an die Hand und führte sie durch den Wald. Es war grau, kalt und nass. Nur noch wenige Blätter hingen an den Bäumen und die meisten Sträucher waren kahl mit ein paar wenigen schwarzen Beeren bestückt. Nach kurzer Zeit kamen die beiden zu einem hohen Berg. Er war so hoch, dass er über die Wolken reichte.

 

Geh dort hinauf. Dann wirst du dich besser fühlen.

 

Mit diesen Worten verließ Mutter Hildegard Elsa und ging in der Dämmerung zurück zum Kloster. Elsa jedoch vertraute auf ihr Wort und schritt den Berg hinauf. Es war ein schwerer Weg, jedoch musste sie nicht klettern oder sich irgendwo großartig hinauf zerren.

 

Leicht erschöpft kam Elsa schließlich oben an. Sie befand sich über den tiefen Nebelwolken und blickte in die Ferne. Nach unzähligen Wochen sah sie die Sonne wieder. Ein warmer rosiger Sonnenuntergang. Elsa setzte sich an einen Vorsprung und blickte auf das Nebeltal unter ihr. Sie musste weinen vor Freude. Es sollte das letzte Mal bis zu einer wärmeren Jahreszeit sein, dass Elsa eine Sonne sehen würde. So genoß sie die Wärme bis zum letzten Strahl während sie nachdachte. Die Gedanken sprangen durch ihren Kopf zusammenhanglos und doch verständlich. Von ihren Abenteuern von Minka bis hin zu den Gefühlen die sie für Andere an sich selbst eingestehen musste. Liebe, Liebe durchdrang sie. Zum ersten Mal in ihrem gesammten Leben fühlte sie sich zu Jemandem hingezogen. So überkam sie gleichzeitig ein Schaamgefühl. Sie schämte sich für ihre Gefühle. Und doch wollte sie es ihm am nächten Morgen sagen.

 

Mit diesem Gedanken verging der letzte Sonnenstrahl und eine klarer Sternenhimmel erstrahlte über Elsa. Ein letzter Blick hinauf und dann könnte sie umkehren.

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Sie flog den Weg zurück ins Kloster. Die Nacht jedoch konnte sie nicht schlafen. Zum ersten Mal in ihrem Leben fühlte sie die Sehnsucht nach Zweisamkeit. Ihre Gedanken flogen von einer Fantasie ihrer Liebe zur Nächsten. Und mit jeder Vorstellung rückte der Tag näher. So hatte sie die ganze Nacht nicht schlafen können, sah am morgen jedoch ausgeschlafener denn je aus.

 

Sie druchwühlte ihren Kleiderschrank und egal was sie fand, es erschien ihr nicht gut genug. Sie öffnete ein Fach darunter, in welchem normalerweise Strümpfe liegen sollten. Und unter all den Strümpfen fand sie schließlich ein ein zusammengelegtes Kleid. Es war blau und mir einem roten Blumenmuster verziert. Schnell wechselte sie ihr Unterkleid, zwängte sich in ein Korsett und zog das Kleid schließlich drüber. Aus der untersten Schublade holte sie zwei blaue Schuhe heraus, passend zu dem Kleid. So sah sie sich im Spiegel und hoffte, dass es ihm gefallen würde.

 

Beim Frühstück mit den Schwestern sagte sie kein Wort. Sie schlang so schnell sie konnte und räumte noch schneller ab. Die Schwestern dachten nur, dass Elsa gute Laune hätte. Sie räumte das Geschirr in die Küche und rannte dann so schnell sie konnte in die Stadt.

 

Dort  angekommen beruhigte sie sich erstmal. Ihr Herz schlug wie wild, ihre Flügel bibberten und ihr Atem war unbremsbar. Nachdem sie zehn Minuten auf dem Marktplatz verbracht hatte war sie bereit: Sie wusste was sie sagen wöllte und wo sie hin wöllte. So betrat sie die Taverne.

 

Dort begrüßte Morris sie bereits mit einem zweiten Frühtück aufs Haus. Sie redete mit ihm über den Alltag. Ihre Zielperson war jedoch noch nicht da und jedes mal wenn die Tür aufging raßte Elsa's Herz von Neuem. So wurde es inzwischen Mittag. Inzwischen wurden es mehr Leute in der Taverne. Elsa setzte sich in eine ruhige Ecke, von wo sie die Tür sehen konnte. Sie saß einfach nur da und starrte.

 

Und dann trat er endlich ein, Alexander....

Nach einem kurzen Plausch mit Morris zeigte Morris Alex in Elsa's Richtung. Dieser kam schließlich auf sie zu. Er hätte nicht erwartet sie jemals wieder in der Öffentlichkeit zu sehen.

 

Hey Elsa. Schön dich mal wieder zu sehen.

 

Hallo... darf ich dich was fragen?

 

Was denn?

 

Empfindest du noch genau so wie früher für mich?

 

Nun ich... denke schon. Seit dem wir uns damals hier trafen. Du hattest mich so behandelt wie noch Keiner hier zuvor. Aber ich weiß, dass es Schwachsinn wäre dich zu heiraten. Also die Idee... du bist ein Engel und ich nur ein einfacher Wachmann, in einer kleinen Stadt, abgetrennt vom Universum.

 

Vom... vom Universum?

 

Mutter Hildegard kam vor einem Monat zu mir. Sie hatte mir alles erklärt. So verstehe ich diese anderen Welten zwar nicht, jedoch will ich dich hier nicht gefangen halten.

 

Weißt du... Es ist so: Zur Zeit sehe ich keinen Weg von diesem Planeten runter zu kommen. Hier gibt es keine Möglichkeit Jemanden im Universum zu kontaktieren, dass dieser mich holen könnte. Daher ist mir etwas klar geworden:

 

Ich empfinde für dich genau so.

 

Gleichzeitig schauten sich beide tief in die Augen. Elsa viel ein Stein vom Herzen. Als könnte sie sich endlich einer Person komplett anvertrauen. Sie fühlte die Liebe.

 

 

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Noch am selben Tag verlobten die beiden sich, am nächten gaben sie sich das Ja-Wort. Allerdings hielten sie die Hochzeit klein. Nur Mutter Hildegard war anwesend. So fürchtete Alexander nämlich, dass seine neue Frau seinen Ruf womöglich verändern könnte. So verließ Elsa nun endlich das Kloster und zog mit Alex zusammen in sein neues Landhaus. Es stand weit entfernt von der Stadt an einem Waldrand zu einer riesigen Wiese. Ein kleiner Bach plätscherte verspielt an dem Haus vorbei. Das Haus ansich war ein Fachwerkhaus mit großen Kachelfenstern und Strohdach. So war es selbst zu der dunklen Jahreszeit sehr hell in dem Haus, was Elsa's Laune unabhängig von der Hochzeit verbesserte. In dem Haus gab es einen Kamin, ein paar Sitzmöbel, eine Kochstelle mit Feuer als auch genügend Kronleuchter und Kerzen. Über dem Kamin selber hingen unzählige Jagdtrophähen von Alex. Noch am Abend erzählte er ihr, wie er die Zeit ohne sich rumgebracht hatte. Durch seinen besseren Posten als Hauptmann konnte er sich dieses Landhaus leisten. Und durch den Verkauf seiner Jagdbeute hatte er ihr noch ein ganz spezielles Hochzeitsgeschenk kaufen können.

 

Eine goldene Halskette mit Anhänger. Der Anhänger selber war wie zwei Engelsflügel geformt. Beim Öffnen sah Elsa ein kleines Bild von Alexander drinne. Auf der Rückseite stand "A & E" in einem Herz eingraviert. Für seine Verhältnisse musste ihm die Kette ein Vermögen gekostet haben.

 

Während Alexander Elsa's Kleider, welche ihr die Nonnen schließlich geschenkt hatten auf ihr Zimmer brachte schaute sie sich den Rest des Hauses und des Grundtücks an. Richtung Wiese hinaus waren die meisten Fenster ausgerichtet. Aus Jedem konnte man einen inwzsichen kahlen Baum sehen, als auch eine kleine Steinbrücke, welche über den Bach führte. Zu einer anderen Seite des Hauses befand sich ein kleiner Garten. Hier wuchs jedoch nichts, da sich bisher Niemand drum kümmern konnte. Nebem dem Garten befand sich ein Stall. Von draußen konnte man bereits Pferde hören und riechen. Elsa trat ein und fand zwei prächtige Schimmel. Sie strozten nur so vor Stolz und Gesundheit.

 

Ansonsten gab es um das Haus nichts Besonderes, außer dem Schornstein und der Haustür. Mit einem Plan im Kopf ging Elsa wieder in ihr neues Heim. Dort sahs Alex bereits vor dem Kamin und schaute sie verliebt an. Draußen hingegen verabschiedete sich die Sonne von einem grauen, bewölkten Herbsttag.

 

Schließlich reichte Elsa Alex ihre Hand und zog ihn vom Kamin zur Kochstelle.

 

Mach deine Augen zu. Ich koch uns ein Abendessen.

 

So gut sie konnte, versuchte sie sich an einer Gemüsebrühe. Letztendlich scheiterte diese jedoch am Geschmack. So aßen die Beiden zwar auf, aber auch nur um nicht mit leerem Magen ins Bett gehen zu müssen.

 

Am nächten Morgen starteten die Beiden jedoch mit einer Überraschung in den Tag, denn der erste Schnee war gekommen. Der Himmel war blau, die Sonne schien und der Boden war mit samt dem Bach zugefroren. Alex ging raus die Pferde versorgen. Elsa hingegen versuchte sich an einem leichteren Gericht zum Morgen, Haferbrei. Und beim Kochen fühlte sie sich zuhaus, in ihrem eigenen Heim.

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Plötzlich klopfte es an der Tür. Elsa rannte zu Tür und öffnete diese. Davor stand Mutter Hildegard mit einem aufgeregten Gesichtsausdruck.

 

Guten Morgen Elsa. Ich habe etwas gefunden, was dich interessieren könnte.

 

In ihren Armen hielt sie ein großes schwarzes Buch.

 

Komm rein. Ich mache grade Frühstück.

 

Die beiden setzten sich an den Kamin und Mutter Hildegard begann zu erzählen.

 

Ich habe dieses Buch gefunden. Es ist eine Sammlung über Fabelwesen. Schau!

 

Mutter Hildegard blätterte auf eine Seite mit einer Zeichnung von einem Engel. Daneben stand ein Text:

 

Engel sind unsterbliche Wesen und selten im Universum zu finden. Trotz ihrer schönen Erscheinung darf man nicht auf sie reinfallen. Sie können nämlich nicht lieben, nicht schwimmen und sehen die Welt ohen Emotionen. Stattdessen richten sie über Menschen oder bekämpfen andere böse Fabelwesen im Universum. Wenn man einem begegnet so sollte man schleunigst weggehen. Ansonsten könnten sie einen verbrennen, verglühen oder "erlösen": Bis auf wenige Ausnahmen führen diese Kreaturen des Lichts nichts außer Krieg."

 

Ein Teil in der Mitte war durch einen Tintenfleck unlesbar.

 

"... um dies auch erwähnt zu haben. Allerdings haben diese Flügelmenschen auch etwas Gutes an sich. So können sie dunkle Fabelwesen wie den Kanibalen oder die Witwe durch eine einzige Berührung sofort verbrennen. Wissenschaftler glauben es liegt an einem Zusammenhang mit Silber..."

 

Deshalb ist der Schwarze Mann sofort verbrannt.

 

Aber... das stimmt doch fast alles nicht! Im Verlgeich von Menschen und Engel haben wir in unserem Zeitraum kaum Kriege gehabt!

 

Elsa! Schau!

 

"... und aufgrund dieser Umstände besteht die Theorie, dass alle Fabelwesen, welche im Einklang mit dem Licht sind die Fähigkeit besitzen zu teleportieren..."

 

Damit könntest du von diesem Planeten runter!

 

Aber... von sowas wüsste ich. In meinem ganzen Leben habe ich mich noch nie teleportiert ohne Technik. Es tut mir Leid aber dieses Buch hilft mir nicht weiter. Außerdem ist heute der erste Tag in meinem neuen Leben. Lass mich bitte mein Altes abschließen.

 

Im gleichen Moment kam furchtbarer Lärm auf. Wie ein Sturm fegte der Wind durch das Haus, ließ die Haustür aufknallen und erschütterte dann die Bäume des Waldes. Sofort schauten Mutter Hildegard und Elsa zum Fenster raus. Auf einem kleinen Krater stand ein Raumschiff. Es hatte eine blaue Lakierung mit gelben Streifen. Sofort rannte Elsa zu dem Raumschiff. Es war sicher gelandet und hatte keine Bruchlandung hin gelegt. Sonst wäre es vielleicht bis in Elsa's Haus hinein geschlittert. Vor dem Schiff angekommen standen Alex und Muttel Hildegard auch schon direkt neben Elsa. Alle waren gespannt wer hier aussteigt, außer Alex. Er hatte so ein Ding noch nie gesehen.

 

Die Tür ging auf. Heraus traten drei Männer in Uniform.

 

Seit gegrüßt. Wir kommen in Frieden. Wir sind Missionare der Republik und auf der Suche nach unentdeckten Städten und Dörfern im Universum.

 

Ich bin Elsa von Spielburg. Bitte kommt. Lasst uns im Haus weiter reden.

 

Im Haus hollten Alex und Elsa erstmal ein paar weitere Stühle aus ihrem Zimmer zu dem Kamin. Und dann begannen die Missionare zu erzählen.

 

... und so sind wir nun auf der Suche nach Städten für eine Chronik dieses Sektors. Das hier ist der letzte Planet.

 

Meine Herren. Gibt es eine Möglichkeit bei ihnen mit zu fliegen? Dieser Planet besitzt über keine  Elektronik oder Raumschiffe.

 

Nun sobald das Schiff den Planeten fertig gescannt und gespeichert hat fliegen wir. Sie können gerne mitkommen. Wir fliegen zur Stadt Anjou. Allerdings muss ich erst meinen Vorgesetzten fragen.

 

Und wie heißt ihr Vorgesetzter?

 

General Rustleton. In ungefähr eine Stunde werden wir hier wieder weg sein. Als Entschuldigung für dein Krater haben wir jedoch auch Geschenke mitgebracht. Vorräte für den Winter sowie Medikamente und Baumaterialien.

 

Rustleton? Jimmy *hust* James Rustleton?

 

Madame, nur seine Freunde nennen ihn Jimmy, und schon gar Niemand James.

 

Nun wie es der Zufall will bin ich eine engere Bekannte mit dem General.

 

Nun, dann werde ich ihn umgehend kontaktieren.

 

Gehen sie schonmal vorraus. Ich muss noch ein paar Angelegenheiten klären.

 

Dies sollte nicht zu viel Zeit in Anspruch nehmen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Alle außer Alex und Elsa verließen das Haus. Die beiden schauten sich an. Dann trat Elsa näher und griff nach seinen Händen.

 

Lass mich mit dir kommen!

 

Willst du das denn? Deine Heimat verlassen? Die Welt da draußen ist sehr viel komplizierter.

 

Wir haben geheiratet. Wir lieben uns. Ich lass dich nicht alleine gehen!

 

Dann komm mit. Aber sag deinen Freunden und Verwandten, dass du gehst.

 

So schickte Alex einen Brief in die Stadt während Elsa ein paar Dinge zusammen packte für die Reise. Sie schenkte Mutter Hildegard noch eine ihrer Federn und flog dann mit Alex und den republikanischen Missionaren nach Anjou. Auf der Reise erzählte Elsa Alex alles über das Universum, von Raumschiffen bis hin zu Teleportern. Von Aliens zu Robotern.

 

Er lauschte gespannt und versuchte zu verstehen so gut er konnte. Nach einer geüfhlten Ewigkeit verließ das Schiff den Hyperraum und begab sich in die Umlaufbahn von Anjou. Elsa und Alex schauten zu einem Fenster hinaus und betrachteten den großen Savannenplaneten und die ganzen Schiffe, welche ein und aus flogen. Über ein Lautsprecher wurde angekündigt:

 

Wir warten auf eine Landeerlaubnis. Was auch immer da Unten abgeht.

 

So warteten die Beiden in ihrer Kabine.

 

So ergriff Elsa die Gelegenheit Alex alles vom General Rustleton zu erzählen. Sie beschrieb ihn als einen selbstsicheren, intelligenten Strategen, wie er mit ihr mehrmals über Krieg und Angriffstrategien diskutiert hatte und sie sich gegenseitig Freunde nennen konnten. So waren zwar schon viele Jahre seit damals vergangen, dennoch wusste Elsa, dass ihr alter Freund sie erkennen und willkommen heißen müsste. Plötzlich kam wieder eine Durchsage:

 

Liebe Passagiere, wir haben eine Landeerlaubnis. Bitte anschnallen.

 

Unten angekommen stiegen die Beiden aus, verabschiedeten sich von der Schiffscrew und brachen dann richtung Innenstadt auf. Bevor sie jedoch das Landeareal verlassen konnten mussten sie ihre Personalien angeben. Eine Wache stand am Ausgangstor und tippte auf einem kleinen Gerät herum.

 

Name?

 

Elsa von Spielburg

 

Spezies?

 

Engel

 

Sofort schrie den Mann auf und rief weitere Wachen herbei. Sie nahmen Elsa fest und brachten sie ins Staatsgefängnis von Anjou, während Alex alleine am Landeposten zurück blieb. Elsa jedoch war keines Wegs überrascht. Sie konnte sich denken, was das zu bedeuten hatte...

 

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Kaum in der Zelle angekommen stand auch schon der General Rustleton vor ihrer Zelle.

 

James? Welch eine Freude dich hier zu sehen. Bitte sag deinen Leuten sie sollen mich raus lassen. Wir haben Viel zu besprechen.

 

Ich freu mich auch sehr dich wieder zu sehen. Es ist eine Ewigkeit her. Wachen, laßt sie frei. Sie gehört zu mir.

 

Wenig später fanden sich die Beiden in den Gemächern vom General wieder und besprachen bei einer Tasse Tee und Zimtgebäck was passiert war.

 

Ich bin so froh wieder in Zivilisation zu sein. 

 

Aber was ist denn passiert? Es geht das Gerücht um Ätheria wäre uns jetzt verfeindet. Wir sandten Botschafter zu euch doch es wurde nie wieder etwas von ihnen gehört,

 

Nur der Teufel weiß dort oben abgeht, wenn er nicht selber die Zügel hält... Meine Schwester hat mich gefoltert und verbannt. Irgendwie kam ich auf diesen Planeten, von welchem mich deine Missionare mitgenommen hatten. Erzähl mir: Was ist Wichtiges in den letzten Monaten passiert? Ich hatte keinen Kontakt nach Außen. Auf dem Planeten gibt es weder Strom noch Wasserversorgung.

 

An sich ist nichts großartig passiert, außer die Mysterien von Ätheria.

 

Jimmy, ich brauche deine Hilfe und die der Republik. Wenn wir nicht handeln wird es vielleicht einen Krieg geben. Und wir wissen beide welche Seite in Kriegen, welche mit meinem Spezies zusammen hingen gewann. Ohne mich als Organ der Justiz könnte meine älteste Schwester tun und lassen was sie will. Das heißt, wenn sie es nicht schon getan hat. Und laß bitte meinen Mann von dieser Landestation abholen.

 

Deinen Mann? Du hast geheiratet?

 

In dieser Stadt war es auf dauer einsam. Aber er war immer für mich da, seit dem ersten Tag. Ohne ihn wär ich bestimmt schon tot.

 

Hab keine Sorge Elsa. Ich werde dem Senat von dir und deiner Einschätzung berichten.

 

Jimmy... ich brauche eine Armee. Meine Schwester versteht nach meiner letzten Begegnung mit ihr nichts weiter als Stahl und Flammen. Und ich brauche ein Schiff. Ich muss so schnell wie möglich nach Spielburg.

 

Ich werde dir meine persöhnliche Fregatte dafür leihen.

 

Nach einem Essen und der Bekanntschaft zwischen Alexander und dem General konnte Alex und Elsa auf der Fregatte erstmal Ruhe genießen, während diese schnellstmöglich nach Spielburg flog. Nach zwölf Stunden Schlaf erwachten beide schließlich. Elsa nutze die Gelegenheit um Alex über alle Dinge der jetzigen Technologien, Waffen und Fraktionen aufzuklären. Er verstand zwar nicht alles aber er vertraute ihr. Nach weiteren sechs Stunden beamten die Beiden sich schließlich nach Spielburg. Sie landeten wenige Kilometer vor der Stadt. Der Himmel war grau, die Bäume kahl, die Wiesen vertrocknet und die Flüsse versiegt. Beide wussten zwar nicht was hier passiert war aber sie würden es bald herausfinden. Von ihrem Standort konnten die Beiden bereits Türme und Dächer der Stadt erkennen. Viele waren abgebrannt. Ein Paar wurden wieder mit Holzgerüsten stabilisiert aber die Struktur der Mauern und Dächer waren schwer beschädigt. Flamen wüteten über einigen Häusern und Schreie waren zu hören. Gleichzeitig hörte man auch noch anderen Lärm. Jedoch klang dieser mehr nach Protesten und Aufständen...

 

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Sofort rannten die beide richtung Stadt. Sie keuchten vor anstrengung. Voller Adrenalin erreichten sie die Stadt wo ein neuer Bürgerkrieg ausgebrochen war. Während viele bekannte Gesichter von Elsa versuchten sich mit Mistgabeln, Messern und anderen "Waffen" zu verteidigen drangen Soldaten aus Ätheria immer weiter vor. Jedoch waren es nicht die gleichen Soldaten, welche Elsa einst kannte. Sie trugen dunkle Rüstungen und ihre Flügel waren ausgefranzt und dreckig.

 

Geh zu den Leuten. Sie sind meine Freunde. Ich erkläre dir später was hier passiert.

 

Ohne Wiederworte vertraute Alex ihr ein weiteres Mal und ging zu den Bürgern von Spielburg. Er erklärte ihnen kurz woher er kam und mit wem er kam. Sofort breitete sich Hoffnung in den Gesichtern der Leute aus. Sie sprangen auf und schrien "Elsa ist wieder da! Verteidigt die Stadt!"

 

Gleichzeitig stellte sich Elsa ohne Rüstung oder Schwert den Eindringlingen allein auf dem Marktplatz entgegen. Alles was sie hatte war ihre Kleidung und ihr Feuer. Die Armee von Ätheria hingegen erkannte sie noch nicht und formte eine Front aus Speeren und Schilden, welche Elsa zu überrennen drohte. Innerhalb von wenigen Sekunden hatten sie die Eindringlinge positioniert und mit einem Kriegsschrei stürmten sie nach vorn auf Elsa zu. Diese hüllte sich in eine Kugel aus Gold und Flammen ein, welches eine Druckwelle zur Folge hatte. Diese Kraft ließ Gebäude in der Umgebung zusammen brechen und warf auch die Soldaten zurück. Als Elsa einen Moment später aus dieser Kugel wieder hinab stieg trug sie ihre Rüstung und ihr Schwert. Nun stürmte sie der Armee entgegen und kämpfte die Eindringlinge zu Boden.

 

Wenig später folgte ihr auch ihr Volk in den Kampf und ihr Mann. Sie waren zwar in der Unterzahl jedoch hatte Niemand mit der Rückkehr von Elsa gerechnet. Im Gegensatz zu den vergangenen Kriegen nahm Elsa jedoch keine Rücksicht auf den Schaden, welchen sie den Gegener antat. Es war ihr egal ob die feindlichen Soldaten starben, verbrannten oder nur schwer verwundet wurden. Diesesmal war es ihr zu persönlich.

 

Nachdem der Großteil der Truppen vom Marktplatz vertrieben werden konnte stürmte Elsa auch noch durch den Rest der Stadt um jeden Feind, bis aus den Letzten zu töten oder zu verjagen. Nach Stunden des Blutvergießens hatten sie trotz der Unterzahl gewonnen. Jedoch würde es heute keine Siegesfeier geben. Stattdessen veranlasste Elsa, dass erst alle Verwundeten geheilt und alle toten beerdigt werden sollten. Danach sollen sich alle Bürger auf dem Marktplatz einfinden...

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Am Abend war es unheimlich still in der Stadt. Kein Licht brannte, keine Person lachte. Alle trauerten um ihre Nächstens, welche sie in diesem Kampf verloren hatten. Zeitgleich ging Elsa mit ihrem Mann zu ihrem Anwesen. Es war glücklicherweise durch die Entfernung zur Stadt unbeschädt. Lediglich der Garten war grau und leblos. Beide hielten ihre Hände aber sagten kein Wort. Als sie das Anwesen betraten war Alles wie Elsa es hinterlassen hatte, zu ihrer Überraschung. Niemand der Bediensteten hatte geputzt oder andere Aufgaben im Haus erfüllt.

 

Elsa führte Alex an der Hand in ihr Schlafzimmer. Dieser legte sich sofort ins Bett und schlief auch direkt ein. Sie hingegen schaute aus einem der Fenster in Richtung Stadt. Sie konnte nur mit Mühe die Umrisse erkennen, da kein Licht in der Stadt leuchtete und der Himmel noch immer von dichten Wolken gefüllt war. In ihren Gedanken rätselte sie nur warum ihre Schwester die Armee nach Spielburg schicken würde, wenn Ätheria und Spielburg doch eh unter der selben Krone vereinigt sind. Dann rätselte sie darüber ob ihre Schwester Àveline überhaupt regieren würde. Die Gedanken sprangen weiter.. war es überhaupt Àveline, welche sie damals aus Ätheria ins Exil geschickt hatte? War es ihre große Schwester, welche sie verstümmelt hatte, sie aus dem Himmel Ätheria verbannte und jetzt womöglich auch noch Spielburg zerstören wollte? 

 

Ab da kam Elsa in ihrem Kopf nicht mehr weiter. Sie legte ihre Rüstung ab und legte sich auch ins Bett. Die Nacht träumte sie vom alten Spielburg. Als ihre Familie, ihre Heimat und auch die Erde noch ohne Probleme existierten. Die Zeit in welcher Frieden dominierte und gar Niemand dem Anderen Gewalt antat.

 

Am nächsten Morgen wachte sie mit Erinnerung an den Traum auf und hatte ein neues Ziel vor Augen. Was auch geschehen mag, sie würde für einen neuen Frieden kämpfen. Für ihre Welt, als auch für die Umliegenden. Zu ihrer Überraschung lag Alex jedoch nicht mehr neben ihr im Bett. Sie legte ihre Rüstung an im glauben, er sei bereits in die Stadt gegangen. Ohne einen Blick auf dem Fenster zu werfen machte sie sich auf in die Stadt.

 

Als sie jedoch die Tür öffnete wurde sie ausnahmsweise mal positiv überrascht. Vier republikanische Schiffe landeten um die Stadt herum. Sofort strecke Elsa ihre Flügel aus und flog zur Stadt. Jetzt konnte es für sie nur besser werden.

 

Sie landete auf dem Marktplatz wo ihr Mann und der General Rustleton sie überraschten.

 

Elsa! Schön dich wohl auf zu sehen. Der Captain von dem Schiff was euch herbrachte berichtete mir von der Schlacht die sich hier abspielte. Ich konnte ihm erst nicht glauben und musste es mit eigenen Augen sehen. Wir haben Hilfsgüter mitgebracht. Größtenteils Medikamente und Nahrungsmittel. Außerdem hab ich dem Senat von dir berichtet. Sie werden bald entscheiden ob die Republik dich in der Schlacht unterstützten wird, aber ich bin zuversichtlich, dass die Republik dir helfen wird.

 

Es tut so gut euch hier zu sehen. Eure Hilfe ist hier höchst willkommen. Ich muss meinen Leuten jedoch erst erklären was ihr überhaupt los ist. Ich werde schließlich nicht in eine mögliche Schlacht ziehen ohne, dass mein Volk hinter mir steht oder der Absicht dahinter zustimmt.

 

Nachdem die Bewohner Spielburgs schließlich mit Nahrung und Medikamenten, als auch warmen Decken versorgt waren traffen sich alle, die in der entsprechenden Verfassung waren am Marktplatz wo Elsa die älteren und jüngeren Ereignisse mit ihrem Volk teilen wollte...

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Mit wenigen Worten erklärte Elsa war ihr wiederfahren war und wen sie hinter den Angreifern vermutete. Sie sah über die Menge und entdeckte viele Verwundete und erschöpfte Bürger ihrer schönen Stadt. Es war ihr sofort klar, dass sich Spielburg allein keine  Schlacht geschweige denn einen Krieg erlauben konnte. Wenn ihre Vermutungen war wären, so müsste sie selber nach Ätheria, der Schlange den Kopf abschlagen und die Wunde ausbrennen, dass das böse Blut unter Engeln für immer ruhen würde. Die Hilfsgüter von General Rustleton und die Tatsache, dass sie selbst die Stadt verteidigt und die Eindringlinge hinaus gejagd hatte reichten ihr, um Spielburg bald wieder hinter sich zu lassen und Vorbereitungen für eine Schlacht zu treffen. Ihren Mann daheim gelassen tat sie etwas Unvorstellbares. Sie flog direkt nach Ätheria um sich ihrer Vermutung zu versichern. Dort angekommen fand sie alles wie zuvor vor. Die Inseln flogen, die Wachen eskortierten sie zum Schloss und in ihm wurde sie von ihrer Schwester Madeleine begrüßt.

 

Kaum hatte Elsa Madeleine vernommen, zog sie bereits ihr Schwert und richtete es gegen ihre böse Schwester.

 

Elsa meine liebe Schwester. Du hast dir aber ganz schön Zeit gelassen. Nach deiner Enterbung hatte ich dich doch viel früher erwartet.

Wie kannst du es wagen hier im Reich unseres Vaters mich so frech zu begrüßen, nach allem was du angerichtet hast? Nenn mir einen Grund dich nicht sofort zu richten und deinen Kopf von deinem Hals abzutrennen!

Wer beantwortet dir dann deine Fragen? Oder weiß du bereits was beim Tunier wirklich passierte, warum Àveline dich verbannte oder was der Apperat in der Grotte unten wirklich macht?

Erzähl es mir und ich verschone dich vielleicht!

Setzt dich. Es dauert eine Weile. Ich fang am Besten bei dem Tunier an. Der König, unser Vater.... er war eine Täuschung von  mir. Genau wie ich selber. Alles nur Zauberei. Wieso erklär ich dir später. Ich brauchte diese Täuschung um unsere beiden Schwestern zu verwirren. Warum Àveline dich verbannte? Sie wusste, dass du durch deine zahllosen Siege mehr Rum im Volk genießt als sie als Königin. Dennoch habe ich keine Ahnung warum sie dich verstümmeln wolllte. Ach und der Apparat? Ein uraltes Relikt. Älter als wir Engel. Ich fand es kurz nach dem RUIN das alte Spielburg zerstörte. Ich lernte es richtig zu nutzen und erschuff diese Inseln. Man kann damit gewaltige Landschaften aus dem Nichts erschaffen oder verschieben. So wie du es getan hast. Jedoch habe ich keine genaue Ahnung.

Und Vater? Wo ist er?

Tot, genau wie unsere Schwestern. Im Misstrauen haben sie gegenseitig Attentäter beauftragt die Andere zu töten. Vater hingegen sah mich als gescheitertes Kind an und begang vor langer Zeit bereits Selbstmord. Er dachte er würde dich nie wieder sehen. Lange bevor du von Ätheria überhaupt wusstest. Jetzt jedoch brauche ich dich. Wir Engel als überlegene Rasse müssen uns verbreiten. Andere Reiche breiten sich aus und wir hocken in diesen mittelalterlichen Städten...

Sie sind alle tot? Und mich verschonst du?

Elsa, alles was du jeh getan hast diente dem Wohl deines Volks. Du bist die einzige Schwester die ich je geliebt habe, die mit ebenwürdig war.

Also willst du mich benutzen? Als Werkzeug zum Krieg? Mit der Begründung, dass wir als "überlegene" Rasse die Galaxis unterwerfen sollen?

Mit dir als Königin Schwester. Mit deinen goldenen Haaren und deinen weißen Flügeln wirkst du als rechtmäßige Erbin und Vertreterin Gottes auf diese primitiven Menschen und ihrer perversen Religion glaubwürdiger als ich. Du hast die Wahl. Vertritt dein Volk oder sie zu, wie Spielburg und dein Ehemann niederbrennen. Ich meine du bist hier, wer verteidigt die Stadt? Diese primitiven Leute von der Republik? 

Selbst wenn sie schwächer und sterblich sind, so haben sie ihr Herz jedoch am rechten Fleck. Ich würde lieber sterben als in deinem Plan zu wirken.

Du hast jedoch nicht die Wahl  zu sterben. Ich werde dich bestimmt nicht töten und dein Selbstmord wäre eine Todsünde. Außerdem kriege ich was ich will mit oder ohne dich. Es hängt nur von dir ab, ob dein Volk selbstlos retten oder es egoistisch stürzen willst. Selbstverständlich wirst du im Fall deiner Krönung geschieden von diesem Menschen. Eine Heillige sollte ein Geschöpf von edelster Schönheit heiraten wenn nicht Gott selbst. Wachen! Geleitet das Fräulein in ihren Turm.

 

Ohne ein Wort ging Elsa selbstständig mit den Wachen auf ihr neues Gemach. Der Raum war typisch eingerichtet nur ohne Fenster oder Balkon. Die Tür wurde ebenfalls abgeschlossen und ihre Rüstung und ihre Schwert wurden ihre abgenommen. Mit Waffengewalt würde sie hier nicht rauskommen. Es gab jedoch schon einen anderen Weg für Elsa. Wenn sie es schaffen würde sich im Schloss frei zu bewegen könnte sie die Kammer mit dem Apparat erreichen. Mit ihm könnte sie ihrer Schwester drohen... zumindest wenn Madeleine's Worte über den Apparat im Gegensatz zum Rest wahr wären.

 

 

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Ihr neues Gemach war kleiner als gewöhnlich. Sie schaute sich um. Ein Himmelbett, ein Schminktisch, einer kleine Tischecke mit einem Buffet aus Brot, Rotwein und Früchten. Sonst nur noch ein Kleiderschrank, ein paar Bücherregale und Gemälde von adligen Engeln. Ein Badezimmer mit dem Üblichen. Ansonten war das Gemach ziemlich schlicht im Vergleich zu ihrem ersten Zimmer in Ätheria. Eine Uhr über dem Buffet zeigte an, dass es inzwischen Nacht war. So legte sich Elsa schlafen und schlief auch direkt. Sie hatte weder Kraft noch Lust groß nachzudenken. Madeleine war viel intelligenter als Elsa, weshalb sich Elsa auf ihre Instinkte verlassen würde, und dass in einem noblen Engelspalast voller adliger Snobs...

 

Am nächsten Morgen kam direkt um 6:00 Uhr Morgens in der Früh ein Zimmermädchen in Elsa's Gemach und weckte sie. Es blieb keine Zeit zum Essen. Elsa wurde wie üblich in ein kitschiges, barockes Kleid gequetscht. Das Kleid war babyblau mit einem Rosenmuster und goldenen Akzenten. Dazu musste sie gefühlt 10kg Schmuck tragen. Kleine weiße Edelsteine in Goldketten und Armbänder eingesetzt schmückten nun ihren Hals, ihre Arme und ihre Ohren. Zu guter Letzt eine große blonde Perücke, welches Elsa's Kopf 2m größer erschienen ließ.

 

Es dauerte eine ganze zwei Stunden um Elsa so anzuziehen. Grade als Elsa gehen wollte sprühte das Zimmermädchen sie mit lauter Parfum ein und zeigte zu einem Schminktisch. Dort wurde Elsa's Gesicht weiß abgepudert, dann mit Rouge die Wangen verfeinert. Dazu wiederum einen rosigen Gliedschatten mit passendem Lippenstift, welcher ein kleines Herz auf ihre Lippen malte.

 

Elsa sah sich im Spiegel an und erkannte lediglich eine reiche, aus Plastik bestehende Prinzessin ohne Krone. Während sich Elsa im Spiegel betrachtete nam das Zimmermädchen sich nun ihrer Flügel an. Sie wurden an den Spitzen bis hin zum Rücken schwach rosa mit Goldstaub gefärbt und dekoriert. Beim Versuch aufzustehen und sich zu drehen riss Elsa jedoch erstmal den Spiegel vom Tisch. Sofort richtete das Zimmermädchen alles wieder her und meinte dann, dass Elsa jetzt besser frühstücken sollte.

 

Im Speisesaal wurde sie bereits von Madeleine empfangen. Am Tisch saßen lauter ätherische adlige Herren. Jedoch kannte Elsa keines der Gesichter.

 

Darf ich ihnen präsentieren. Elsa von Ätheria, dritte Tocher des Königs.

 

Elsa verbeugte sich leicht mit einem Knick in die Knie und setzte sich dann an den langen Esstisch. Ein Buttler richtete ihre den Stuhl her und legte eine Serviette in ihren Schoß. Auf dem Tisch standen lauter kitschige Törtchen, Biscuits und kleine Häppchen. Zu trinken gab es eines übersüßen Saft, welcher in allen Farben des Regenbogens schimmerte. Nachdem sich Madeleine auch an die kitschig bunte Runde gesetzt hatte begannen die Gespräche. Alle Herren sprachen darüber wie sie ihre neue Braut verwöhnen würden. Elsa setzte ein höffliches Lächeln auf und versuchte ein Stück Torte zu essen. Kurz nach dem ersten Bissen fing sie stark an zu husten. Die Torte war so ekelhaft süß, dass Elsa glaubte gleich an Diabetes zu sterben. Im Ansehen ihres Leidens kam ihr einer der Heeren mit einem Glas voll Saft entgegen, welchen sie sofort trank um den wiederlichen Geschmack aus ihrem Mund zu bekommen. Jedoch war der Saft genau so ekelhaft, weshalb Elsa aufstand, aus dem Raum rannte und im ganzen Schloss nach Wasser suchte. In der Küche angkommen verbeugten sich Bedienstete und der Chefkoch vor ihr. Sie rannte nur zu einem der Waschbecken, füllte ihre Handflächen mit Wasser und spülte sich den Mund aus. Gleichzeitig ignorierten die Herren und Madeleine am Tisch Elsa's Unglück und aßen weiter.

 

Das Wasser linderte den wiederlichen süßen Geschmack und spülte auch die letzten Krümel aus Elsa's Mund. Wutenbrannt riss sie sich die Perrücke vom Kopf und wusch sich das Make-Up aus dem Gesicht. Die Bediensteten in der Küche sahen nur entsetzt zu.

 

Nach dem auch der letzte Partikel Glitter aus ihrem Gesicht entfernt war ging sie auf ihre Zimmer und riss sich das Kleid vom Leibe. Dort richtete grade ihr Zimmermädchen das Bett her.

 

Wie heißt du?

 

Annabelle. Zu ihren Diensten.

 

Sei so gut und lass mit umgehend ein Bad ein.

 

Welche Seife möchten Sie? Lavendel, Kiefer oder Rosen?

 

Wenn es geht einfach nur ein Stück Kernseife und eine Flasche Minzöl.

 

Wie ihr wünscht.

 

Das Mädchen verließ den Raum mit einer Verbeugung. Elsa setzte sich an den Schminktisch, nahm sich den restlichen Schmuck ab und starrte sich selbst in die Augen....

 

 

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Was tu ich hier nur? Ich kam hierher um Ätheria von der Tyrannei zu befreien, um dem Bösen endgültig einhalt zu gebieten und nun spiele ich in Madeleine's Plan mit um diese Leute zu retten. Und dabei kenne ich hier doch Niemanden mehr... Spielburg ist mein Volk. Diese Leute hier kennen mich nicht... und ich spiele die schöne Prinzessin in einer nahezu fremden Stadt... Jetzt reise ich seit über 2.000 Jahren durch das Universum. Erst war ich eine Prinzessin, dann eine adlige Kriegstreiberin, dann der hält der Galaxis, eine Königin, dann wieder eine Prinzessin und Richterin und zu guter letzt eine Ehefrau... doch wer will ich sein? Mein ganzes Leben widmete ich mich den Schutz von Engeln und anderen Kreaturen um sie vor dem Bösen zu schützen, als lebte ich nur für Andere als mich selbst. Doch jetzt habe ich einen Ehemann der mich liebt und den ich liebe, welcher auchmal Rücksicht auf meine Bedürfnisse nimmt. Doch kann ich wirklich Spielburg, Ätheria und andere Staaten dieses Universums der kommenden Tyrannei meiner Schwester überlassen, selbst wenn sie meine Freunde schützt?

 

Im gleichen Augenblick viel Elsa in Ohnmacht. Mit der Wirkung eines Traums fand sie sich bei der gleichen Lichtgestalt wieder, welche ihr vor Jahren kurz vor dem Besuch bei ihrer Freundin Minka begegnete. Diesmal sagte die Kreatur nichts. Die Umgebung war Schwarz und die Kreatur wurde immer blasser. Elsa rannte auf sie zu, konnte sie jedoch nicht erreichen bevor sie erlosch. So war Elsa gefangen in der Dunkelheit. Sie versuchte langsam in einer Richtung zu gehen, jedoch fühlte es sich nicht an als ob sie voran kommen würde. Sie schloss in ihrem Traum die Augen und öffnete sie wieder nach wenigen Momenten. Es war immernoch dunkel. Jedoch hatten sich nun kleine Fenster zu wichtigen Erinnerungen ihrer Vergangenheit gezeigt: Wie Madeleine das erste Mal jemanden aus bosheit ärgerte, wie sie Àveline bei ihrer Hochzeit schubste, wie sie sich in das Hochzeitstunier von Elsa einmischte und zu guter letzt wie sie Ätheria in Flamen aufgehen lässt...

 

Elsa erinnerte sich nicht Ätheria jemals in Flammen gesehen zu haben. War es eine Art Vorhersage? Und was hatte es mit der Lichtgestalt zutun? Mit lauter Fragen erwachte Elsa schließlich und fand sich in einem warmen Schaumbad wieder. Jedoch war sie verwirrt. Konnte sie aus einem Traum, einer Vision ein endgültiges Urteil über ihre Schwester ziehen? Doch Elsa wollte nicht weiter grübbeln. Für sie stand stattdessen fest: Wenn all das hier beendet ist würde sie Spielburg, Ätheria, ihre Herkunft und auch einige ihrer Freunde hinter sich lassen. Sie opferte über 2.000 Jahre für einen ewigen Konflikt. Hier in Ätheria würde sie eine Schlacht verhindern wollen bevor diese Ausbricht.

 

Sofort erinnerte sie sich an ihre Bitte an die Republik. Wenn die Armee der Republik hier eintreffen würde, gäbe es ein Massaker. Dann würden zwei Reiche durch eine sinnlose Schlacht untergehen. Elsa müsste die Republik sofort kontaktieren oder Ätheria's Militär schwächen. Gleichzeitig wusste sie jedoch nicht ob es diese Schlacht überhaupt geben würde. Was könnten ihr Mann, General James und auch ihre Freundin Minka inzwischen unternommen haben? Alexander vertraute ihr und würde nur auf sie hören, auch wenn Elsa seinen eigenen Willen von ihm verlangen würde. General James würde vermutlich bald mit den Truppen der Republik in Ätheria eintreffen. Noch waren die Inseln im Universum versteckt, aber wenn Elsa sie nach Madeleine's Benutzung des Apparats finden konne so würde die Republik es auch können. Und Minka... sie hatte bei Elsa schon immer ein Talent unberechenbarsten Moment aufzutauchen und Elsa zu retten...

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Durch ein lautes Donnergrollen wachte Elsa in ihrem Bett wieder auf. Zu ihrer eigenen Überraschung trug sie keine Kleider. Auf dem Esstisch, welchen sie von ihrem Bett aus sehen konnte standen 2 Amphoren, ein Glas und eine Schale mit Früchten. Elsa stand auf und öffnete den Kleiderschrank. Er enthielt jedoch ausschließlich kitschige Kleider, welche nach Rosen und Kirschen durfteten. Wie eine Wolke durchdrang der penetrante Duft den Raum und bereitete Elsa Kopfschmerzen. Sie zog sich das am wenigsten stinkende Kleid an, ein relativ schlichtes in Himmelblau. Kurz darauf ging sie an den Tisch und schaute in die beiden Amphoren. Eine enthielt wieder penetrant süßen Saft. Die Andere eine warme Flüssigkeit, welche nach Kaffee und Kakao roch. Elsa nahm die Amphore und trank das leckere Gebräu in einem Zug. Kurz darauf widmete sie sich den Früchten. Es waren seltene Früchte, welche nur in Ätheria gedeiten. Die Schale der Früchte war golden, das Fruchtfleisch rosa, saftig und schmeckte nach Wassermelonen und Blaubeeren.

 

Nach dem kleinen Mal ging Elsa an den Schminktisch. Es hatte keinen Zweck ungeschminkt den Raum zu verlassen. Spätestens ihre Schwester würde sie dazu zwingen. So konnte Elsa ihre Make-Up und den Schmuck doch etwas schlichter halten. Eine Perlenkette, Perlohrringe und ein leicht rosiger Lippenstift. Schon verließ sie den Raum und wollte durch das gigantische Schloss in den Thronsaal. Auf dem langen Weg begegnete sie unzähligen Herren, welche sich vor ihr verbeugten und sie mit "Eure Majestät" begrüßten. Sie erwiederte die Verbeugung und wünschte den Fremden dann stehst einen guten Tag.

 

Nach einem haufen Treppensteigen und unzähligen Verbeugungen erreichte sie schließlich den Thronsaal. Im Gegensatz zum Rest des Schlosses hatte Elsa hier das Gefühl frei durchatmen zu können. Sie streckte ihre Flügel, wobei es einen lauten Knackser gab. Glücklicherweise war außer ihr und der Ehrengarde niemand im Saal anwesend. 

 

Eure Majestät!!! Wartet!!! Ihr habt eure Perücke vergessen!!!

 

Annabelle? Ich will keine Perücke tragen.

 

Aber die Leute werden denken ihr seid keine Frau mit Achtung! Das wird sich rumsprechen!

 

Es ist mir egal was die Leute hier denken. Weißt du wo meine Schwester ist?

 

Sie ist zurzeit nicht im Hause anwesend. Niemand weiß wo sie hinging.

 

Gibt es hier eine Möglichkeit jemanden anzurufen? Ein Kommunikator oder einen Teleporter?

 

Nun, es gibt einen Kommunikator, jedoch hat Ihre Majestät Madeleine verboten, dass Sie ihn benutzen dürfen.

 

Bring mich zu dem Kommunikator. Egal was meine Schwester sagt. Du wirst keine Konsequenz davon tragen.

 

Nun gut. Hier entlang.

 

Das Mädchen führte Elsa durch eine Reihe von Gängen, welche Elsa selber noch nicht komplett entdeckt hatte. In einem der Gänge konnte sie zu riesigen Fenstern hinausschauen und sah, dass ein Gewitter über Ätheria grollte.

 

Nach einer weiteren Ewigkeit kamen die beiden in einem großen moderneren Raum an. Hier wurde weniger auf die Optik als auf die Effizienz geachten. Verschiedene Geräte zum Teleportieren, Kommunizieren und zur Raumfahrt wurden hier entwickelt. Der Raum erinnerte schon fast an eine Fabrik. Die Wände waren aus dunklem Metall, überall lagen Kabel rum und ein weißes, kaltes Licht von der Decke verleihte dem Raum den letzten Aktzent zur Moderne. Annabelle führte Elsa zu einer Lagerkiste. In ihr lagen lauter Armbänder, welche zur Kommunikation mit Planeten, Teleportern, Raumstationen und Raumschiffen genutzt wurden. Elsa griff nach einem der Armbänder und legte es sich um.

 

Du kannst jetzt gehn Annabelle. Danke für deine Hilfe.

 

Mit einer Verbeugung verließ das Mädchen den Raum und ließ Elsa zurück. Sie versuchte gleichzeitig Spielburg zu kontaktieren. So sendete sie folgende Textnachricht nach Spielburg:

 

"Ich bin es Elsa. Mir geht es gut. Ich bin in Ätheria, jedoch sollte Niemand mir folgen. Madeleine plant das Universum mit all seinen anderen Rassen den Engeln zu unterwerfen. Ich weiß nicht wie loyal die Leute hier zu ihr stehen oder ob sie überhaupt darüber bescheid wissen. Jedoch will sie mich als Marionette mit in ihre Pläne einbinden. Ich hoffe bei euch hat sich die Lage stabilisiert. Ich werde bald wieder von hier berichtet."

 

Nachdem Elsa die Nachricht verschickt hatte versuchte sie den Weg zurück zufinden. Jedoch nahm sie eine falsche Abzweigung und gelangte in die Bibliothek des Schlosses. Diese war riesengroß. Unzählige Bücher stappelten sich hier in Regalen, welche bis zur Decke gingen. Die Fenster und Kronleuchter waren ebenfalls gigantisch. Ein Kamin prasselte gemütlich in der Mitte des Raumes, währen draußen Blitze zischten. Aus mangelndem Zeitvertreib beschloss Elsa sich hier ein wenig umzuschauen...

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Zu gleicher Zeit auf Spielburg im Anwesen von Elsa

 

Alexander saß allein im Schlafzimmer und starrte zum Fenster in Richtung Stadt. Gleichzeitig bereitete sich das in der Not erbildetes Militär auf einen Krieg vor. Spielburg hatte seit Ewigkeiten kein Militär mehr, da fast jede Bedrohung gegenüber Engel von Elsa persönlich eliminiert wurde. Die Führung dieser kleinen Armee wurde Alexander von Spielburg aufgetragen. Als Elsa's Ehemann vertrauten die Engel auf ihn, da Elsa es auch tat.

 

Durch die Hilfe der Republik konnte allen geholfen und die Stadt wieder errichtet werden. Alex selber hatte in seiner Heimat schon einige Freunde sterben sehen, sei es bei der Jagd durch wilde Tiere oder eine Krankheit. Jedoch hatte er nie Schlachten wie hier in Spielburg erlebt. Und diese war für die Geschichte der Engel noch klein.

 

Mit den Gedanken war er grade in seiner Vergangenheit. Wie seine Eltern durch eine Krankheit starben, wie er zur Stadtwache ging, als er Elsa in der Nacht in Sicherheit brachte und sich das erste Mal verliebte, wie sie zusammen im Gasthaus feierten. Er vermisste sie sehr und konnte sich mit seinem Verstand nicht erklären warum. Genau genommen kannte er sie doch kaum. Er versuchte gleichzeitig sein altes Leben zu vermissen, jedoch kam er mit den Gedanken immer wieder zu Elsa zurück. Denn er war der einzige der ihr Geheimnis wusste.

 

Plötzlich klopfte es an der Tür.

 

Verzeiht bitte aber es gab eine Nachricht von Elsa!!

 

Sofort rannte er los und laß die Nachricht auf einem der Güterschiffe der Republik. Der General James und einige Berater waren auch dabei und grübelten was der nächste Schritt in dieser Lage sein würde. Jedoch bemerkte keiner von ihnen Alexander, als ob er garnicht existieren würde.

 

Nachdem er die Nachricht gelesen hatte setzte sich ihm ein Bild penetrant in den Kopf. Er sah Elsa auf einem goldenen Thron sitzen, während ihr Schwester mit einem Messer hinter dem Thron stand und Elsa anweisungen gab. Seine Sicherungen brannten durch, seine Vernunft schalltete aus. Während die meisten Leute der Republik mit irgendwas beschäftigt waren durchstöberte Alex die Schiffe der Republik auf der Suche nach einem Teleporter oder einer Gelegenheit weg zu fliegen.

 

Zurück in Ätheria

 

Elsa durchstöberte die Bücherregale. Es gab so viel zu lesen. Von Geschichten und Märchen bis hin zu Militärgeschichte und die Strategiepläne der vergangen Königreiche. Elsa fand ein großes verstaubtes Buch mit dem Titel "Fabelwesen und wie man sie bekämpft". Die Seiten rochen stark nach alten Pergament.

 

"Der Engel"

 

Als eines der häufigsten Fabelwesen des Universums sind die Engel bekannt. Neben ihre Ähnlichkeit zum Menschen und ihrer meist natürlichen Schönheit sind diese Wesen von einem Alterungsprozess ausgeschlossen. Die Meisten hören ungefähr im Alter von 500 Jahren auf zu altern, wobei sie dann wie 25-jährige Menschen aussehen. So entstand der Mythos, dass Engelsblut ein anderes Lebewesen unsterblich machen könnte. Jedoch ist dies Schwachsinnn. Nur der Wille eines Engels kann das Leben eines Alternden zumindest hinaus zögern.

 

Weiterhin sind diese Geschöpfe für ihre Flügel und Federn bekannt. Die Farbe der Federn variiert hierbei stark und synergiert mit der Haarfarbe. So haben blonde Engel meist hellgraue oder hellbraune Federn während Schwarzhaarige schwarze oder dunkelbraune Federn haben. Ganz selten sind silber-weiße Federn und hellbraun-dunkelbraune Muster. Den Federn selber werden viele positive Eigenschaften nachgesagt. Sie sind besonders weich und stabil, weshalb sie Engel bei niedrigen Temperaturen von dem Kältetod schützen können. Doch vorallem wirken wie sie ein Panzer. Durch eine besondere Proteinstruktur sind die Flügel und Federn eines Engels Kugelsicher und lassen viele Waffen bei Berührung zerspringen oder zerbrechen.

 

Beim Fliegen geht man im Durchschnitt davon aus, dass ein Engel ungefähr das dreifache seinen eigenen Gewichts tragen kann. Jedoch gibt es auch einen Nachteil an den Flügel. So hindern sie diese Geschöpfe am Schwimmen. Das Wasser löst die Verknüpfung der Fasern von den Federn, wodurch diese ihre Eigenschaften verlieren und sich mit Wasser anreichern. Das dabei entstehende Gewicht drückt einen Engel nach unten. Im Vergleich ist es so, als würde ein Mensch einen 50-Kilo schweren Stein auf seinem Rücken tragen, während er schwimmt.

 

"Der Kannibale"

 

Diese Kreaturen haben zwar menschliche Züge, sind jedoch nicht in der Lage soziale Aktivitäten zu erbringen. Sie haben meist einen menschenähnlichen Körper mit verlängerten Gliedmaßen, einem knochigen Thorax und ein grün-gelbliche Haut mit unzäligen Flecken. Ihre Augen sind meist Schwarz und ohne erkennbare Pupille. Die Nägel sind meist sehr, ausgeprägt wie die Zähne.

 

Den Namen trägt diese Kreatur davon, dass sie Artgenossen jagd und frisst. Jedoch machen diese Monster jagd auf alles. Menschen, Engel, Vögel etc....  Sie sind nachtaktiv und leben daher in einer Höhle aus Stein oder Erde. Man sollte sie definitiv meiden, da es selten Überlebende gab welche von ihnen berichten konnten. Im Volksmund bezeichnet man diese Kreaturen auch als "Schwarzen Mann" da sie bei Nacht in ihrer Gestalt in schwarz gesehen werden.

 

Es gibt nur wenige Mittel diese Monster auszuschalten. Einige Jäger behaupten, dass Silber und Feuer diese Monster vergiften würden. Einige Priester behaupten jedoch, dass nur die Berührung eines anderen Fabelwesens sie verletzten könnte. (der restliche Eintrag ist von einem roten Fleck verschmiert wurden)

 

Sofort erinnerte Elsa sich an ihre Nacht mit Alexander, als sie den Schwarzen Mann jadgen. Dieses Buch lieferte ihr eine Antwort auf das, was in dieser Nacht geschah. Sie laß noch ein paar Seiten weiter über andere Fabelwesen wie das Pegasus, in der Hoffnung etwas über ihre eigenen Kräfte erfahren zu können. Jedoch lieferte dieses Buch nichts außer dem ersten Eintrag über Engel....

 

 

 

 

 

 

 

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Eine Woche verging. Elsa verbrachte die meiste Zeit in der Bibliothek, wobei sie die gesammte Geschichte der Engel neu kennen lernte. So ging der Ursprung ihrer Spezies auf die Schöpfung des Universums zurück. Aus all den Lebensformen selektierten sich 13 geflügelte Wesen heraus, Die zwölf Erzengel und der König. Die zwölf Erzengel symbolisierten einen Monat und der König das Oberhaupt. Jeder Erzengel fertigte ein unvergleichbares Werk an. Neun von ihnen waren unbekannt. Jedoch kannte Elsa zwei der drei bekannten nur all zu gut. Die drei bekannten Werke der Erzengel wurden als eine goldene Rüstung, welche dem Träger nahezu unverwundbar werden ließ. Dazu ein Schwert mit eingravierten Runen, einer Klinge aus feinstem Sternenlicht und Gold, der Sonne selber entnommen. Hinzu Rubine, welche das Schwert mit heilligem Feuer erfüllten. Das letzte bekannte Werk war der Stab der Erzengel, ein von Elsa nie gesehendes Relikt, welches dem Besitzer die Fähigkeit geben würde eine geliebte Person vor dem Tod zu bewaren.

 

Jedoch gab es auch eine Bedingung zu diesen Werken: Der Nutzen, als auch der Besitzt dieser Artefakte kann nur von einer reinen Absicht durchgeführt werden. Elsa selber wusste was gemeint war. Als sie vor vielen Jahren dem Militär beitrat und ihr Lernfortschritt den ihrer Kameraden 10 mal überholte, erhielt sie ihr Schwert und ihre Rüstung in einer feierlichen Zeremonie. Bislang glaubte sie, dass diese Dinge eine Spezialanfertigung für sie selbst gewesen sein. Jetzt sah sie sich jedoch damit konfrontiert, dass ein höherer Wille sie womöglich antrieb und beschützte. Hinzu kam, dass zehn mächtige Werke womöglich im Universum verstreut waren. Benutzen konnte man sie nicht für böse Zwecke, jedoch könnte der Besitzt schon ein großes Übel hervor rufen. So began Elsa eine lange Recherche über die Erzengel und ihre Werke.

 

Gleichzeitig hatte Alexander in Spielburg eine emotionale Krise. Er vertraute Elsa, wollte sie jedoch auch beschützen. Sein Kopf war im Konflikt mit seinem Herzen. So geschah es, dass er sich selber mehr und mehr über die für ihn moderne Technik aufklärte um im geheimen nach Ätheria aufzubrechen. Und dies gelang ihm schließlich auch Mittels eines Teleporters...

 

 

Es war ein sonniger Tag. Elsa wachte auf und ließ sich von ihrer Zofe ankleiden. Ihre Schwester war in all der Zeit nicht noch einmal aufgetaucht, jedoch wagte Elsa den Gedanken nicht, dass Madeleine womöglich weg war. So ging Elsa wieder in Richtung Bibliothek um ihre Recherche fortzusetzten. Grade als sie mit einem Buch über Mythen und Glauben fortsetzten wollte hörte sie Wachen durch die Gänge rennen. Neugierig folgte sie ihnen und den Thronsaal wo sie ihren Mann in Eisen sah.

 

Eure Majestät. Wir haben diesen Menschen in eurem Reich gefunden.

 

Bringt ihn in mein Gemach und legt ihm die Eisen ab.

 

Mit einem unauffäligen Lächeln entgegnete sie Alexanders dankbarem Blick. Mit ihm allein in ihrem Gemach vielen sich die beiden in die Arme und hätten sich am liebsten nie wieder los gelassen...

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Warum bist du hier? Ich hab dich so sehr vermisst, mit vorgestellt dich wieder zusehen. Jedoch hätte ich so früh nicht mit dir gerechnet.

 

Ich habe dich auch vermisst. Ich wollte dir auch gehorchen und vertrauen, dich alleine hier deine Angelegenheiten regeln lassen. Zumindest sagte mir mein Kopf das. Mein Herz verlangte jedoch bei dir zu sein, dir beizustehen, dich zu beschützen.

 

Beide gaben sich einen Kuss und setzten sich dann auf Elsa's Bett.

 

Aber... wie konntest du hier hinreisen? Versteh mich nicht falsch aber du warst doch nicht besonders mit Technik, Raumschiffen und Teleportern vertraut.

 

Um bei dir zusein habe ich mir das ein oder andere Wissen angeeignet. Außerdem haben wir deine Nachricht bekommen.

 

Hör zu: Die Wachen und Bürger mögen mich möglicherweise als rechtmäßige Herscherin ansehen, jedoch zieht wie ich bereits erwähnte Madeleine die Fäden. Ich bin mehr oder weniger selber in diesem Schloss eingesperrt und werde meinen Freigang erstmal auch nicht wegen Rebellionen oder Revolten riskieren. Euch diese Nachricht zu senden war schon riskant genug. Außerdem ist meine böse Schwester nicht hier. Keiner weiß wo sie ist. Und wir müssen uns auch um dich kümmern. Ätheria ist grade nicht besonders begeistert von Menschen mit Freigang.

 

Was hast du vor?

 

Solange du hier verweilst und wir nicht wissen was Madeleine genau tut bist du mein persönlicher Sklave. Du darfst mit Niemandem reden und must mir in der Öffentlichkeit gehorchen.

 

Und das wird das Misstrauen der Engel lindern?

 

Wenn ich dir vertraue werden sie es auch. Und jetzt warte hier. Ich muss dir etwas zeigen.

 

Elsa rannte hinuntern durch endlose Korridore in die Bibliothek um jenes Buch zuholen, aus welchem sie selber bereits schlauer wurde. Wieder in ihrem Gemach legte sie es auf den Tisch und blätterte die erste Seite auf, wobei sie auf den Eintrag mit dem Kannibalen verweiste.

 

Also war jene Kreatur der Nacht eine Art "Dämon"? Und ohne dich hätten wir das Dorf nie von seiner Tyrannei befreien können?

 

Möglich. Jetzt jedoch sag mir wie es um Spielburg steht.

 

Den Leuten geht es gut. Jedoch plant die Republik bereits einen militärischen Akt gegen Ätheria.

 

Das ist... riskant. Wenn wir schnell und bald angreifen hat Madeleine keine Zeit mehr ihre Pläne genau umzusetzten und muss improvisieren. Andererseits rechnet sie womöglich schon mit einem direkten Angriff. Wir auch immer wir handeln, es bleibt ein Risiko.

 

Aber... was ist wenn wir hier und jetzt die Armee von Ätheria schwächen? Ihre Geräte sabotieren, die Soldaten vergiften oder ähnliches?

 

Das ist eine gute Idee.... jedoch vergiften? Meine eigenen Leute? Sie wissen nicht was passiert. Sie sind unschuldig, wenn auch nicht besonders sympathisch...

Was ist wenn wir den Staat pleite gehen lassen? Kriege sind sehr kostspielig, egal welches Volk, welche Epoche und welcher Stern. Wie es der Zufall will treffen sich alle hohen Ämter jeden Sonntag im Observatorium.

 

Was ist das Observatorium?

 

Ein Tanzsaal. Wir nennen ihn so, weil die Kuppel komplett aus Glas gebaut wurde, sodass man Nachts unter einem Sternenzelt feiern kann. Es gibt dort bestimmt einen Finanzminister oder Vertreter von der ätherischen Bank, welchen man eine zukünftige Investition der Staatskasse ausreden könne. Dazu würden wir erstmal kein Blut vergießen und Madeleine würde sich freuen wenn ich meine "Pflichten" als "Staatsoberhaupt" verwirkliche.

 

Alexander nickte und die beiden gingen zu Bett. Am nächsten Tag ließ Elsa ihre Kutsche vorfahren und fuhr zur bekanntesten Schneiderin Ätheria's, Madame Josief. Durch das unbegrenzte Budget und Elsa's hinreisendem Körper entwarfen die beiden ein Ballkleid würdig einer Heilligen. Und auch Alexander schneiderte sie einen Bedienstetenanzug von umwerfenster Eleganz. Nun konnte der Sonntagsball kommen...

 

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Der nächste Sonntag kam und Elsa fuhr in einer prunkvollen Kutsche zum Ball. Alexander war der Wagenlenker auf "Befehl" von seiner Bestizerin. Beide waren aufgeregt, jedoch auch optimistisch. Dieser Abend würde entscheiden wie friedlich sich der Konflikt, den Madeleine verursachte, lösen lassen würde.

 

Das Observatorium lag auf einer distanzierten Insel von Ätheria. Eine lange Steinbrücke verband die Stadt mit dem Observatorium. Man wollte so der Lichtverschmutzung der Stadt entgegen kommen, damit die Gäste den klaren Sternenhimmel um Mitternacht genießen konnten. Während eines majestätischen Sonnenuntergangs kam Elsa schließlich an und stieg aus der Kutsche. Sie sorgte allein durch ihr Auftreten direkt für Getuschel unter den Gästen. Ihr Kleid war im Gegensatz zu dem kitschigen Zeug, was alle anderen trugen sehr schlicht aber dennoch edler als jeder andere Fetzen in Elsa's Schrank. Ihr Kleid war rubinrot und hatte kein Muster. Was die intensive Farbe jedoch stark betonte war ein sehr tiefer Ausschnitt, bei welchem man von oben bis zu Elsa's Bauchnabel runterblicken konnte. Um dennoch einen seriösen und noblem Effekt zu behalten hatte Elsa einen roten Fächer aus Himmelsrosen anfertigen lassen.

 

Diese Rosen haben gigantische Blütenblätter von intensiven Farben. Bei richtiger Ernte der Blüten lässt sich aus den Blütenblättern alles mögliche fertigen. Die Blütenblätter sind weich wie Seide und stabil wie Wolle. So hatte Elsa an diesem Abend eine modische Revolution in Ätheria veranlasst: Das Kleid schmückte sie und nicht umgekehrt.

 

Ihre Haare hatte sie hochgesteckt, wobei eine einzige lockige Strähne zu ihrem Busen hinunter hing.  Auch beim Schminken und beim Schmuck war sie bescheidener und dennoch eindrucksvoller als jede andere Dame hier. Sie hatte sich knallig roten Lippenstift, passend zum Kleid aufgetragen. Ihr Lidschatten hatte eine leicht dunklere Rottönung und ihre Wangen waren mit einem Hauch von Rouge betont. Ihre restlichen Accessoirs bestanden aus Rubinohrringen und einer Rubinghalskette sowie rubinroten Handschuhen und einer Rosenblütte, welche ihre Haare zusammenhielt.

 

Das Alexander offiziell als Sklave von Elsa da war durfte er den Ball nicht betreten und musste bei der Kutsche warten. Elsa selber jedoch stellte definitiv den Mittelpunkt des Balls dar. Inmitten dieses Balls aus Rosa, Hellgelb, Himmelblau und Orange tanzte Elsa in ihren rubinroten Kleid, mit ihren goldenen Haaren und ihren reinweißen Flügeln.

 

Jeder Mann wollte hier mit ihr tanzen, was auch kein Wunder war. Schließlich war sie offiziell nicht verheiratet, Thronerbin und verführte die halbe Gästeliste ohne sie auch nur zu bemerken. Langsam setzte sich das Sonnenlicht über Ätheria und schien schwächer durch die Glaskuppel in das Observatorium hinein. Ein Orchester spielte ein Hapischordkonzert von Bach. Edle Bedienstete reichten Getränke und kleine Häppchen auf Goldtabletten an die Gäste. In all diesem Geschehen hatte Elsa jedoch nur ein Ziel: Einen ätherischen Herren finden, welcher mit den Finanzen des Staates zutun hatte.

 

Nach zwei Stunden des Tanzes musste Elsa ihren Veehren absagen und zog sich an ein Buffet am Rande des Saals zurück. Ein Gentlemen verbeugte sich vor ihr, als sie sich ein Glas Brandy nehmen wollte.

 

Eure Majestät.

 

Elsa ging ebenfalls als Zeichen des Respekts mit einem Knickser vor ihrem Verehrer hinunter.

 

Und ihr seid...?

 

Bitte verzeiht. Ich bin der 6. Erzherzog von Leoch. Aber ihr dürft mich einfach James nennen.

 

Leoch? Ich befürchte noch nie davon gehört zu haben.

 

Eine ehemalige Provinz des alten Spielburgs. Sie war für ihren Whiskey und ihre Pralienen berühmt.

 

Das hört sich reizend an. Ich selber habe leide erst seit Kurzem das Vergnügen mich in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Meine Schwester Madeleine hatte vorher die Gesellschaft zu mir eingeladen, anstatt dass ich von der Gesellschaft eingeladen werde. Sagt, jetzt da ihr nur noch ein Titelträger seid: Womit verdient ihr euren Lebensunterhalt?

 

Eure Majestät ist sehr direkt. Anscheinend unterscheiden nicht nur die Farben Sie vom Rest des Adels von Ätheria. Ich verfüge durch die Generationen und den Titel selber über genug finanzielle Mittel um meine Residenz auf einer Insel in höheren Ebenen zu finanzieren. Aus langeweille jedoch lernte ich Politik und Wirtschaft in meinen Blütejahren. Ich hatte es im Militär und in einer anderen Gesellschaftswissenschaft veruscht, jedoch ist mein Körper und mein Geist ganz den Zahlen der Banken verfallen.

 

Jetzt wo er es anmerkte musterte Elsa den Erzherzog erst richtig. Er war einen halben Kopf kleiner als sie, trug eine lange graue Perücke und grau-bläuliche Gewänder. Er hatte weder ein maskulines Auftreten noch einen femininen Charm. Kein Wunder für Elsa das grade ER in der Finanzwelt von Ätheria Fuß setzten konnte.

 

Und was genau ist eure Position in der Wirtschaft von Ätheria?

 

Nun ihr wisst es anscheinend noch nicht, allzu verständlich, bedenkt man eure kurzfristige Ankunft hier. Ich bin Vorsitzender der Bank von Ätheria. Zu euren Diensten.

 

Ein weiteres Mal verbeugte er sich vor Elsa. Und sie selbst wusste sofort was dies bedeutete. Er hatte offensichtlich gefallen an ihr gefunden. Nun dafür war ihr erscheinen hier auch geplant. Alle ledigen adlichen Herren hatten an diesem Abend um Elsa versammelt wie Fliegen um einen Kadaver. Jetzt hing es ganz von ihrem Charm, ihrer Überredungskunst und der Dummheit ihres momentanen Anwerters ab...

 

 

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Den ganzen Abend unterhielt Elsa sich mit ihren Verehrer. Er erzählte ihr Geschichten von sein Berufsleben, seine Begeisterung für Zahlen und seiner Bewunderung zum Königshaus. Elsa hingegen war nach fünf Minuten gelangweillt, nickte ab und an, lächelte dabei betörend und stellte ab und an zu den letzten drei Sätzen eine Frage.

 

Seine Geschichten über die Banken und Handelspreise schienen endlos, bis es einen lauten Knall gab. Es war inzwischen Mitternacht und über der Glaskuppel explodierte ein spektakuläres Feuerwerk. Alle starrten durch die Scheiben in den erleuchteten Himmel, während Elsa die Chance nutzte um dem Abend geheimnisvoll zu entfliegen.

 

Die nächsten Wochen schrieb sie unzählige Briefe mit dem Bankvorsitzenden. Gleichzeitig kommunizierte sie im geheimen mit der Republik, über die Lage und den besten Zeitpunkt zum Einmarschieren. Alexander wurde von Elsa offiziell als ihre persönliche Leibgarde ernannt und hatte so zutritt zu allen Bereichen des Schlosses, ohne sich Blicke oder gar unerwünschte Zusammenstöße einfangen zu müssen. Das Alex bei Elsa mit im Bett schlief hatte Elsas Kammerzofe bisher auch nicht verraten. Schließlich wöllte niemand ein neues Hausmädchen einstellen, welches über ihren Chef lästert.

 

Nach fünf Wochen des Briefverkehrs ergaben sich jedoch zwei Überraschungen. Zuerst kehrte Madeleine von eine angeblichen diplomatischen Reise wieder und begrüßte Elsa direkt am Abend ihrer Ankunft. Ihre Haut war blasser und ihre Haare dunkler als jemals zuvor. Zu Elsas Verwunderung hinterfragte Madeleine nicht wär Elsas neue Leibwache war. Elsa konnte es jedoch diesen Abend in Madeleines Blick sehen: Sie wusste wer dieser starke Mann in royaler Rüstung war. Und sie würde ihre Schachfiguren in kurzer Zeit in Stellung setzten.

 

Die zweite Überraschung war, dass der Bankvorsitzende einer Diskussion über die wirtschaftliche Lage Ätherias eingewilligt hatte. So traff sich Elsa noch am selben Abend mit ihm im Schloss Ätheria zum Schachspiel.

 

Ach ja. Eure Majestät beherscht dieses Spiel wahrlich.

 

Jedoch seid ihr nicht nur aus Vergnügen hier. Ich habe eine finanzielle Sorge um Ätheria. Meine Schwester Madeleine wird vermutlich bald von euch verlangen, dass ihr dem Staat einen gewaltigen Kredit gewärt. Er soll dazu dienen eine neue Armee zu finanzieren und mit uns gegenüber neutralen Fraktionen in den Krieg zu ziehen, wenn nicht gar sie zu unterwerfen.

 

Und euer Problem ist dabei?

 

Es würde die Wirkung von uns als Engel in der Galaxis zerstören. Wir als heilliges Volk sollten wie ein Vorbild fungieren und nicht uns unterlegene Völker dominieren. Außerdem gibt es uns ebenbürtige Staaten in der Galaxis. Stellt euch vor wenn die Republik uns den Krieg erklärt. Wir haben nicht die Ressourcen, was kräftige Männer angeht um eine Armee zum Einnehmen und zum Verteidigen auszubilden. Es würde Ätheria in den Ruin treiben und am Ende wären wir die Verlierer. Dazu kommt, dass wir nur Ätheria als Festung besitzten. Wir haben kein weiteres Territorium, noch einen Verbündeten. Und ich versichere euch: Ein bisschen Magie und mittelalterliche Waffen sind keine Antwort auf Laser und Plasma.

 

Aber Ihr seid eurer Schwester doch im Rang höher gestellt. Warum verbietet Ihr es ihr nicht einfach?

 

Sie wird auf euch zurück kommen. Egal ob ich es verbiete oder nicht. Und wenn es soweit kommen sollte müsst Ihr den Kredit verneinen. Unsere jetzige Armee reicht zum Schutz unserer Inseln. Es gibt keinen Grund zur territorialen Ausweitung. Hab ich euer Wort?

 

Ja habt Ihr. Doch nun genug über Politik geredet. Verratet mir, wo Ihr so Schachspielen gelernt habt...

 

 

 

Zwei weitere Wochen vergingen und Madeleine bat die Bank tatsächlich um einen Kredit, welcher direkt verneint wurde. Jedoch ließ sie sich diesen Rückfall in ihrem Plan nicht anmerken. Sie betrat lediglich am Abend den Musiksaal des Schlosses, in welchem Elsa Cembalo übte und warf eine Vase von einem Kamin. Danach stampfte sie wütend in Richtung ihres Zimmers.

 

Elsa wusste sofort, was dies bedeutete. Sofort ging sie los und schrieb der Republik eine Nachricht. "Jetzt ist die Zeit zum Zuschlagen"

 

 

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Drei Stunden vergingen bis die riesige Flotte der Republik unter dem Kommadon Den Ryu vor der Inseln Ätherias aus dem Hyperraum kam. Elsas Schwester Madeleine war jedoch nicht dumm. Ihre Armee aus Engeln würde nach ihrer Ansicht die Eindringlinge zerschmettern. In einem gewaltigen Schwarm flogen lauter Engel in schwarzer Metallrüstung von den Inseln auf die daruntergelegene Welt, wo die Streitmächte der Republik ihre ersten Versorgungsstationen und Kasernen errichten konnte. Elsa und Alex standen in Elsas Raum, wo sich beide ausrüsteten. Für Alexander hatte Elsa eine spezielle verzauberte Rüstung anfertigen lassen. Sie schimmerte silbern und trug auf dem Wappenrock Elsas heilliges Schwert. Elsa selber brannte sich wortwörtlich die Kleider vom Leib, hüllte sich in ihren goldenen Schild ein und erstrahlte kurz darauf in ihrer goldenen Rüstung, mit ihrem heilligen Schwert in der Hand. Beide rannten die Treppen hinuntern, durch das große Tor aus dem Schlosshof, an eine Kante der Insel.

 

Halt dich gut an mir fest.

 

Alexander umklammerte Elsa fest. Sie streckte ihre Flügel aus und stürzte sich den Hang hinunter. Im Sturzflug durch die Wolkendecke wurde es immer dunkler. Donner kam auf, am Horizont hinter den Streitmächten Ätherias kam erstes Wetterleuchten auf und es begann stark zu regnen.

 

Nach wenigen Minuten konnten Alex und Elsa schließlich die untere Welt erblicken. Sie war grau und steinig, ganz anders als in der Erinnerung von Elsa. Vereinzelt standen tote Bäume in der Landschaft. Es wirkte düster und leblos. Das einzige Licht kam von den Fackeln auf der einen Seite und den Hightech-Lichtern auf der Anderen. Majestätisch glitt Elsa über die ätherische Armee in Richtung der republikanischen Streitmächte. Dort waren inzwischen die ersten großen Kreuzer gelandet. Aus einem stieg grade General Rustleton aus. Elsa landete kurz vor dem riesigen Schiff und nahm ihren Helm ab.

 

Es tut gut Sie wieder zu sehen James.

 

Es freut mich auch Sie wieder zu sehen Elsa. Auch wenn die Umstände sich mit jedem Mal verschlechtern.

 

Die Armee Ätherias weiß wahrscheinlich noch nicht, auf wessen Seite ihre Königin steht. Das verschafft uns einen weiteren Vorteil. Allerdings bricht so eben die Nacht über das Land hinein. Und bei dem Wetter über uns wird es vielleicht zu dunkel um den Gegner in schwarzer Rüstung zu erkennen.

 

Was schlagt Ihr vor?

 

Wir warten, bis uns der Himmel etwas mehr erleuchtet.

 

Der General nickte und ging dann weiter in ein Kriegszelt. Alexander folgte ihm um sich mit der Lage besser vertraut zu machen. In der Zwischenzeit sah sich Elsa unter den Soldaten um. Größtenteils Männer, wenn auch unabhängig der Spezies. Elsa flog mit ihren Flügeln drei meter die Höhe um über die Köpfe der Armee zu schauen und erblickte alleinstehend in der Menge ein Gesicht was ihr doch besser vertraut war als der Rest.

 

Minka bist du das?

 

Elsa! Ich bin froh dich zu sehen. Hab nach einiger Zeit mal wieder nach dir schaun wollen und nur das von der Republik besetzte Spielburg entdeckt. Die Leute fasselten dort was von "du wärst wieder nach Ätheria zurück gekehrt, nachdem du für Monate verschwunden warst".

 

Ich bin froh dich hier zu sehen. Mit deinem Speer fühl ich mich dem Sieg über Madeleine schon einen Schritt näher. Und das mit meinem Verschwinden erzähl ich dir lieber ein ander Mal.

 

Ich hab noch Verstärkung mitgebracht. Das hier ist Lilietta, eine gute Freundin von mir.

 

Lilietta nickte kurz mit einem Lächeln zu Elsa.

 

Nun deine Freunde sind auch meine Freunde. Jeder fähige Krieger ist mir bei diesem Feldzug willkommen. Wollt ihr jedoch wirklich nur so schwach gerüstet und mit einem Speer in die Schlacht ziehen? Unser Gegner ist nicht ganz ohne.

 

Passt schon. Wir haben noch mehr auf Lager als ein paar Speere...

 

Elsa wusste nicht genau, was Lilietta damit meinte aber sie vertraute einfach darauf, dass die Beiden es wüssten.

 

Plötzlich gab es einen Schuss. Ein paar Spione von Ätheria hatten versucht sich in das Lager der Republik einzuschleichen. Sie wurden offenbar direkt erwischt. Elsa erhob sich wieder in die Luft um einen Überblick über die Situation zu bekommen. Die Republik hatte an ihrem Lager frontal inwzischen erste Barrikaden errichtet mit Selbstschussanlagen. Kein Freind würde es dort vorbeischaffen. Gleichzeitig nahm der Donner immer mehr und mehr zu, erste Blitze erleuchteten nun den Himmel und wenn man Richtung Ätheria schaute konnte man erste Schatten sich in der Dunkelheit bewegen sehen.

 

Im selben Moment gab es einen Ruf durch das Lager. EIne Nachricht war für Elsa angekommen, in einer versiegelten Schriftrolle mit dem Wappen Ätherias vorne drauf.

 

"Meine liebe, böse Schwester

 

Wenn du glaubt du kommst mit diesem Verrat ohne Schmerz davon, dann irrst du dich. Jedoch will ich nicht sinnos Blut vergießen. Daher schlage ich dir ein Duell vor. Wir treffen uns um 4 in der Mitte vom Schlachtfeld, wo wir Schwester gegen Schwester für unsere Armee vertretend kämpfen werden. Es ist für dich ein sehr viel ehrenvollerer Tod, als noch tausende zukünfitge Sklaven von mir mit hinein zu ziehen. Wenn du erscheinst wirst nur du sterben. Wenn nicht sterbt ihr alle. Als deine Versicherung darfst du dir einen kleinen Teil deiner Armee mitnehmen. Außerdem sollte es Zeugen von deinem Untergang geben. Es wär eine Sünde, dies nicht in Geschichtsbüchern festzuhalten...

 

Also um 4 in der Mitte.

 

Mit tödlichen Grüßen

 

Madeleine von Ätheria."

 

 

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Es war ein frischer Herbsttag. Lady Elizabeth war grade aufgestanden, als ihre Kammerzofe ihr das Frühstück an ihr Bett brachte. Tee, Toast, Orangenmarmelade und eine Hand voll Biscuits. Ein Feuer prasselte verspielt im Kamin. Im Nebenzimmer stand grade ihr Zwillingsbruder Sir James auf. Im Gegensatz zu seiner Schwester gab es für ihn kein Frühstück am Bett. Er zog sich mit der Hilfe seines Kammerdieners an. Ein reinweißes Hemd, ein schwarzes Sakko mit Weste, eine Taschenuhr und die feinen Lederschuhe. Das Frühstücksbuffet war bereits hergerichtet. Eine Tasse Kaffee, Rührei, Speck, das übliche Frühstück. Grade als er sich hinsetzen wollte kam der Buttler herein und brachte James die frisch gebügelte Zeitung.

 

Schlagzeile

 

Der Duke of Newlondon ist vor zwei Tagen in Beisein seiner Familie an einem Fieber verstorben. Die Duchess of Newlondon verbleibt mir ihren beiden Kindern...

 

Die Tür ging auf. Lady Elizabeth betrat das Zimmer und schaute traurig zu ihrem Bruder. Das ganze Haus stand immernoch unter Schock.

 

Gleichzeitig stand die Mutter der Beiden inzwischen auch auf. Aufgrund des Verlustes musste das ganze Haus schwarz tragen. Die frische Witwe hatte jedoch nur ein schlichtes schwarzes Kleid. Und die Farbe war nun wirklich nicht ihre Lieblingsfarbe. Wenn es nach ihr ginge würde sie mit ihren Kindern normal weiterleben. Schließlich waren die James und Elizabeth inzwischen 20 Jahre alt, und es war in Wahrheit nur ihr Stiefvater gewesen.

 

So ging die Duchess, mit formeller Trauer ins den Speisesaal.

 

Guten Morgen James, guten Morgen Elizabeth.

 

Meine liebe Mutter! Du hättest heute wirklich nicht aufstehen müssen. Wir wissen, dass die Trauer noch tief in dir sitzt.

 

Nein James, ich muss euch beiden etwas erzählen. Es war mein Geheimnis und nun solltet ihr es erfahren.

 

Du musst uns nichts erzählen, nicht heute zu Vaters Beerdigung.

 

Nun gut. Dann sprechen wir heute Abend beim Dinner.

 

 

 

Die Beerdigung des Dukes wurde privat gehalten. Die Duchess wollte die Öffentlichkeit dieses eine Mal nicht dabei haben. Es war ihr Ehemann uns der offizielle Vater ihrer Kinder, welcher hier im Beisein seiner verbliebenen Familie beigesetzt werden sollte. Sonst hatte der Duke niemanden mehr. Nur seine Frau und seine beiden Kinder. Das Anwesen hatte er von seiner Mutter geerbt. So wie auch sein Vermögen, für welches die Duchess ihn in Wahrheit geheiratet hatte. Er war kein schöner Mann, jedenfalls nicht im Vergleich zum wahren Vater der Zwillinge.

 

Dieser war aus einem weit ehrenvolleren Grund gestorben, in einer ultimativen Schlacht zwischen Gut und Böse.

 

Am Abend nach dem Dinner setzten sich Sir James, Lady Elizabeth und ihre Mutter schließlich zusammen in die Bibliothek. Sie schickten alle Diener hinaus und baten darum nicht gestört zu werden.

 

Der Grund warum ich mit euch reden muss... es geht um euren Vater, euren wahren Vater.

 

Ihr seid jetzt beide 20 und solltet auch bemerkt haben, dass ihr keinerlei Ähnlichkeit mit Papa gehabt hattet. Das liegt daran, dass er nicht euer Vater war, weder biologisch noch im Herzen.

 

Mutter bitte, du solltest wirklich nicht so über Vater reden.

 

Was ich euch jetzt erzähle werde ich euch einmal erzählen, ihr werdet warten bis ich fertig bin und euch alle Fragen zum Schluss aufheben. Verstanden?

 

Die beiden nickten.

 

Damit ihr diese Geschichte versteht muss ich sehr weit vorne beginnen. In einer Zeit wo nichteinmal euer Vater existierte...

 

 

 

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