DragonsForce

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    DragonsForce reacted to Sonnenstreif in Die Legende der Ciaferous   
    Kapitel 10: Ein kleiner Irrtum
     
    Beide standen nun auf dem mysteriösen Berg und schauten sich um. Ein leichter eiskalter Wind herrschte hier oben, aber durch die Kleidung, die Minka von Tatzaru bekommen hatte, machte ihr das kaum etwas aus. So weit das Auge sehen konnte war hier nur dunkelblaues, fast schwarzes Gestein. Es erstreckte sich über mehrere hunderte Meter wie eine dunkle Wüste.
    Keine Vegetation, keine Felsformatierungen, nichts.
    "Uh... ob das ein riesiger Meteorit ist?!", fragte Tatzaru plötzlich. Sie hatte sich hingehockt um das Gestein genauer zu untersuchen.
    Minka verschränkte nachdenklich die Arme. "Bei dieser Größe würde es mich dann aber wundern, dass der Planet noch existiert. Außerdem wäre die Form viel zu... perfekt. Meteore sind eigentlich immer unförmig und nicht so glatt."
    "Stimmt auffallend..."
    Minka sah sich wieder um. In dieser Gegend schien es wirklich nichts Besonders zu geben. Wahrscheinlich müssten sie einen Weg ins Innere dieses Giganten finden. Aber Moment, was war das? Minka hätte schwören können gerade etwas Großes in der Luft aufflimmern gesehen zu haben, als sie aber erneut hinschaute, war dort nichts.
    "Heee, Minka!", rief Tatzaru von weit weg.
    Minka ignorierte ihre Geistersichtung und ging zu Tatzaru, bei der der Berg sehr weit nach unten abfiel.
    Unten am Fuß des Berges begann die weite Schneelandschaft, die merkwürdig flach aussah und ebenso ohne jegliche Vegetation war.
    "Schau mal!", sagte Tatzaru und zeigte in die Ferne.
    Schon fast am Horizont erst konnte Minka die einzelnen kargen Bäume und Hügellandschaft ausmachen.
    "Das sieht aus als hätte hier etwas die ganze Gegend um den Berg plattgewalzt...", grübelte sie.
    "Jep und das reicht tatsächlich biiiiis an diesen Berg heran", sagte Tatzaru, wobei sie sich etwas zu weit über den Abhang beugte, um es zu verdeutlichen. Sie verlor das Gleichgewicht, ruderte kurz panisch mit den Armen und griff mit einem kurzen Aufschrei instinktiv nach Halt, was in dem Falle Minka war. Diese versuchte sich und ihre Begleitung zu halten, schaffte es aber nur für einen Moment, dann fielen beide und rutschten regelrecht den kompletten Berg hinunter, bis sie schlussendlich unten im tiefen Schnee versanken.
    Minka befreite sich zuerst aus den Schneemassen.
    "TATZU!!", rief sie erzürnt.
    Tatzaru brach mit Kopf und Armen aus der Schneedecke.
    "Das... war doch ganz witzig! Außer dass... unsere Kleidung jetzt wohl etwas ramponiert ist...", schmunzelte sie peinlich berührt.
    Minka murrte und versuchte sich weiter aus dem Schnee zu befreien, da pikste sie etwas am Bein. Sie tastete vorsichtig danach und griff etwas wie einen Stock. Verwirrt zog sie ihn aus dem Schnee und war erstaunt: Es war kein Stock, sondern ein Bogen in lila und gold mit silbern leuchtender Sehne.
    Ein Bogen? Hier einfach unter dem Schnee? Was könnte...
    Ihr Gedanke wurde von einem lauten Schrei von Tatzaru unterbrochen.
    "Was ist?!", fragte Minka erschrocken, obwohl sie nichts Gefährliches in der Nähe sah.
    Tatzaru zeigte nur verstört auf einen halb im Schnee begrabenen Schädel vor sich, der aussah wie von einem Menschen.
    Ein plötzliches starkes Erdbeben setzte ein und mit einem Mal wurde alles pechschwarz.
    "Oh Gott, ich bin blind! Ich bin blind!!!", rief Tatzaru.
    "Jetzt beruhige dich mal! Ich kann auch nichts mehr sehen..."
    Das Erdbeben hörte genauso schnell auf wie es begonnen hatte und die Dunkelheit verzog sich ebenso.
    "Siehst du? Alles bestens", meinte Minka. "Wir sind immer noch im Schnee, der Berg ist da und... ähm..."
    Als sie zu Tatzaru schaute, stand diese wie erstarrt und zitternd da, Arme und Hände ängstlich an den Oberkörper gepresst und starrte an Minka vorbei den Berg entlang. Mit dem gleichen mulmigen Gefühl, das Minka schon auf dem Hinweg zum Planeten hatte, drehte sie den Kopf in die Richtung und bekam einen Riesenschreck. Ein gigantisches rotes Auge schaute vom dunkelblauen Berg, der wohl doch kein Berg war, mit schwarzer Schlitzpupille den beiden entgegen und Minka sah vor ihrem geistige Auge kurz eine Rückblende von Ruin.
    "Können wir bitte SOFORT gehen?", fragte Tatzaru mit gesenkter Stimme.
    Wie auf Signal fing das Beben wieder an und der Kopf des Giganten erhob sich langsam in die Höhe. Er schien erwacht zu sein.
    "Sofort sofort sofort sofooort!!!"
    Das wurde auch Minka zu gefährlich und sie teleportierte sich und Tatzaru aufs Raumschiff.
    "Uff... was war das?!", rief Tatzaru immer noch entsetzt und flitzte zum Fenster.
    Minka stellte den Bogen vorerst an die Wand. "Wenn ich das wüsste... aber es hat mich an ein anderes schreckliches Monster erinnert", sagte sie mit einem Bild von Ruin im Gedächtnis. "Und das Ding würde den Menschenschädel erklären. Ich wette, das war nicht der einzige dort unten."
    Sie grübelte. Seit Ruin besiegt war, hatte sie von keiner ähnlichen neuen Gefahr gehört. Wäre dieser Gigant wohl eine neue Bedrohung für das ganze Universum?
    "Minka... Minka! Es kommt!! ES KOMMT!!!"
    Tatzarus Rufe rissen Minka aus den Gedanken und sie rannte zum Fenster nur um zu sehen, dass sich der Gigant erhoben hatte und langsam Richtung Raumschiff drehte. Sofort sprintete sie ans Steuer und nahm eine Route durch den Hyperraum zu einem anderen Sternensystem. Dieser Riese könnte mit einem Schlag ihr Raumschiff zermalmen und das wollte sie keinesfalls riskieren.
    Tatzaru ließ sich zu Boden sinken und atmete tief aus, als sie in den Hyperraum eintraten.
    "Vergiss Schnee... ich mag Grün viel lieber..."
    "Ich denke, wir sollten erstmal schlafen und Energie tanken. Was auch immer das war, wird uns so schnell nicht folgen können", meinte Minka mit prüfendem Rundblick nach draußen.
    "Klingt nach einer guten Idee", seufzte Tatzaru und kämpfte sich hoch um sich zu den Schiffsbetten zu begeben.
    Das Schiff verließ den Hyperraum, Minka stellte auf Autopilot und folgte Tatzaru.
    Doch das mulmige Gefühl wollte nicht vergehen.
    Ob sie überhaupt Schlaf finden würde?
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    DragonsForce reacted to JimmyRustleton in Im Westen Nichts Neues [Filler Episode]   
    Während ich noch an einer Fortsetzung arbeite bzw. solange mir keine Fortsetzung einfällt dachte ich es ist vielleicht eine gute Idee ein paar Fillers zu schreiben, in denen Chars, Orte usw. etwas durchleuchtet werden um allem ein bisschen mehr Kontext und Inhalt zu geben. Minka war wieder mal ein Schatz und hat alles fleissig lektoriert. An dieser Stelle wieder ein großes Lob! <3



    Spin Off I: Der alte Man und das All
     
     
     
    Der alte Mann starrt aus dem großen Panoramafenster. Vor ihm die Untiefen des unendlichen Weltraums, mit seinen Sternenbildern die schon damals reisenden Seefahrern beim Navigieren in unbekannten Gewässern halfen den rechten Weg zu finden. Mit seinen rauen Fingern streift er sich gedankenverloren den weißen Bart glatt. Nicht einen wie ihn weise Männer tragen. Eher wie ein in die Jahre gekommener Krieger. Nein, eher wie der Bart eines alten Kapitäns. Denn das ist er ja auch. Nun, gewissermaßen. Oberst Leutnant Edvard Mosken ist ein alter Offizier und hat das Kommando über das Dritte Armee Korp oder vielmehr über das was von der einst so starken Armee seiner Heimat übrig geblieben ist.
    Edvard ist ein alter, erfahrener Offizier der sich, im Gegensatz zu so manch anderen Schreibtischhelden, seine Orden redlich verdient hat. Ein harter Hund, würde so mancher sagen. Trotz seines fortgeschrittenen Alters ist seine Statur immer noch beeindruckend, gehärtet durch etliche Einsätze und blutigen Feldzügen in denen er Mut und Kampfgeist -und bewies. Aber vor allem zeichnete er sich durch seine Kaltblütigkeit aus. Edvard war kein Soldat der Gefangene machte. Er war ein Krieger und mit dem Feind kennt ein wahrer Krieger keine Gnade. Er war ein eiskalter Killer, skrupellos und durchtrieben aber er war auch ein berechnender Stratege. Das fiel auf und so arbeitete er sich die Karriereleiter hinauf, erntete sowohl Beifall als auch Misfallen bei seinen Vorgesetzen.
    Edvard Mosken, mehrfach dekorierter Kriegsheld war das Ebenbild eines perfekten Soldaten. Aber die Fassade bekam bald Risse. Denn vielmehr als seine eiskalte Art war seine Gier ein Laster was Kratzer auf der Medaille hinterließ.
    Bei Feldzügen kam es wiederholterweise zu Plünderung und Brandschatzungen, willkürlicher Gewalt und Schlimmerem. Er befehligte sein Armeekorp wie ein Freibeuter und ließ seine Soldaten wie die Soldateska wüten und plündern und bald war das respektierte Dritte Armeekorp zu einem gefürchtetem Haufen gewandelt. Das einzige was die Tätigkeiten des Generals von der Piraterie unterschied war die Uniform und der Freibrief alles in seiner Macht stehende zu tun um die Interessen seiner Heimatwelt zu schützen und zu wahren. Es war ein skrupeloser Feldzug unter dem Deckmantel der heiligen Pflicht seinem Land zu dienen. Er hob die Mundwinkel zu einem schiefen Grinsen. Edvard Mosken war niemand den man sich zum Feind machen will.
    Und so blickte er weiter stur ins endlose Weltall wie einst Kapitän Ahab auf die Weiten der Meere, argwöhnisch nach seinem weißen Wal Ausschau haltend. Nur gab es in seiner Geschichte keinen Mobby Dick den es zu jagen galt. Sicher, man hatte ihm eine neue Aufgabe zugeteilt. Nach der Zerstörung seiner Heimat war das dritte Armeekorp tatsächlich zu sowas wie einer Piratenbande geworden. Eine durchaus mächtige, wohlgemerkt. Aber ohne Heimat in die man zurückkehren kann, keinem Land dem man dienen kann waren er und die knapp 620 000 Soldaten und Soldatinnen ohne Aufgaben und vor allem ohne Versorgung. Durch die etlichen Raubzüge war die kleine Streitmacht durchaus gut versorgt. Aber es würde nicht lange dauern und sie müssten bald auf Kapperfahrt.
    Das Blatt wendete sich jedoch -als durch einen seiner Majore, einen merkwürdigen Sonderling namens James Rustleton, der Kontakt zur neuen Republik hergestellt hatte. Die Republik war ein großer Zusammenbund aus teils föderierten, teils autonomen Welten der durch einen Senat regiert wurde. Politik waren nie Edvard's Stärken aber da die noch recht junge Republik einen starken Arm benötigte kam man recht schnell ins Gespräch. Das dritte Armee Korp hatte nun endlich wieder eine Aufgabe die einer Streitkraft würdig war und wurde damit zur republikanischen Garde. Das hieß selbst redend vorerst keine Kapperfahrten, aber konnte man einem opportunistischen alten Soldaten wie Edvard die unternehmerische Ader so ausschlagen?
    Aber der General hatte andere Sorgen. Ein Planet am Rande des republikanischen Sektor beanspruchte Welten die sich im Hoheitsgebiet der Republik befanden und attackierte und bedrohte regelmäßig Handelsschiffe und Transporter. Kurzerhand entschied sich Edvard dies auf seine Art zu regeln und entsandte, natürlich mit Befugnissen des Senats, die Garde in den weit entfernten Sektor. Doch die Kampagne entpuppte sich als Debakel. Mehrere Jahre nun lieferte er sich heftige Gefechte auf dieser kargen Felswüste von einem Planeten und hatte sich in einem trägen und mühseligen Stellungskrieg verbissen. Rückzug war keine Option. Die Garde stirbt, aber sie ergibt sich nicht! Jedoch schien jedes Vorankommen letztendlich an der besonders harten Witterung zu scheitern. Wie konnte man diese trostlose Welt eine Heimat nennen? Er selbst hatte natürlich nie die Heimat der Menschen besuchen können, die lange vor seiner Geburt zerstört wurde aber verbissen und hartnäckig wie die Einwohner es taten würde er niemals um diesen leblosen Felsbrocken kämpfen. Was der Planet aber durchaus zu bieten hatte waren Bodenschätze und davon gab es reichlich. Das war der Teil der für den alten Piraten besonders interessant war.
    Es war immer schon schwer die Beweggründe des Generals zu verstehen, er selbst gab sich recht verschlossen aber stille Wasser sind tief.
    Ein sanftes, melodisches Läuten kündigte einen Besucher an. Edvard gelang es sich aus seiner Starre zu lösen und sprach, jedoch ohne den Blick von der Aussicht abzuwenden mit rauer, tiefer Stimme.
     
    "Was gibt es?"
     
    "General Mosken, es...Es tut mir leid Sie zu stören aber..." sagte eine unsichere Stimme aus den in der Decke versenkten Lautsprechern blechern.
     
    "Jetzt sprechen Sie schon." Er sprach ruhig, aber die Stimme war befehlend und der dunkle heisere Timbre könnt so manch schüchternen Kadetten das Blut in den Adern gefrieren lassen. Und wenn es eine Sache gab die Mosken hasste dann waren es eingeschüchterte, junge Kadeten.
     
    "Wir... Wir haben ein Problem."
     
    Edvard seufzte resigniert und wandte sich an einen still in der Ecke stehenden Mann. Da er im Schatten stand erkannte man sein Gesicht nicht gut aber er trug die Uniform eines Offiziers.
     
    "Sagen Sie das Dinner für heute Abend ab. Und geben sie den Offizieren Bescheid dass ich in zwei Minuten auf der Brücke bin."
     
     
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    DragonsForce reacted to JimmyRustleton in Im Westen Nichts Neues   
    Vorwort: Nach über einem Jahr Abwesenheit und Funkstille kommt endlich die Fortsetzung zur Lore des 77sten Infanteriebataillon. Ich hoffe ihr habt, trotz einiger Form- und Rechtschreibfehler, Spaß beim Lesen (korrigierte Version kommt hoffentlich bald!
     
     
    Teil I: Grabenratten
     
     

    Kapitel 2: Feuertaufe
     
    Zuerst konnte er nur ein Pfeifen wahrnehmen. Nicht etwa ein Pfeifen wie von einem Teekessel oder einer Trillerpfeife. Es war in etwa wie ein sehr hoher Sinuston: durchgehend, eintönig und auf hoher Frequenz. Seine Sicht war verschwommen und er musste blinzeln um die Schärfe wieder herzustellen. Doch vergebens. Es war dunkel um ihn herum und er bekam Panik beim Gedanken eventuell erblindet zu sein. Sein Puls ging dennoch langsam, alles schien in Zeitlupe zu geschehen. Sein Gehör schien beschädigt zu sein, denn alles drang nur gedämpft in seine Ohren, als wäre er unter Wasser. Er schnappte nach Luft und sog diese gierig ein. Sie brannte in seinem Hals und seinen Nasenhöhlen. Scheinbar war er doch nicht unter Wasser. Aber wo dann? Alle seine Sinne schienen durcheinander geraten zu sein. Er versuchte sich zu rühren, aber seine Gelenke und Glieder, seine Muskeln und Sehnen schienen nicht zu reagieren. Der Befehl war klar aus seinem Hirn in sein Nervensystem gedrungen, schien aber unterwegs verloren gegangen zu sein, als ob seine Gedanken selbst nicht mehr wüssten wohin. Was war geschehen? Verwirrung und Unbehagen machte sich in seinen Gedanken breit. Benommen tastete er die Umgebung ab. Er lag auf harten Boden, auf dem Rücken wie ein Käfer und konnte sich nicht bewegen.
     
    "Verdammt!" Entfuhr es ihm.
     
    Er musste schwer keuchen und husten. Die stickige warme Luft drang brennend in seine Lungen durch seinen Mund und seine Nase und hinterließ einen eisenhaltigen Geschmack auf der Zunge. Er taste sich selbst ab. Langsam fing sein Körper wieder an ihm zu gehorchen und er spührte seine Zehen und Fingerspitzen. Scheinbar war noch alles dran. Er blinzelte erneut um etwas zu erkennen und erkannte irgendetwas wie leuchtende Streifen die sich in langen Parabeln am pech schwarzen Himmel abzeichneten. Offenbar war er auch nicht blind. Er winkelte die Knie an und versuchte sich zur Seite zu wenden um sich irgendwie aufzurappeln, doch ihm war noch zu schwindelig so dass er beim Versuch sich aufzurichten umkippte wie ein Besoffener und liegen blieb. Er ächzte auf und wand sich wieder auf dem Rücken wie zuvor und versuchte seine unregelmässige Atmung zu regulieren. Er schaute zu den Leuchtstreifen am Himmel und verfolgte deren Bahn. Sie erschienen im vorderen Rand seines Blickfeldes und verschwandet, gefolgt von mehreren Erschütterungen die die Erde beben liessen. Irgendwas rieselte aus seinen Ohren. Er entfernte die ledernen Handschuhe und tastete mit der Fingerspitze die Innenseite seines Ohres ab und hielt sich diese anschliessend vor die Augen. Er konnte immer noch nicht viel erkennen denn die Schärfe hatte sich nicht eingestellt aber er konnte erkennen dass seine Fingerkupe feucht war. War das Blut? Anscheinend ist sein Trommelfell geplatzt. Er verzieht sein Gesicht zu einer Grimasse und schaute, keuchend und hustend am Boden liegend, dem Feuerwerk über ihm zu.
    Ihm war schlecht von dem Schwindelgefühl. Alles drehte sich in seinem Kopf und er hatte ernsthafte Schwierigkeiten damit einen klaren Gedanken zu fassen. Er versuchte sich zu erinnern. Wer war er? Wie hieß er, wo war er und warum? Er wendete den Blick nach rechts und betrachtete den Boden. Der Boden war teils mit Bretten und Holzplatten ausgekleidet. Er erkannte Seitenwände die ebenfalls mit Bretten und Holz verkleidet und verstärkt waren. Es war aber kein Dach über ihm und er war im Freien. Er suchte weiter die Umgebung ab und erkannte an einer seiner eine Kiste mit einer Beschriftung. Große weiße Buchstaben erklärten ihm dass es sich um eine Munitionskiste handelte. Ein Siegelprankte auf der Seite, eine Art Lorbeerenkranz. Er runzelte die Stirn und kniff die Augen zusammen. Auf der Kiste lag eine Waffe. Ein langes Gewehr aus Carbon, mit aufgesetztem Zielfernrohr, ganz in schwarz. Er konnte das erkennen da die Leuchtstreifen am Himmel die Umgebung kurzfristig erhellten ehe alles wieder in Dunkelheit getaucht wurde. Er drehte den Kopf in die andere Richtung. Er erkannte einen ebenfalls unbedachten, mit Holzplatten und Brettern verkleideten Korridor der sich in der Finsternis verirrte. An dessen Anfang erkannte er ebenfalls zwei Stiefelsohlen. Ein lebloser Körper lag dahinter, spannungslos und erschlafft. Die Übelkeit überkam ihn und er musste würgen. Und wand sich wieder gen Himmel und dachte konzentriert nach. Langsam fügten sich die Eindrücke wie von selbst zusammen und ergaben ein Muster. Er lag auf dem Boden eines Schützengrabens und die Leuchtstreifen über ihm waren kein frohes Feuerwerk, sondern Artilleriegranaten die von der anderen Seite aus geschossen kamen. Die andere Seite.. Der Feind. Der Krieg! 'Verdammt, die beschiessen uns!' sagte er zu sich selbst, die Panik und Hilflosigkeit schlugen ein und er begann sich nervös zu winden. Er musste hier sofort weg! Die Einschläge kamen immer näher und auch die Erschütterungen wurden heftiger.

    Plötzlich erschien ein Gesicht in seinem Blickfeld. Direkt vor ihm. Es war auf einmal da, wie aus dem Nichts. Es war das Gesicht einer jungen Frau, etwas blass und von Sommersprossen gespickt. Ihre Augen, unter denen schwere, dunkle Tränensecke hingen blickten ihn flehend an. Einzelnde Haarstränen hingen ihr wild im Gesicht und ihr Mund formt Worte, aber sie drangen nicht zu ihm durch. Verwunderung machte sich in seinem Gesicht breit und er blinzelte sie verdutzt an.
     
    "Was zum-.. Wer..?" stammelte er benommen.
     
    Seine Stimme klang rau und heißer. Er brauchte dringend Wasser. Wasser war auf einmal das Wichtigste.
     
    "Major!" schrie die junge Dame ihn fast schon bettelnd an. "Wir.." Ihr Satz wurde von einer starken Erschütterung unterbrochen.
     
    Sie sah sich nervös um bevor sie wieder ansetzen und weiter eindringlich auf ihn einredete.
     
    "Major! Kommen Sie zu sich! Wir müssen sofort hier weg! Unsere Stellungen werden auf allen Fronten gleichzeitig angegriffen. Uns bleibt nicht viel Zeit wir...!" Ein erneuter Anschlag ließ die Erde erneut deutlich stärker zittern.
     
    Das schien ziemlich nahe gewesen zu sein. Doch er schaute sie weiter völlig verwundert an ehe sich die Synapsen in seinem Gehirn in Gang setzen. Alles kehrte auf einmal zurück, seine Sinne und seine Wahrnehmung. Er wußte wieder wo er war und was er hier tat. Er war Major James Rustleton. Soldat im dritten Infanterie Korp der republikanischen Garde und steckte in verdammt großen Schwierigkeiten. Die Erschütterung intensivierten. Er blickte die junge Frau erneut an. Er erholte sich recht schnell von dem Granatschock. Er. Der Soldat. Elwood. Der Schuss. Die Schüsse... Das Blut. 'Fuck' dachte er und zog eine schiefe Grimasse.
     
    "Elwood... Er... Wir können nicht ohne ihn..." sagte er, nach Luft ringend. Immer noch hustend und keuchend.

    "Verdammt, Major! Wir haben keine Zeit für sowas. Wir müssen hier verflucht nochmal verschwinden und zur Basis zurück!" Sagte sie mit drängendem Ton, während sie sich immer unruhiger und nervöser umblickte.
    In ihrer Stimme schwang Angst und Entsetzen mit. Sie hatte den Major mittlerweile an seinen Lederriemen hochgehieft und in eine bequeme Position gebracht.
     
    "Hier geht gerade die Hölle ab. Sowas.." sie wurde wieder von heftigen Einschlägen unterbrochen.
     
    Diesmal waren sie bedrohlich nahe. Erde und Gesteinsbrocken wurden aufgewirbelt und regneten über ihren Köpfen nieder. Die junge Frau hielt sich schützend ihre Hände über den Kopf und kniff die Augen fest zusammen. Wer war sie nur, was machte sie hier? Sie schien noch ein halbes Kind zu sein, kaum alt genug um in einer Bar ein Bier bestellen zu können und trotzdem war sie hier mit ihm. Und sie trug eine Uniform. Er musterte die dunkelblaue Kampfweste die unter dem Kevlar hervorragte. Auf der oberen rechten Seite der Schutzweste war ein Namensschild befestigt. Leutnant S. Jarih. Der Name. Er kannte ihn. Er dachte angestrengt nach ehe es ihm wieder einfiel. Er befehligte das 77ste Infanterie Bataillon und Shura Jarih war Leutnant unter seinem Befehl.
     
    "Shura!" Er fixiert sie mit festen Blick, schaute ihr tief in die Augen.
     
    "W-was?" Erwiderte sie und zuckte dabei leicht zusammen. Sie schien völlig aus dem Konzept gebracht worden zu sein.
     
    "Wir müssen hier sofort weg!"
     
    Perplex starrte sie ihn an und schüttelte den Kopf ehe sie sich neben ihn hockte und seinen rechten Arm packte und um ihre schmale Schulter legte. Das Mädchen schien keine 60kg auf die Wage zu bringen dennoch schaffte sie es, mit einigen Mühen den benommen Major, der ja nun auch nicht mehr der jüngste war, hoch zu stämmen so dass er sich aufrichten konnte. Gestützt von seinem Leutnant wollte er in den Gang humpeln den er schon vorher ausgemacht hatte, wurde aber gestoppt.
    "Den können wir nicht mehr nehmen." warf sie kopfschüttelnd ein und wand sich in die entgegengesetze Richtung in der sich ebenfalls ein Korridor befand. Der Frontabschnitt RR1 und RR2 sind überrannt worden und der Kontakt zum Hauptquartier ist auf sämtlichen Posten zusammengebrochen. Er gillt ein allgemeiner Rückzugbefehl. Alle Soldaten in den vordersten Frontabschnitten sollen sich in die hinteren Linien zurückziehen und mit den Reservetruppen den Gegenangriff vorbereiten." erklärte sie ihm, ohne ihn dabei anzusehen.
    Shura's Blick ging entweder starr gerade aus oder nervös über ihre Schulter nach hinten. Man könnte meinen sie wäre verfolgt und irgendwie war dieses Gefühl ja auch recht. Die Granaten kamen immer näher an sie ran, versuchten sie aus der Luft auszumachen nur um sie knapp zu verfehlen. Und mit jedem Mal schien sich ihre Zielsicherheit zu verbessern. Sie waren nur knapp dreißig Meter gegangen als eine weitere Granate genau an der Stelle einschlug an der sich sich eben befanden. Shurah und der Major schauten sich darauf hin kurz an ehe sie weiter hetzten ehe sie das Ende des Grabens erreichten. An dessen Kopfseite war eine wackelige Metalleiter montiert. Oben auf der Leiter stand ein nervöser Infanterist der sich, wie Shura eben, nervös umschaute, als könnte er es nicht erwarten hier endlich wegzukommen. Er richtete den Lauf des Gewehrs mal hier hin, mal dort hin und als der Leutnant und der Major hickend und schnaufend in seinem unteren Blickfeld erschienen richtete er instinktiv und aufgekratzt wie er war das Gewehr in ihre Richtung.
     
    "He, He! Sullivan, Ich bin's, Ich bin's... Leutnant Jarih!" Sie hob beschwiftigend den freien Arm hoch und winkte ihm zu. "Nicht schiessen Ich.. Ich hab' den Major gefunden!"
     
    "Major, sind Sie das?" Der Blick des Infanteristen Namens Sullivan wirkte skeptisch und unruhig.
     
    Er kniff die Augen zusammen und musterte den Mann vor sich. Dieser hatte eine normale Größe und trug die Uniform eines höheren Offiziers. Die goldenen Schulterklappen und die aufgenähten Rangabzeichen an seiner Schulter wiesen ihn in der Tat als Major der Infanterie aus. Das war auch alles was an ihm den Anschein eines Offiziers machte. Seine Haare waren zerwühlt und sauber an der Schläfen rasiert wie es eigentlich nur die Mannschaften machten. Seine bernsteinfarbenen Augen funkelten wild aus ihren Höhlen. Ein ungepflegter Bart zierte sein -Gesicht- markantes Gesicht. Zur Krönung zog sich eine breite, rosa Narbe von seinem Jochbein bis zum Nasenrücken quer durch seine linke Gesichtshälfte. Rote Äderchen in den Augenrändern zeugten von wenig Schlaf und starken Alkoholkonsum. All das gab ihm durchaus eine verwegene Allüre und ließ ihn so garnicht wie einen Offizier wirken. Im Grunde wirkt er nicht mal wie ein Soldat. Eher wie Söldner oder wie ein Vagabund...
     
    "Scheiße, Major.." kam es krächzend aus Sullivans Hals. "Ich hab'se fast über'n Hauf'n geballert, man!" Er lachte heißer in sich rein und schulterte das Gewehr. "Jetzt aber nichts wie weg hier! Diese Bastarde machen uns verdammt nochmal die Hölle heiß. Scheiße..."
    Er spuckte aus und wischt sich mit den Handrücken den Mund ab. "Ich wußte garnicht dass die Penner sowas können..."

    Der andere Soldat, der bisher regungslos mit verschränkten Armen, an die Wand gelehnt, unter halb der Treppe stand, gab ein bestätigendes Grunzen vor sich. Sein Gesicht konnte man nicht erkennen da er eine schwarze Gasmaske trug. Gekleidet war er mit einem verschmutzten, weißen Unterhemd unter dem sich ein trainierter Körper spannte. Seine Arme waren lang und muskulös und seine dunkle Haut mit etlichen Tätovierungen und Narben verziert. Er trug eine dunkelblaue Kampfhose der Infanterie und seine Kampfjacke hatte er sich mit den Ärmeln um die Hüften gebunden. Er wirkte bedrohlich und durch seine hühnenhafte Statur überragte er die meisten anderen Soldaten.
     
    "Wir sollten verschwinden, Wie Sully gesagt hat" Gab der Riese ruhig von sich. "Hier wird es langsam eng und heiß."
     
    Jimmy antwortete mit einem knappen Nicken und die kleine Gruppe setzte sich in Bewegung. Der Himmel über ihnen war mittlerweile von Suchlichtern und umherschwirrenden Leuchtspurgeschossen hell erleuchtet so dass es ihnen leicht gelang ihren Weg in der vernarbten Landschaft zu finden. Sie hechteten über Stacheldrähte und Trümmerteile, umgingen tiefe Granattrichter in denen sich Treibstoff und giftiges Gas sammelte. Tote und Verletzte lagen gleichermassen verteilt auf dem Schlachtfeld und feindliche Granaten schlugen weiterhin um sie herum ein. Heftige Explosionen rissen tiefe Krater in den felsigen Boden und schleuderten sowohl Erde, Gesteins- und Granatesplitter also auch Körper wirbelnd durch die Gegend. Die Luft war erfüllt von dem Geruch von verbranntem Fleisch, Schießpulver und geschmolzenem Metal gemischt mit brennenden Treibstoff und Giftgas. Eine chaotische Kakophonie aus Detonationen, Schreien und heulenden Mörsergranate erfüllte die Umgebung während der Boden dermaßen zitterte dass manche glaubten die Erde würde sich jeden Moment unter ihren Füßen auftun und sie alle verschlucken. Als sie vollkommen mit Dreck bedeckt und außer Atem den hinteren Teil der Frontlinie erreichten bot sich ein Bild der Verzweiflung: Überall war Material verteilt, Soldaten irrten verloren umher, jede bis jetzt aufrecht erhaltene Ordnung schien zusammenzubrechen. Verwundete schleppten sich humpelten und stolpernd mit letzten Kräften von überall heran, tote lagen wahllos am Boden verteilt. Einige Offiziere versuchten vergebens Befehle zu erteilen jedoch schien sich in der allgemeinen Panik keiner dafür zu interessieren: Jeder war damit beschäftigt seine eigene Haut zu retten und den Arsch aus dem Schussfeld zu schaffen.
     
    "Verfluchte Scheiße" brachte der Major hustend hervor. "Wir müssen schleunigst zum Landeplatz ehe dieser Abschnitt auch verloren geht!"
     
    Sein Blick schweifte über den rotglühenden Horizont von dem die Großoffensive gleich einer Feuerwalze heran rollte. Was war hier bloß los? Klar, in der Zeit in der das 77ste Bataillon hier stationiert war gab es einige harte Gefechte aber dies war mit keiner vorhergehenden Schlacht zu vergleichen. Die Gewalt, die sich plötzlich über und um ihn herum entfesselte versetzte auch hartgesottene Frontschweine wie den Major in eine besorgte Unruhe. Keiner hatte mit einer Offensive dieser Härte gerechnet und die Kampferprobten Soldaten des Dritten Armeekorps liefen wie aufgescheuchte Hühner herum, verzweifelt auf der Suche nach Deckung und einem Ausweg aus dieser Hölle. Jimmy betrachtete eine Weile die Szenerie und ihm wurde klar: Diese Schlacht war definitiv verloren, die Front brach an sämtlichen Abschnitten zusammen, die Armee befand sich auf einem ungeordneten Rückzug ohne Chance darauf sich in den hinteren Teilen neu zu formieren. Dies schien der Anfang vom Ende zu sein. Oder das Ende vom Anfang...
     
    (Fortsetzung folgt)
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    DragonsForce got a reaction from Beatrice in [TRANSLATION] From the archives of Memoriae - Letters by Den Ryu   
    Dan,
     
    please excuse my silence; internal issues on Memoriae took up all my time. Now however I was able to transcribe the remainder of the fragment:
     
    Thus, I took my place at the helm; but before we could take off, Doom hit us. The ship was flung to the side, and suddenly the cockpit was filled with blinking and blaring alarms. There was no time to assess the damage however - we had to take the risk that vital systems might have been affected. Either way, we were doomed if we did not get out of there immediatly.
    I directed all power to engines, and we virtually shot out of the atmosphere, continuing to accelerate until we had reached escape velocity from Concordia.
    Now we finally had time to inspect the damage. Several of the civilians had been injured by the attack, our medical options were severely limited on the crammed ship however. The damage to ship systems was disconcerting: the tank had sprung a leak, which had automatically been sealed, but not before loosing a dangerously large amount of fuel. Additionally, the navigation systems had been severly damaged and were in danger of breaking completly at the next interaction. Lastly, the temperature regulation system was completly busted, meaning the temperature on board was dropping rapidly.
    Fortunatly our scanner remained functional, and we targeted the first planet which seemed to support carbon-based life. The jump (directly to the planet, since we did not want to risk two jumps) was almost too much for the ship; sparks flew and the navigation computer partially shut down. From there on, it was manual control only.
    I'm a good pilot, but a manual smooth descent and landing with a heavily damaged freighter on an unknown planet is beyond my capabilities. We made it through the atmosphere without too much further damage, even if it got quite warm inside. Our landing spot was in mountainous terrain, and we nearly crashed into a cliff. I was able to stop shortly before that, but the ship's spine cracked - it will never fly again.
     
    Well, that's enough for today. I hope Lanea is right and this will help, but right now I'm feeling even worse than before.
     
     
     
    Alright, that is everything from this fragment. Doesn't seem to include a lot of useful information, but I believe we may actually have the key here! If we are able to find the ship, that may help us tremendously. I suspect it won't be too far from the city as it stands today, probably in the hills to the east.
    I will write you once I find new information.
     
    Regards,
    Den Ryu
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    DragonsForce got a reaction from Beatrice in [TRANSLATION] From the archives of Memoriae - Letters by Den Ryu   
    Hello Dan,
     
    I found something! This morning I put on my battlesuit and made my way into the debths of the archive. The infestation is even worse than anticipated... Despite al my safety measures, one of those beasts almost got me. Anyways, I was able to return a few documents to the surface... Here is one of them!
     
    Third day of the second week
     
    There is little to report today. Our hunting efforts continue to be fruitfull and we won't starve anytime soon, even if I'd prefer vegetable foods.
    The wooden floor in the cave is almost complete and shows the expected effect; sleep is a lot more comfortable if your body heat is not drained from below.
     
    Lanea advised me to write down the events of our flight from Concordia - it may help with processing it all, she said.
    I was at the senate when it all began. At first it was no more than a light tremor, but still unusual - the planet was tectonically stable, its crust being solid solid for many kilometers into the ground. The tremors rapidly increased in strength; soon, paintings fell from the walls and cracks started to form.
    A quarter of an hour later, chaos was absolute. Enormous waves flooded the streets closest to the water; buildings began to collaps from the unusual strain. And then, Doom itself came...
    I saw Ser Samuel with a few Onyx Lions near the Office of the Aedile, attemting to keep the Doom from entering the city. Yet even the Black Lion could not be everywhere at once, and soon the sounds of destruction could be heard from other neighbourhoods.
    The city was lost, but perhaps we could still rescue citizens - there were not enough spaceships for everyone, but several hundred civilians might escape; more, if the process could be properly organised. Thus, I started taking control over air traffic.
    Understandably, many owners wanted to take off immediatly - but the emblem of an Onyx Lion, when combined with a loaded weapon, could usually convince them to be sensible. One ship after another rose into the bloodred sky, filled to the brim with the citicens of our shining capital. There were luxury spacegliders with glas cockpits through which tightly packaged humanoids were visible; right next to them freighters, their valuable cargo dumped across the landing strip.
    Not everyone made it to the ships - I don't even want to think about the scenes that must have played out on the other side of the city. But even those who made it to the ships were not safe; as demonstrated by the captain of the last freighter: Standing on the loading ramp of his vessel, he was impaled by an arm-long splinter from a collapsing building. The freighter was filled to the brim, but there was noone left to fly it - noone, except for me.
     
    I swore an oath to defend the Republic to my last breath. I broke that oath.
    My honour demanded that I fight and die alongside my brothers and sisters. I certainly could argue this would have doomed the civilians - that would probably even be correct. But the truth is this: I was afraid. Afraid of death, of the empty void. I was afraid, and I was a coward.
    And I broke my oath.
     
     
     
    That is all I have time for today; these texts are not easy to decipher! But they do seem to confirm that my ancestors did indeed live in the old Republic. Many of the names are not known to me; especially who these "Onyx Lions" are. Maybe you know more?
    I have the rest of this entry as well, but it has even more severe water damage then the rest. It will take some time, but I'll write you once I have more.
    I continue to wish you good fortune in your search!
     
    Den Ryu
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    DragonsForce got a reaction from Beatrice in [TRANSLATION] From the archives of Memoriae - Letters by Den Ryu   
    Author's notes:
    This is a translation of this thread, detailing the history of Memoriae's settlement, the downfall of the Old Republic, and the founding of the New Republic through letters by Den Ryu, gouverneur of Memoriae, to Dan T. Ghiero, who was crucial to the formation of the New Republic.
    The republic colony Memoriae can be visited in-game from the ancient teleporter at spawn.
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    Hey Dan,

    I looked through the documents in my study after you had left. As I said, the archive is unavailable at the moment due to the infestation of gascious beings...
    I did find something that might be of interest to you. It appears to be the beginning of some kind of journal... Of one of the first settlers of Memoriae, if I'm reading this correctly. Unfortunatly the documents are damaged by water... Strange, as I already received them in this condition from the archives. And I'm certain there was no water in there.
    Anyways, read for yourself:
     
    Fourth day of the first week
    (Unfortunatly I have no idea on what that date is based.
    Maybe we'll find something later?)
     
    I decided to document our advancements, even if I don't really see a point to it. The ship certainly won't fly again... The navigation computer is completly busted, we don't have fuel, and the hull has been severely damaged upon landing. All of the fugitives are still alive... Some of them barely. Young David still ahs not woken up, he's just occasionally blabbering incoherently in his fever.
    At least we found this cave... It's large enough for us all, the entrance is easily defendable, and there are no ways deeper into the system from which something could emerge. The position and shape of the cave should also keep rainwater out, so we should stay dry. The weather takes some getting used to... One second it's raining like a cresting wave, the next the sky is bright and clear.
    By now almost everyone has accepted that we need to eat meat if we are to survive. We have begun fabrication of hunting spears, but until we have enough, we'll have to use the weapons that survived our escape. The Katana is surprisingly useful... It is obvious that the local fauna is not used to hunters. Nonetheless, I'm glad I have my armour... Those birds are no vegetarians!
    My watch ends, it is time to find some rest. I will continue the report tomorrow.

    For now I only have this one page, but I will continue searching. If we find more, it might advance our cause significantly!
    Until that time I wish you luck in your pursuit and remain

    Your brother in the search

    Den Ryu
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    DragonsForce reacted to Zwergengraf in GameUnity.TV Modpack   
    GameUnity.TV Modpack
     
    (English version below)
     
    Liebe Spieler,
    wir präsentieren euch heute die größte Neuerung seit Bestehen des Servers: Das GameUnity.TV Modpack! Unser Ziel war es immer, Starbound mit sinnvollen neuen Inhalten zu erweitern und zu verbessern - so wie z.B. durch Features wie den Planetenschutz oder Gilden. Mit einem Modpack ergeben sich viele neue Möglichkeiten für eigenen Content, und nach wie vor ist uns wichtig, das Spiel sinnvoll zu erweitern - für OP-Items und nervige Memes ist hier kein Platz (:
     
    Das Modpack enthält zwar auch "fremde" Mods, unser Ziel ist es jedoch, langfristig hauptsächlich eigenen Content ins Spiel zu integrieren. Möglichkeiten dazu gibt es viele, angefangen bei neuen Items und Objekten über neue Biome und Dungeons bis hin zu komplexeren Features, die das Spiel grundlegend erweitern. Wie gewohnt werden Spieler die Möglichkeit haben, eigene Vorschläge zu äußern oder direkt am Modpack mitzuarbeiten!
     
    Releases für das Modpack werden jeweils ein bestimmtes Thema haben. Die erste Version wird hauptsächlich neuen Content in Form von Dekorationen, Objekten, Möbeln etc. bieten! Außerdem werden unter anderem die Monster überarbeitet und verschiedene neue Werkbanken eingeführt.
     
    In diesem Thread können gerne Wünsche und Ideen geäußert werden - in welchen Bereichen von Starbound seht ihr Potential für neue Inhalte?
     
     
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    Dear players,
    we are excited to announce the biggest new feature: The GameUnity.TV Modpack! We always thrived to improve Starbound with reasonable new content - e.g. planet protection or guilds, and mods will give us many new possibilities. Only adding reasonable new content is very important to us, so don't worry: There won't be OP items or annoying memes (:
     
    While the Modpack will contain third party mods, our long-term focus is on creating our own content. There are many possibilities, for example new items, objects, biomes, dungeons or even more complex features to fundamentally expand the game. As usual, all players can voice their suggestions and ideas or directly work on the mod pack with us!
     
    All releases of our Modpack will have a certain theme. The first version is focused on adding more variety - new props, objects, furniture and more! In addition, monsters will be overhauled and new workbenches will be introduced.
     
    Feel free to share your ideas and wishes in this thread - where do you see potential to improve Starbound with our Modpack?
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    DragonsForce reacted to JimmyRustleton in Zeigt eure Bauwerke!!!!   
    PewPew Spreader 420

    Im Westen Nichts Neues

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    DragonsForce reacted to Kyurix in Zeigt eure Bauwerke!!!!   
    Noch ein Teil von Fungus:
     
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    DragonsForce reacted to Sonnenstreif in Die Legende der Ciaferous   
    Kapitel 7: Wer sind die Tiergeister?
     
    "Das würde jedenfalls erklären, warum wir ihn nie gefunden haben", endete Lilietta ihre Ausführungen.
    "Hm. Tiergeister also. Und sie haben es auf dich abgesehen", grübelte Chinzah mit nachdenklichem Blick auf Minka. "Was hast du getan, um sie so zu erzürnen?"
    "Woher soll ich das wissen?! Ich kann mich nicht erinnern, je mit denen Kontakt gehabt zu haben!", rief Minka empört, weil sie Chinzahs Frage als Anschuldigung sah.
    "Ganz ruhig. Es hätte doch sein können, dass du auf deinen Reisen Ähnlichem begegnet bist."
    "Nein", antwortete Minka trotzig.
    "Was wir tun jetzt? Beute sssein gefährlich!", sorgte sich Raziza.
    "Vor allem da es schon zwei sind", überlegte Chinzah und wechselte einen mysteriösen und gleichzeitig vielsagenden Blick mit Lilietta.
    Minka bemerkte das und konnte sich nicht mehr zurückhalten.
    "Okay, Schluss damit. Was wisst ihr beide, was ich nicht weiß?"
    Durch ein Nicken gab der Greenfinger Lilietta das Wort.
    "Es ist so", begann sie zögerlich. "Ich bin dem metallenen Wolf schonmal begegnet, damals, auf einem anderen Planeten. Und nicht nur ihm", fuhr sie schnell fort als Minka schon erstaunt etwas sagen wollte. "Sondern auch mal einer Wölfin, die eine Gruppe Avianer bedrohte. Sie hat mit mir geredet und mich gewarnt..."
    "Wovor?", fragte Minka, scheinbar gefesselt von der Erzählung.
    "Dass wir uns nicht in ihre Angelegenheiten einmischen sollen und dass wir nicht auf deren Liste stehen..."
    "Na anscheinend ja doch", zweifelte Minka.
    Der Greenfinger schaute so, als wollte er etwas sagen. Stattdessen atmete er tief ein und aus.
    "Uns wird schon etwas einfallen, wie wir das Problem lösen. Notfalls opfern wir Minka einfach, dann lassen sie uns sicher in Ruhe."
    "Wie bitte?!", rief diese entsetzt und sprang von der Couch auf. Auch Raziza und Lilietta sahen Chinzah schockiert an.
    "War nur ein Scherz", versicherte er zwinkernd und stand auf. "Ich werde recherchieren gehen. Mit Glück kann ich mehr über die Tiergeister in Erfahrung bringen."
    So verließen die drei den Raum des Greenfingers und begaben sich nach draußen.
    "Puh... ich gedacht Greenfinger meinen Opferung ernssst!"
    "Er weiß echt, wie man eine Situation bestens entdramatisiert", scherzte Minka, immer noch leicht entsetzt.
    "Hey Raziza, ich geh mit Minka jagen. Wir sehen uns später, ja?", sagte Lilietta plötzlich.
    "Okee, bisss nachher!", verabschiedete sich Raziza und ging fröhlich davon.
    "Ich muss dir noch was erzählen", gestand Lilietta, als er außer Reichweite war. "Komm mit, bitte."
     
     
    Auf einem kleinen gemütlichen Spaziergang erklärte Lilietta, warum sie keinerlei Schmerzen in ihrem Arm gespürt hatte. Sie erzählte von ihrem damaligen Greenfinger, mit dem sie einen Ausflug unternommen hatte, wo dann durch den Angriff eines Monsters und die Nachhilfe des grauen Wolfes ihr linker Arm taub wurde.
    "Verstehe... Das ist echt mies", sagte Minka mitfühlend und ihr Blick schweifte in die Ferne.
    "Kaum zu fassen, dass es eine so starke und bösartige Macht gibt."
    "Ich will vor allem verstehen, warum sie das tun. Was es damit auf sich hat."
    "Stimmt schon. Aber er hat Sommerwind auf dem Gewissen und das ist unverzeihlich."
    Den Rückweg über schwiegen die beiden. Jeder schien in seiner eigenen Gedankenwelt versunken zu sein. Die halbe Nacht lag Minka noch wach und überlegte, wie sie nun am besten vorgehen könnte. Wie weit würden diese Kreaturen gehen? Würden es vielleicht sogar immer mehr werden, bis sie genug waren, um ein ganzes Dorf ohne Mühen auszulöschen?
     
     
    Am nächsten Tag ging Minka direkt zum Greenfinger und fragte, ob er schon etwas herausgefunden hätte. Er verneinte, woraufhin sie darauf bestand, mitsuchen zu dürfen. So verbrachten beide etliche Stunden in seiner Bibliothek.
    Die Sonne ging bereits unter als Minka eine Runde Frischluft brauchte. Sie setzte sich auf ihren Lieblingsplatz, dem strohigen Vorsprung weit oben in der Baumkrone, und sah dem Sonnenuntergang zu. Zusammen mit den Riesenvögeln, die sich durch die Lüfte schwangen, verlieh die Atmosphäre ihr ein hoffnungsvolles Gefühl. Sogar eine Sternschnuppe ließ sich blicken. Minka seufzte und musste an ihren besten Freund aus ihrer zerstörten Heimat denken. In Zeiten wie diesen hätte sie seine einfallsreichen und gut durchdachten Ideen gebraucht.
    Nach einer Weile des Nachdenkens fasste sie einen Entschluss: Sie musste erneut auf Reisen gehen und mehr über die Beweggründe dieser Tiergeister herausfinden. Luka, der Architekt, hatte von Blitzen und Eissplittern gesprochen und weder der metallene Wolf noch die "Meisterin der Illusionen" nutzte genannte Kräfte, demnach musste es noch mehr von ihnen geben.
    Und ich werde sie finden. Auch wenn ich damit ein großes Risiko eingehe...
    Noch am gleichen Abend erzählte sie dem Greenfinger von ihrem Vorhaben und da sie sich schon im frühen Morgen davonschleichen wollte, verabschiedete er sich mit "Viel Glück und sei vorsichtig".
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    Kapitel 6: Das Rätsel um den Wolf
     
    Draußen war immer noch Nacht, Luka aber lief selbstsicher zum Dschungel. Er achtet nicht darauf, ob Minka ihm folgte. Seit der Aufklärung mit den Tiergeistern war er wie ausgewechselt.
    "Alles in Ordnung?", fragte Minka, nachdem sie ihn eingeholt hatte.
    "Bestens", meinte er kühl.
    "Hm... Sag mal", fuhr sie vorsichtig fort. "Welche Stellung hat Isa hier?"
    "Sie hat das Sagen. Und mit ihrem Sturkopf kann sie sich auch perfekt durchsetzen."
    "Sturkopf?"
    "Hast du es nicht bemerkt? Egal wie stark ihre Schmerzen sind, sie würde es nie zugeben, auch wenn du sie längst durchschaut hättest."
    Etwas an seiner Fürsorge war komisch. Es war nicht wie eine typische Fürsorge zwischen zwei besten Freunden, da war mehr.
    "Kann es sein... dass du in sie verliebt bist?"
    "Was?!" Luka blieb empört stehen, wurde aber deutlich rot im Gesicht.
    "Du bist verliebt!", stellte Minka schelmisch grinsend fest.
    "Halt dich da raus, okay?!", rief er aufgebracht und stakste angespannt weiter in die dunklen Wälder. Minka sah ihm nach.
    Haha, wie niedlich.
    Doch das wohlige Gefühl in ihr schlug schlagartig um. Ihr Silberflügelsinn meldete sich und ließ ihr Herz rasen. Irgendetwas Gefährliches lauerte im Dschungel.
    "Warte!", rief Minka ihm zu und holte ihn schnell ein, Luka jedoch lief verärgert weiter.
    "Nichts da! Ich bring dich nach Hause und dann..."
    Er brach ab als Minka ihn an der Kleidung zurückzog. Der graue Wolf flog nur eine Haaresbreite zuschnappend an Luka vorbei. Ganz langsam nahm Minka den Arm hoch und holte ihren Speer aus dem Inventar, den Blick dauerhaft auf ihren Feind gerichtet, der sie seltsamerweise nicht angriff.
    "Geh und hol Verstärkung", befahl sie Luka.
    Als er weder losrannte noch antwortete, warf sie einen Seitenblick auf ihn. Er zitterte am ganzen Körper, vor allem seine Hände, die griffbereit an seinen Revolvern am Gürtel lagen und sein entsetzter Blick sprach Bände. Schwere schnelle Schritte verkündeten, dass der Wolf zum Angriff überging. Allerdings nicht auf Minka. Zielgenau steuerte er Luka an, wohlwissend, dass er vor Angst wie gelähmt war. Er setzte zum Sprung an und genau in dem Moment, wo Minka ihren Speer zur Abwehr vor Luka schwang, geschah das Unglaubliche: Die Speerspitze erzeugte Feuer und hinterließ beim Schwung eine Flammenlinie in der Luft. Das gierige Maul des Wolfes bekam die Flammen zu spüren, bevor er nur noch mit einer schwachen Kopfnuss gegen Luka prallte und ihn etwas nach hinten warf. Der Wolf krümmte sich und schüttelte wild den Kopf, wobei er laut knurrte.
    "Bist du okay?!", fragte Minka Luka atemlos. Ein stummes Nicken war die Antwort.
    "Das wirst du mir büßen", drohte auf einmal eine tiefe Stimme.
    Für eine Sekunde realisierte Minka nicht, von wo sie kam, bis ihr klar wurde, dass das nur der Wolf gewesen sein konnte und als sie zu ihm sah, hatte sich sein Aussehen verändert. Sein Fell war nicht mehr glänzend metallisch, sondern mehr natürlich und struppiger und seine tiefschwarzen, floranerähnlichen Augen waren plötzlich grau mit richtigen Pupillen, die Minka rachsüchtig ansahen. Die Flammenlinie erlosch.
    "Wo ist er hin?!", fragte Luka und sah sich panisch um.
    Minka war verwirrt. "Er steht doch genau... hey!!"
    Als sie zum Wolf deuten wollte, war dieser gerade dabei die Flucht zu ergreifen.
    "Bleib stehen du Monster!!", rief sie wütend und rannte ihm hinterher.
    "Wo willst du hin?!", hallte Lukas verwirrter Ausruf ihr nach.
    Minka ignorierte ihn. Diesmal würde sie den Wolf nicht entkommen lassen. Dieser Terror musste beendet werden!

    Sie war ihm dicht auf den Fersen. Mal war er schneller, mal sie, es war eine Hetzjagd durch den nächtlichen Dschungel.
    Irgendwann wirst du müde, dachte sich Minka, die ihre Ausdauer gut einzuteilen wusste.
    Das Terrain änderte sich. Die beiden waren tatsächlich bis zum Sumpf gekommen und nun wurde der Wolf auch deutlich langsamer. Ob nun wegen Erschöpfung oder dem matschigen Boden war schwer zu sagen. Er merkte, dass Minka näher kam und wirbelte beim Rennen mit den Hinterläufen Matsch auf, der sie abbremsen sollte. Minka allerdings ließ sich kaum beirren und war schon so gut wie an ihm dran, da schlug er plötzlich einen Haken nach rechts. Weil sie so ein hohes Tempo draufhatte, konnte sie nur schwer abbremsen und rutschte noch einige Meter weiter. Mit noch schnellerem Tempo sauste sie wieder los, doch da bemerkte sie etwas. Der Wolf hatte nicht ohne Grund abgedreht. In der Ferne war ein kleines Licht und jemand rief ihren Namen. Als sie genauer hinschaute, erkannte sie zwei bekannte Gestalten und der Wolf steuerte direkt auf sie zu.
    "Lili, fang ihn ab!", rief sie Lilietta zu.
    "Minka! Da bist du!", rief diese erstaunt zurück, bevor sie verwirrt fragte: "Äh... wen soll ich abfangen?!"
    Zu spät. Der Wolf hatte sich in Liliettas linkem Arm verbissen, der stark zu bluten anfing.
    "Was ist dasss?!", fragte Raziza mit großen Augen als er das Blut rinnen sah und ließ beinahe die kleine Laterne fallen, die er trug. Lilietta jedoch spürte anscheinend keinen Schmerz und schaute ebenso fragwürdig auf ihren Arm.
    Warum sieht den keiner?!, wunderte sich Minka und holte mit ihrem Speer zum Angriff aus, als sie nah genug an Lilietta dran war. Der Wolf ließ noch rechtzeitig von dem Arm ab, sodass Minkas Speer nur in den sumpfigen Boden traf und flüchtete erneut. Langsam machte er Minka wirklich wütend. Sie zischelte aggressiv und nahm erneut die Verfolgung auf. Gerade hatte der Wolf über eine riesige umgestürzte Sumpfweide gesetzt und als Minka ebenso den Stamm erklommen hatte, musste sie enttäuscht feststellen, dass das Tier nirgends mehr zu sehen war. Vor Wut schlug sie ihren Speer in den toten Baum.
    Das kann doch nicht wahr sein!, fluchte sie im Stillen.
    "Heee! Warteee!", rief Raziza hinter ihr.
    Minka drehte sich um und sah ihn angerannt kommen, Lilietta folgte etwas langsamer.
    "Wieso habt ihr ihn nicht aufgehalten?"
    "Wen? Niemand dagewesssen..."
    "Es war der Wolf oder?", fragte Lilietta ernst, während sie sich den Arm hielt und die Bisswunden untersuchte. Dann sah sie hoch zu Minka.
    "Pass auf!", warnte sie.
    Im ersten Moment dachte Minka, der Wolf würde wieder angreifen, sah dann aber, dass der Baum direkt neben ihr Feuer gefangen hatte. In ihrer Wut hatte sie vergessen, dass ihr Speer eine permanent glühende Spitze besaß. Schnell zog sie ihn heraus, sprang herunter und nahm mit den anderen beiden etwas Abstand.
    "Tut das nicht weh?", fragte sie und sah zu Liliettas Arm.
    "Ist nicht so schlimm, wie es aussieht", versuchte sich diese herauszureden.
    "Hier, komm her."
    Nicht überzeugt holte Minka einen kleinen Glasbehälter mit leuchtendem Wasser aus ihrem Inventar und fing an, es vorsichtig über die Wunden zu gießen.
    "Uh, Heilewassser! Ich kennen dasss!", staunte Raziza mit glänzenden Augen.
    Minka jedoch fand es merkwürdig, dass Lilietta nicht einmal zuckte, als das Wasser ihre Wunden traf. Sie würde sie definitiv später darauf ansprechen.
    "Was habt ihr hier eigentlich gemacht?", fragte sie, nachdem die Blutung gestoppt war, sie den Behälter wieder eingepackt hatte und nun einen Verband anbrachte.
    "Dich gesucht."
    "Hmh! Alle Floraner gemerkt hatten wie besssorgt und unruhig du gewesssen! Und als du dann plötzlich weg, alle dich gesssucht!"
    "Achso. Und... ihr habt das Metallmonster echt nicht gesehen?"
    Sowohl Raziza als auch Lilietta schüttelten den Kopf.
    "Hätte ich den Beweis an meinem Arm nicht, hätte ich gesagt, dass du Geistern hinterherjagst."
    "Das ist mehr als kurios. Ich hab ihn doch eindeutig gesehen!"
    "Vielleicht... hat er eine besondere Fähigkeit?", rätselte Lilietta.
    "Wollen nicht insss Dorf und mit Greenfinger sprechen? Wäre bessser", schlug Raziza vor.
    Alle waren damit einverstanden und machten sich auf den Weg, wobei Minka noch einen Blick auf den brennenden toten Baum warf.
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    Kapitel 5: ...bringt die Offenbarung
     
    "Isa!", hauchte Minka, die immer noch festgehalten wurde.
    "A-Admiralin! Sie sind wach!!?", stotterte der Soldat, der Minka erschießen wollte.
    Statt ihrer blauen Uniform trug sie lockere weiße Kleidung, die wohl für kranke und verletzte Menschen üblich war.
    "Her damit", sagte Isa streng, entzog ihm die Pistole und sicherte sie. "Freigeben", befahl sie dann mit einem Blick auf die anderen.
     Augenblicklich ließen die Soldaten Minka los und stellten sich kerzengerade hin. Hatten sie Angst vor ihr?
    "Und mach doch mal jemand den Alarm aus!" Sie fasste sich gequält an die Stirn.
    Einer der Soldaten rannte davon und kurz darauf verstummte die Sirene.
    "So. Und nun verratet mir doch bitte, wer 'Codename Vogelfrei' angeordnet hat."
    Ihre Stimme war ruhig und leicht unheimlich.
    "Da-Das war Crowfield, Ma'am", meldete einer.
    "Mhm." Isa schnippte mit den Fingern und zeigte auf den Gang, woraufhin sich der Mann im Raum sofort zu seinen Kollegen gesellte. Plötzlich packte sie Minka am Shirt, zog sie unsanft zu sich in den Raum und knallte die Tür zu. Minka traute sich nicht etwas zu sagen, vor allem als sie bemerkte, wie anstrengend Laufen für Isa war, obwohl sie es zu verbergen versuchte. Schuldbewusst schaute sie zu Boden und wartete, bis sich Isa gesetzt hatte.
    "Danke...", fing Minka unsicher an.
    "Ich hasse dich", kam die prompte Antwort.
    Die Aussage traf Minka wie ein Schlag.
    "Das alles tut mir so leid", stammelte sie.
    "Ich hoffe, du hast eine angemessene Erklärung für deine Sinneswandel, sonst überleg ich mir, ob ich die nicht doch nutze", drohte Isa, während sie die Pistole vorführend hin- und herwandte. Obwohl ihre Stimme so gelassen wie immer war, spürte Minka, dass sie es ernst meinte. Also fing sie an die ganze Szene noch einmal genau zu beschreiben. Doch mit jedem Satz wurde ihre Stimme immer leiser und abgehakter. Da unterbrach ein lautes Wortgefecht vor der Tür ihre Erklärung.
    "Du kannst da jetzt nicht rein!"
    "Lasst mich gefälligst durch!", widersprach eine bekannte Stimme und schon öffnete sich die Tür und der Architekt trat ein.
    "Isa! Du bist wach!", rief er überrascht, schloss schnell die Tür und ging näher zu ihr. "Wie geht es dir?"
    "Ich hab das Licht gesehen", antwortete sie mit leicht spaßigem Unterton.
    "Darüber macht man keine Witze..." Er schaute kurz zur Tür und senkte die Stimme. "Hier wäre das Chaos ausgebrochen, wenn du gestorben wärst."
    "Chaos...?", fragte Minka leise eher zu sich selbst, wurde aber vom Architekten bemerkt.
    "Ach und du!", fuhr er sie wieder an und kam ihr gefährlich nahe. "Wir beide haben noch eine Rechnung offen! Du hast--"
    "Luka", unterbrach Isa ihn und legte die Pistole auf den kleinen Schrank neben sich.
    "Uh... jawohl?"
    "Lass sie in Ruhe, wir haben größere Probleme."
    "So?"
    Sie sah ihn mit einem Blick an, der ihn zusammenzucken ließ. "Es sind bereits zwei von ihnen auf dem Planeten."
    "Kann nicht sein! Wenn dem so wäre, hätten sie doch längst angegriffen."
    "Die haben es nicht auf uns abgesehen. Sondern auf sie", erklärte Isa und schaute Minka an, die keine Ahnung hatte, worum es überhaupt ging und auch dementsprechend dreinschaute. Der Architekt guckte fragwürdig in die Runde, sagte aber nichts.
    "Minka. Pass gut auf. Wir haben es hier mit einer höheren Gewalt zu tun. Die Stimme, die du gehört hattest und der metallene Wolf stecken unter einer Decke. Wir nennen sie "Tiergeister". Keine Ahnung, was sie genau sind, woher sie kommen oder was ihre Absichten sind, aber eines steht fest: Sie sind nicht freundlich gesinnt."
    "Die Kolonie war mal größer...", murmelte Luka, der geistesabwesend aus dem Fenster in die Dunkelheit starrte.
    Isa nickte. "Unser lieber Luka hier entkam ihnen nur knapp, musste aber das ganze Massaker mitansehen."
    "Kann man sie denn nicht irgendwie bekämpfen?"
    "Keine Chance. Jegliche Schüsse und Klingen gehen entweder durch sie durch oder prallen ab. So wie du es von dem Wolf kennst."
    "Falls du überhaupt zum Angriff kommst. Deren Attacken sind zielgenau und tödlich. Du wirst von Blitzen getroffen... oder von Eissplittern durchbohrt..."
    Die schrecklichen Szenen spielten sich erneut vor seinem geistigen Auge ab.
    "Luka", versuchte Isa ihn zu stoppen.
    "Oder es... zerreißt dich einfach..."
    "Luka!" Sie stand auf, legte beide Hände auf seine Schultern und rüttelte ihn energisch. "Zurück zur Gegenwart bitte!"
    "...entschuldige", flüsterte er und nahm zaghaft ihre Hände runter. "Du solltest dich nicht so viel bewegen."
    "Und du solltest nicht so viel an diesen Tag denken", konterte Isa. Eine schweigende Stille entstand.
    Tiergeister... mit so starken Kräften... und sie haben es auf mich abgesehen. Aber warum gerade ich?, fragte sich Minka und überflog alles, was sie bisher erlebt und wen sie getroffen hatte. In keinsterweise hatte sie sich mit irgendwelchen Tieren angelegt, höchstens mit Scharfzahn, der aber von Grund auf ein blutrünstiges Monster gewesen war. Und sie konnte sich auch nur schwer vorstellen, dass es etwas mit ihrem Silberflügel-Dasein zu tun haben könnte.
    Ein plötzliches Fingerschnipsen riss sie aus ihren Gedanken.
    "Geht doch. Dachte schon, du wärst mit offenen Augen eingeschlafen", äußerte sich Isa, die direkt vor Minka stand.
    "Ich werde mir etwas einfallen lassen, wie wir die Plage loswerden. Luka? Bring Minka bitte in ihr Dorf zurück", gab sie ihm die Anweisung und schritt langsam zur Tür, um die beiden rauszulassen. Doch bevor sie diese öffnen konnte, musste Minka noch etwas in Erfahrung bringen.
    "Isa...?"
    Isa drehte sich zu ihr um und begegnete ihrem mitleidig fragenden Blick, dem sie eine Weile standhielt, bis sie schließlich antwortete: "Es war ein Versehen, die Viecher haben dich reingelegt. Wenn ich jemanden hasse, dann die und nicht dich."
    Ihr verzeihendes Lächeln ließ einen riesigen Stein von Minkas Herz fallen. Als die Tür geöffnet wurde, fielen die Soldaten davor wie Dominosteine in den Raum. Sie mussten die ganze Zeit an der Tür gehangen und gelauscht haben. In einem kurzen kleinen Wirrwarr sortierten sie sich, stellten sich gerade hin und salutierten. Isa verschränkte die Arme und Minka musste ein Lachen unterdrücken als sie sah, wie peinlich den Soldaten ihre Situation war. Luka gab Minka mit einer Handgeste zu verstehen ihm zu folgen und verließ den Raum, ohne die anderen auch nur eines Blickes zu würdigen. Glücklich lächelnd und wie die braveste Floranerin des Universums ging Minka hinterher.
    "'Codename Vogelfrei' wird mit sofortiger Wirkung widerrufen", verkündete Isa und schloss die Tür.
    "Ihr habt sie gehört, zurück auf eure Posten", sagte Luka trocken zu den anderen, die keine Anstalten machten, sich zu bewegen.
    "Du hast uns gar nichts zu sagen", brummelte einer von ihnen machte sich mit den anderen gemütlich davon.
    Minka hörte, wie sich auch Luka entfernte und schloss sich ihm schnell an.
    Von den Soldaten wollte sie in nächster Zeit erstmal nichts mehr wissen.
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    Kapitel 4: Eine waghalsige Mission...
     
    Die nächsten Tage vergingen unerträglich langsam und Minka versuchte sich mit allerlei Dingen abzulenken, während sie auf eine Nachricht der Kolonie hoffte. Als es am vierten Tag jedoch noch immer keinerlei Informationen gab, konnte sie es nicht mehr aushalten. Am Abend schlich sie ungesehen aus dem Dorf zur Kolonie. Der Greenfinger hatte zwar angeordnet, dass jeglicher Kontakt zu den Menschen untersagt sei, bis sich die Sache beruhigte, aber das würde wahrscheinlich noch Jahre dauern.
     
    Vorsichtig und mit allen Sinnen geschärft befand sich Minka nun am Rand der Kolonie. Es patroullierten viel mehr Soldaten als vorher, was ihren Plan deutlich erschwerte. Das Hauptproblem war aber, ihre Freundin überhaupt erst zu finden. Die hereinbrechende Nacht war ihr einziger Vorteil. Nachdem sie sich versichert hatte, dass niemand in der Nähe war, schlich Minka zuerst zu Isas eigenem Haus und spähte durch die Fenster. Alle Lichter waren aus und keine Bewegungen zu sehen. Schritte kamen näher und kurz darauf ging ein Soldat an Minka vorbei. Zu ihrem Glück schaute er nicht zu der Hausseite, an die sie sich gepresst hatte.
    Puh, das war mehr als knapp. Ich muss schnell herausfinden, wo sie sie hingebracht haben...
    Der Soldat war seine Runde gelaufen und wieder außer Sichtweite. Minka lugte ums Haus herum und betrachtete die einzelnen Gebäude. Alle sahen von der Struktur her gleich aus, bis auf eins, das etwas größer und länger gebaut war und sogar eine zweite Etage hatte. Durch das Laternenlicht erkannte Minka eine doppelte Glastür als Eingang.
    Das muss es sein!
    Gerade als Minka losschleichen wollte, hörte sie wieder Schritte näherkommen, diesmal auf der anderen Seite des Hauses. Sie stellte sich so nah wie möglich an die Wand und hoffte, dass derjenige sie auch übersehen würde. Plötzlich stoppten die Schritte, die Person war direkt um die Ecke stehengeblieben. Minka hielt den Atem an. Es vergingen einige stille Sekunden, doch dann sprang jemand ruckartig um die Ecke und zielte mit zwei Revolvern auf sie. Es war der Architekt.
    "Du?!", fuhr er sie an, senkte aber sofort die Stimme. "Was tust du hier? Wir haben den Befehl, jeden Eindringling sofort umzulegen!"
    Er nahm die Revolver runter und schob Minka und sich etwas nach hinten, um nicht mehr im Lichtkegel zu stehen.
    "Ich muss zu ihr! ... Wie hast du mich überhaupt bemerkt?", fragte Minka verwirrt, weil sie eigentlich keinerlei Geräusche von sich gegeben hatte.
    "Da hingen schwarze Federn über die Hauskante", erklärte der Architekt kurz. "Du verschwindest sofort von hier! Wenn dich jemand erwischt, bist du tot!"
    Er verstummte und warf einen hastigen Blick um die Ecke, als hätte er jemanden gehört. Das war Minkas Chance. Blitzschnell entriss sie ihm einen der Revolver und schlug ihm damit auf den Hinterkopf, wodurch er bewusstlos umfiel.
    "Tut mir leid. Aber keiner wird mich aufhalten", flüsterte sie und schleppte ihn ins dichte Gebüsch, damit niemand ihn so vorfand.
    Mit dem Gefühl, dass das noch richtigen Ärger geben würde, machte sie sich dann zurück zu den Häusern und schlich außenherum bis zum großen. Als sie sich dem Eingang näherte, öffnete sich die Glastür von alleine, was Minka mehr als unheimlich fand. Sie schlich hinein, sah sich um und lauschte. Keine Schritte, kein Gerede. Nur ein gedimmtes Licht, das den Eingangsbereich und moderne weiß-graue Schränke beleuchtete. Minka ging den rechten Gang entlang und überprüfte vorsichtig jeden Raum. Durch die Stille und die Anspannung konnte sie ihren eigenen Herzschlag hören. In jedem der Räume befand sich immer mindestens ein ordentlich hergerichtetes Bett umgeben von zwei winzigen Schränken rechts und links. Nach drei Räumen war sie am Ende des Ganges angekommen, wo eine Treppe in die zweite Etage führte. An der Wand hing ein kleiner orangefarbener Kasten mit einem grün umrahmten weißen Plus-Symbol darauf.
    Das ist sowas wie eine Versorgungsstation. Sie muss hier sein!
    Auch oben überprüfte Minka jeden Raum, bis sie schließlich fündig wurde. Im vierten Raum des Ganges entdeckte sie Isa schlafend in einem Bett. Aber gerade als sie näher herangehen wollte, hörte sie jemanden die Treppen hochkommen. Panisch eilte Minka in den Raum und versuchte so leise wie möglich die Tür zu schließen. Ein weiterer Raum um die Ecke führte in einen kleinen Waschraum, in dem sie sich gut verstecken konnte. Sie ließ die Tür einen Spalt weit offen und spähte hindurch. Ein Soldat betrat den Raum, um nach dem Rechten zu sehen. Minka wollte warten, bis er wieder ging, doch da fiel ihr etwas ins Auge, was auch ihm auffiel. In der Hektik hatte Minka eine Feder ihrer Flügel verloren, die nun mitten im Raum lag.
    Ooooh nein nein nein!!
    Sie sah nur noch, wie der Soldat die Feder aufhob, dann rannte er nach draußen. Jetzt musste Minka so schnell wie möglich da raus. Sie stürmte aus dem Waschraum, warf einen wehmütigen Blick auf Isa und rannte zum Gang. Ein lauter und durchdringender Alarm ging von irgendwo los.
    Verdammter Mist!, verzweifelte Minka und verfluchte insgeheim ihre Flügel.
    Aus dem Fenster springen wollte sie nicht, also rannte sie den Gang entlang zurück zu den Treppen, blieb jedoch wie erstarrt davor stehen, als sie eine ganze Horde die Treppen hinaufstürmen hörte. Ohne weiter zu überlegen sprintete sie in die andere Richtung und als sie am Raum von Isa vorbeikam, sah sie den Soldaten von vorhin darin stehen, der sie sofort bemerkte und seine Pistole zog. Minka wollte weiterrennen, sah dann aber mit Entsetzen, wie von vorn ebenso Soldaten mit ihren Waffen herangestürmt kamen. Sie saß in der Falle. Die Truppen hielten vor und hinter ihr an, jederzeit bereit das Feuer zu eröffnen, was sie aber nicht taten und Minka erkannte recht schnell warum.
    Sie würden sich gegenseitig treffen!
    Ihr einziges Hindernis war der Mann im Raum. Sie wollte gezielt auf ihn gehen, doch bevor sie ihn überhaupt erreichen konnte, stürzten die anderen zu ihr und hielten sie an Flügeln und Armen fest. Jetzt kam der Mann mit seiner Waffe bedrohlich näher und so sehr Minka sich auch wehrte, die Soldaten hatten sie fest im Griff. Er zielte auf sie, ihr Herz schien auszusetzen.
    "Stop", befahl eine gebieterische Stimme.
     
     
    Unterdessen, draußen bei Isas Haus, wachte der Architekt langsam auf.
    "Uff... Aua... Was war denn... ?", fragte er sich und seine Erinnerung holte ihn ein. Er setzte sich auf. "Diese Floranerin! Wenn ich die erwische!", rief er wütend.
    Die Alarmsirene drang zu ihm durch.
    "Na super", sagte er genervt und machte sich kopfreibend auf den Weg.
    Zwischen den Stämmen der Dschungelbäume saß, unsichtbar durch die schwarze Nacht, der graue Wolf und schaute ihm mit böse blitzenden Augen hinterher.
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    DragonsForce reacted to Viloras in Die Geschichte von Lilietta   
    Kapitel 18 
    Ein Traum? 
     
    Sie öffnete langsam ihre Augen und merkte, dass sie auf dem Boden lag. Sie lag auf einer Schicht von kalten Schnee. Lilietta drückte sich mit den Händen von dem Boden hoch und schaute sich um. Es war Nacht und alles wurde vom Mondschein leicht beleuchtet. Zudem schneite es leicht. 
    Schnee? Wo bin ich hier?, ging es ihr durch den Kopf.  
    Sie befand sich auf einer Art Feldweg, welcher immer weiter nach vorne führte. Links und rechts vom Feldweg befanden sich Zäune, auf wessen anderer Seite sich jeweils ein riesiges Feld erstreckte. Alles war mit Schnee bedeckt.  
    Sie stand schließlich langsam auf und schaute den Feldweg entlang. Plötzlich zog ein Windstoß an ihr vorbei. Sie fing an zu zittern und drehte sich zur Seite, um dem Wind so wenig Angriffsfläche wie möglich zu geben. 
    "Brrr… verdammt ist das kalt…", presste sie zwischen ihren klappernden Zähnen hervor und schlang ihre Arme um sich. Sie hatte nur ihre Stoffkleidung an und die Kälte breitete sich in ihr aus. 
    "Ich sollte mich bewegen und auch nach einem wärmeren Ort suchen…", flüsterte sie zu sich selbst. 
    Wo der Weg wohl hinführt…, überlegte sie neugierig und schaute wieder den Feldweg entlang. 
    Von der Neugier nun eingenommen fing sie an, dem Feldweg langsam zu folgen. 
     
    Sie war schon einige Zeit gelaufen, jedoch hatte sie immer noch nichts gefunden. Das einzige, was sich geändert hatte war, das ab und an mal ein kleiner Baum am Rand des Feldweges stand. 
    Was ist das für ein Ort? Irgendetwas scheint hier zu sein… ich spüre es. Aber was und wo??, ging es ihr durch den Kopf, während sie immer noch dem Weg folgte. Seit einiger Zeit hatte sie schon ein merkwürdiges Gefühl. Sie konnte es selber nur schwer beschreiben, aber das Gefühl sagte ihr, das sie weitergehen muss und, dass etwas sie erwartet. 
    Plötzlich mischte sich ein anderes Gefühl dazu. Sie blieb stehen und schaute sich um. 
    Es war als würde sie jemand mit seinem Blick durchbohren, aber sie konnte niemanden sehen. Sie drehte sich um und schaute den Weg zurück, welchem sie schon die ganze Zeit folgte. Aber dort war niemand. 
    Werde ich beobachtet? Und wenn ja, von wem? Hier ist niemand!, dachte sie. 
    Sie schaute noch einige Zeit den Weg genauer entlang, drehte sich dann jedoch schließlich wieder um, nachdem sie sich sicher war, dass dort wirklich niemand war. 
    "Was ist hier nur los…? Irgendetwas stimmt hier doch nicht.", murmelte sie vor sich hin beim Umdrehen. 
    Als sie wieder nach vorne blickte stockte ihr Atem. 
    Wenige Meter vor ihr saß nun ein Wolf. Es schien ein Weibchen zu sein.  
    Die Wölfin hatte ein Rehbraunes Fell und schaute sie mit ihren Laubgrünen Augen. Sie hatte auch eine Feuerrote Lilie hinter dem rechten Ohr. So wie sie dort saß wirkte sie anmutig und auch schön. Zudem strahlte sie eine gewissermaßen beruhigende Aura aus. 
    Woher…?! Und sie wirkt auch nicht wie eine gewöhnliche Wölfin… vor allem diese Lilie. Ist sie etwa auch eine dieser Wesen?, dachte sie etwas geschockt und blieb still stehen, darauf bedacht, keine falsche Bewegung zu machen. 
    Die Wölfin beobachtete sie noch einige Zeit lang, erhob sich dann, ging auf Lilietta zu und blieb nur wenige Zentimeter vor ihr stehen. 
    Will sie etwas von mir?, überlegte sie. Auf einmal streckte Lilietta ungewollt ihre rechte Hand langsam aus zu der Wölfin und hielt sie ihr offen hin. 
    Wieso tu ich das?!, fragte sie sich direkt und bekam Angst. 
    Die Wölfin schnüffelte kurz an der Hand und stupste sie anschließend sanft an mit ihrer Nasenspitze. 
    Dann drehte sich die Wölfin wieder um und ging am Rand des Feldweges langsam entlang in die Richtung, in welche Lilietta schon die ganze Zeit gegangen war.  
    Lilietta atmete erleichtert auf, blieb jedoch weiterhin still stehen, unsicher was sie tun sollte.  
    Nach ein paar Schritten blieb die Wölfin wieder stehen und drehte den Kopf zurück zu Lilietta und schaute sie erwartungsvoll an. 
    "Soll… ich dir folgen?", fragte Lilietta langsam, unsicher, ob die Wölfin sie überhaupt verstehen würde. 
    Die Wölfin nickte kurz und schaute sie weiterhin ruhig an. 
    Schließlich ging sie vorsichtig vorwärts, der Wölfin entgegen. 
    Was tu ich hier eigentlich? Was ist hier los??, schoss es Lilietta durch den Kopf, sie ging jedoch weiter auf die Wölfin zu. Irgendetwas sagte ihr, das sie der Wölfin vertrauen könnte und ihr folgen sollte. Zudem war sie nun selber neugierig, wohin die Wölfin sie bringen wollte. 
    Die Wölfin wandte sich nun wieder zurück zum Weg und ging ihn weiter entlang. Lilietta folgte ihr still. 
     
    Sie folgte der Wölfin nun schon etwas länger wobei ihr auffiel, dass immer mehr Bäume nun an den Seiten des Feldweges standen. Und bevor sie es bemerkte, stand sie vor einem dichten Wald durch welchen sich der Feldweg hindurchschlängelte. Gleichzeitig hörte der Zaun auf beiden Seiten auf. 
    Sie blieb stehen, überrascht von dem plötzlichen Wechsel vom freien Feld zum dichten Wald, schaute erstaunt an der Grenze von Feld zu Wald entlang und dann zurück zu der Wölfin. 
    Die Wölfin schien bemerkt zu haben, das Lilietta stehen geblieben war, drehte sich um und setzte sich hin während sie ihr ruhig entgegen schaute. 
    "Was möchtest du mir überhaupt zeigen…?", fragte sie vorsichtig. 
    Die Wölfin schaute ihr ruhig in die Augen. Dann erhob sie sich und ging auf Lilietta zu, rechts an ihr vorbei, stellte sich hinter sie und schubste sie schließlich sanft an von hinten. Dann erschien die Wölfin wieder auf ihrer linken Seite, blieb dort stehen und schaute zu ihr erwartungsvoll hoch. 
    Lilietta seufzte kurz, musste jedoch auch etwas lächeln.  
    "Ich geh ja schon weiter.", sagte sie anschließend und folgte dem Feldweg weiter ins Innere des Waldes. Die Wölfin ging ebenfalls weiter an ihrer Seite. 
    Der etwas größere Feldweg wurde schnell zu einem kleinen Trampelpfad, welcher unter dem Schnee zum Teil nur schwer erkennbar war. Sie musste die Wölfin oft vorausgehen lassen, damit sie nicht vom Weg abkam und sich im Wald verirrte. Die Wölfin schien nämlich genau zu wissen, wo der Weg entlangführte. 
     
    Nach einiger Zeit des Wanderns blieb die Wölfin plötzlich stehen und wartete auf Lilietta. Als Liletta zu der Wölfin schließlich aufgeschlossen hatte schaute sie sich um und bemerkte, dass der Trampelpfad vor einem Baum endete. Und dann bemerkte sie noch etwas. 
    "Was ist das?", murmelte sie vor sich hin, als sie sich nach vorne zu dem Baum beugte, an welchem der Pfad endete. Dann stockte ihr erneut der Atem. 
    An dem Baumstamm waren mehrere kleine rote Blutspritzer verteilt. 
    Auf einmal bemerkte sie in ihrem rechten Augenwinkel, wie sich etwas Lilanes bewegte im Wald. Sie drehte sich direkt in die Richtung, jedoch war dort nichts vorzufinden außer die kahlen Bäume. Sie merkte, wie langsam ein mulmiges Gefühl in ihr hochstieg. 
    "Wo führst du mich hier hin??" Was ist das für ein Ort??", fragte sie nun sehr leicht panisch werden die Wölfin, welche seelenruhig neben ihr saß. Die Wölfin strahlte nach wie vor diese beruhigende Aura aus, jedoch wirkte sie nun etwas ernster als zuvor. 
    Als Antwort stand sie auf, ging in eine bestimmte Richtung und blieb nach mehreren Metern stehen. Sie schaute zurück zu Lilietta, welche immer noch an dem Baumstamm wie angewurzelt stand. 
    "Ich soll dir wieder folgen?", fragte Lilietta nun. 
    Die Wölfin nickte nur kurz. Lilietta blieb noch ein paar Sekunden zögernd stehen, ging der Wölfin jedoch schließlich weiter hinterher. 
     
    Nach kurzer Zeit kamen beide an einem zugefrorenen Bach an. Am Rand des Baches waren mehrere Fußspuren zu erkennen von verschiedenen Personen. Sie folgten dem Bachverlauf und den Fußspuren. Auf dem Weg bemerkte Lilietta nun immer wieder neue Blutflecken an den Bäumen und auch manchmal im Schnee. 
    Was geht hier nur vor sich??, ging es ihr die ganze Zeit durch den Kopf. 
    Schließlich kamen beide an einer Klippe an, wo der Bach hinunterfiel. Die Wölfin ging bis an den Rand, blieb dort stehen und deutete Lilietta mit einem Nicken, ebenfalls an den Rand zu kommen. Sie ging zu der Wölfin hinüber und kniete sich neben sie. 
    Als sie den Rand hinunterschaute folgte sie zunächst dem Verlauf des Baches. Das gefrorene Wasser hatte Eiszapfen gebildet, welche nun an der Klippe hinunterhangen. Und nur wenige Meter weiter unten konnte man schon den Boden wieder sehen sowie den fortlaufenden Bach. Doch als ihr Blick vom Bach abschweifte hielt sie sich geschockt die Hand vor den Mund, um nicht laut erschrocken einzuatmen. Unter ihnen befand sich eine Gruppe von 12 vermummten Gestalten, welche lila und schwarz gefärbte Roben trugen und in einem Kreis um einen Baumstumpf standen.  
    Auf diesem Baumstumpf lag ein schwer verletzter Mensch. Überall waren Schnitt- und Stichwunden welche immer noch bluteten. 
    War das Blut überall auf dem Weg von ihm?!?, dachte sie geschockt. Lilietta schaute zu der Wölfin. 
    "Das wolltest du mir zeigen?", fragte sie leise flüsternd, um nicht entdeckt zu werden. 
    Die Wölfin nickte kurz. 
    "Was ist das? Wer sind diese Leute?", fragte sie, immer noch geschockt, hinterher. 
    Die Wölfin zeigte keine Reaktion. 
    "Ich mach dieser verrückten Versammlung dort unten ein Ende! Ich kann das nicht einfach mit ansehen!", presste sie aufgebracht zwischen ihren Zähnen hervor und erhob sich wieder vom Boden. Sie suchte die Klippe nach einem Weg oder Abstieg nach unten ab und fand einen Weg, welcher einige Meter nur entfernt war. 
    Die Wölfin setzte sich in Ruhe hin und beobachtete sie nur. 
    Sie machte sich auf den Weg dorthin, als ihr ein bekannter Geruch auffiel. Lilietta schaute sich um, und versuchte zu überlegen, woher sie den Geruch kannte. Beim Umschauen landete ihr Blick bei der Wölfin, welche immer noch am Rand der Klippe saß. 
    Die Wölfin schaute sich entsetzt um. Sie schien sich merkbar unwohl zu fühlen. 
    "Was...", fing sie an zu sich selber zu murmeln, brach dann jedoch direkt ab als ihr wieder einfiel, woher sie diesen Geruch kannte. 
    Der Metallwolf!!!!, schoss es ihr wie ein Blitz durch den Kopf. 
    Auf einmal schaute die Wölfin hinter Lilietta und sprang erschrocken auf. 
    Lilietta wirbelte umher um sich umzudrehen. Und da war er plötzlich. Genau zwischen ihr und den Weg nach unten zu der Gruppe von Gestalten und dem verletzten Menschen. Er schaute Lilietta knurrend an und versperrte ihr den Weg nach unten. 
    Verdammt! Was mach ich jetzt??, dachte sie aufgeregt nach. Sie schaute panisch zu der Wölfin. Diese jedoch stand nur reglos mit angelegten Ohren da und schaute zu. 
    Wo ist überhaupt mein Schwert?!, ging es ihr durch den Kopf und sie bemerkte, dass sie schon die ganze Zeit kein Schwert bei sich gehabt hatte. 
    Weiter konnte sie nicht denken, denn der Metallische Wolf ging bereits zähnefletschend langsam auf sie zu. Er schien auch keinerlei Interesse an der Wölfin zu haben oder an der Gruppe, sondern ausschließlich an ihr. Lilietta wich vorsichtig immer weiter zurück. 
    Verdammt... ich muss hier weg! Aber der Mensch!, ging es ihr durch den Kopf. Doch ihr war klar, dass sie ohne Waffe niemals gewinnen konnte. 
    Dann sprang der Metallwolf auf sie zu. Sie konnte ihm gerade noch ausweichen, rutschte dabei jedoch auf dem Schnee aus und fiel hin. Sie versuchte sich direkt wieder aufzurichten und hatte es gerade geschafft, als sie wieder auf den Boden gedrückt wurde von dem Metallwolf. Ihr Kopf schlug auf den Boden und vergrub sich in dem Schnee. Alles wurde schwarz. 
    "Hallo?? Du mich hören kannsssst?", hörte sie ein leises rufen. Alles was sie hörte war gedämpft. 
    Wer ist das?, überlegte sie. Auf einmal spürte sie, wie sich langsam Schmerzen in ihren Muskeln und Knochen ausbreiteten. 
    Wo bin ich eigentlich…?, fragte sie sich im stillen. 
    Langsam kamen ihre Erinnerungen an das Geschehene wieder zurück. Jedoch schien alles hinter einem Nebel zu liegen. 
    Ach ja… jetzt weiß ich wieder wo ich bin... 
    "Wassss passsiert ssein? Wach auf!", hörte sie die Stimme wieder. 
    Dann lichtete sich der Nebel weiter und sie erinnerte sich langsam an immer mehr, was passiert war. Die Rundführung, das Gespräch mit dem Greenfinger und… 
    …der Metallwolf!, schoss es ihr durch den Kopf. 
    Sie schlug die Augen direkt auf und fand sich durchnässt auf dem schlammigen Boden wieder. Über sich konnte sie das Blätterdach des Dschungels sehen und spürte den Regen, welcher von diesem hinunter tropfte. Sie atmete ruckartig und war leicht in Panik. Sie wollte sich aufrichten, zuckte jedoch durch die plötzlichen sehr viel stärker werdenden Schmerzen zusammen und fiel wieder zurück in den Schlamm. 
    Sie merkte, wie ihr ganzer Körper stark zitterte. Ob es nun von der Kälte und von ihren nass triefenden Stofftüchern war welche sie trug oder wegen dem Fakt, dass sie sich mal wieder übernommen hat mit ihrem Schwert wusste sie nicht. Vermutlich war beides dafür verantwortlich. 
    "Ah! Endlich du sssein wach!", hörte sie wieder die Stimme von vorher. 
    Sie drehte den Kopf dorthin, woher die Stimme kam und sah dort mehrere Floraner stehen und einen neben sich hocken. Alle hatten Jagdausrüstung an, trugen Speere bei sich und sahen sie mit einer Mischung aus Neugierde und Verwirrung an. 
    "Wasss du tun hier?", fragte der Floraner, welcher direkt neben ihr hockte. 
    Ist das eine Jägertruppe…?, dachte sie kurz verwirrt. 
    "Ic…", fing sie an, dann jedoch brach ihre Stimme ab und es endete mehr in einem krächzen. Sie musste stark husten. Sie krümmte sich zusammen aufgrund der Schmerzen, die durch den Husten entstanden. Ihr Hals war ausgetrocknet und tat bei jedem Ton weh, den sie von sich gab. 
    "Wir dich bringen insss Dorf. Dort du kannssst dich erholen.", sagte der neben ihr hockende Floraner schließlich, nachdem ihr Hustenanfall wieder abgeklungen war. 
    "Leute? Einer von euch helfen.", sagte er und wandte sich dabei zu den anderen Floranern, welche hinter ihm standen. 
    Daraufhin kam einer von den Floranern näher und hockte sich auf die andere Seite von Lilietta. Beide nickten sich zu und zogen sie hoch vom Boden. 
    Sie biss sich auf die Zunge, um nicht aufzustöhnen vor schmerzen und einen weiteren Hustenanfall damit zu riskieren. 
    Sie kam schließlich wankend zum stehen, links und rechts gestützt von jeweils einem der der Jäger. 
    Gemeinsam kehrten sie wieder zurück in das Dorf. 
    Doch trotz der Schmerzen lies sie eine Sache nicht in Ruhe und sie konnte nicht aufhören, weiter daran zu denken. 
    War das wirklich nur ein Traum…? Oder war das etwas komplett anderes…? 
     
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    DragonsForce got a reaction from Sheeta121299 in Guide: Missmatched Assets [GER/ENG]   
    [GER]: Ihr versucht dem Server beizutreten, erhaltet aber immer nur die Fehlermeldung "This server disallows connections from clients with mismatched assets"?
         Das hat höchstwahrscheinlich einen von drei Gründen:
    Mods. Der Server erlaubt keinen Beitritt mit installierten Mods; stellt sicher dass ihr weder über den Steam Workshop abonnierte noch manuel installierte Mods habt.
    "Falsch" installierte Songs. Damit ihr dem Server beitreten könnt, dürfen in eurem songs Ordner ( /assets/user/songs in euren Starbound-Files) NUR Dateien im .abc Format sein. Wenn ihr Unterordner oder Dateien in einem anderen Format habt, müsst ihr diese entfernen.
    Unterschiedliche Versionen. Der Server kann nur mit der Starboundversion betreten werden, die auf dem Server installiert ist. Meist bedeutet das, dass du dein Spiel aktualisieren musst; wenn gerade eben ein neues Update herausgekommen ist kann es aber auch seien dass der Server noch auf der letzten Version läuft; in diesem Fall @Zwergengraf hier im Forum oder per Discord Bescheid sagen.
     
     
    ENG: You try to connect to the server, but get the errormessage ""This server disallows connections from clients with mismatched assets"?
         This most likely is because of one or more of these three reasons:
    Mods. The server does not allow you to connect if you have mods installed, neither via Steam workshop nor manually. "Incorrectly" installed songs. To connect to the server, all your songs need to be .abc files directly in the songs folder ( /assets/user/songs in your Starbound gamefiles). If you have different filetypes or subfolders, you'll need to remove them.
    Missmatched versions. The server can only be joined by the Starbound version it is running. Usually that means you'll have to update your game, but if the latest update is really new, the server might be running the outdated version instead. Contact @Zwergengraf here or via Discord to let him know and he'll put the monkeys to work immediatley!
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    DragonsForce reacted to Sonnenstreif in Die Legende der Ciaferous   
    Kapitel 3: Es ist eine Falle! (Teil 3)
     
    Auf einmal kicherte jemand ganz nah bei ihr und riss sie aus ihren Gedanken. Wegen dem ganzen Nachdenken hatte sie gar nicht bemerkt, wohin sie gelaufen war.
    "Hihi. Naive kleine Floranerin... Jetzt wirst du große Probleme bekommen."
    Die weibliche Stimme sprach sehr langsam und hallte von jedem Baum wider.
    "Wer bist du? Komm raus und zeig dich!", forderte Minka sie heraus.
    "Hihihi. Ich bin die Meisterin der Illusionen. Und du, meine kleine naive Floranerin, bist wunderbar in meine Falle getappt."
    Minka schaute sich alarmiert um, entdeckte aber nichts, was einer Falle ähnlich sah.
    "Hihi. Die Falle hat schon längst zugeschnappt. Der Beweis klebt noch an deinem Speer."
    Verwirrt betrachtete Minka den Speer, an dem noch das Blut von Isa hing.
    "Ich verstehe nicht...", sagte sie eher zu sich selbst.
    "Was du gesehen hast, Mensch und Tier, war nur eine Illusion von mir."
    "... Isa und der Wolf?"
    "Hihihi. Ganz recht. Ich habe dich hereingelegt. Und rate, was passiert, wenn die anderen Menschen herausfinden, was eine Floranerin getan hat. Richtig! Sie werden sich rächen und eine Schlacht gegen dein unschuldiges Dorf führen. Und schuld daran bist einzig und allein... du."
    "Warum sollte ich jemandem glauben, der sich nicht mal zeigen will?!", rief Minka aggressiv.
    "Dreh dich um."
    Vorsichtig lugte Minka über ihre Schulter und sprang erschrocken weg, als sie den Metallwolf hinter sich sitzen sah. Aber als sie mit ihrem Speer zustechen wollte, traf dieser ins Nichts und der Wolf löste sich langsam, wie Nebel, auf.
    "Hihi. Die Zeit läuft, kleine Floranerin. Bring dich in Sicherheit."
    Minka stand da wie angewurzelt. Die Szene mit Isa und dem Wolf war nicht real gewesen! Das erklärte auch, warum die offensichtlich richtige Isa so verwirrt und verleugnend reagiert hatte! Ein eiskalter Schauer durchfuhr Minka. Sie sprintete aus dem Stand los, die ganze Strecke zurück zum Ort des Geschehens. Sie rannte so schnell, dass sie fast über ihre eigenen Beine stolperte.
    Was hab ich nur getan... Wie konnte ich so dumm sein?!
    Bei der Stelle angekommen, war Isa nirgends mehr zu sehen. Nur eine Blutlache am Boden verriet die schreckliche Tat. Verzweifelt und voller Panik schaute Minka sich um und entdeckte eine Blutspur, die zur Kolonie hin verlief. Minka folgte der Spur, bis sie nach nur wenigen Metern jemanden regungslos vor sich liegen sah.
    Oh nein...
    Sie ließ ihren Speer fallen und warf sich neben ihr auf den Boden.
    "Isa! Kannst du mich hören?! Bitte sag doch was!", flehte sie ihre Freundin an. Aber Isa zeigte keine Reaktion.
    "Ich... ich muss irgendwas machen... irgendwas..."
    Lautes Gebrüll arbeitender Menschen drang zu ihr durch. Die Lichtung der Kolonie befand sich nur wenige Schritte von ihr entfernt.
    "Natürlich!"
    Ohne weiter nachzudenken, lagerte Minka den Speer wieder ins Inventar ein und hievte sich Isa auf den Rücken, was nicht leicht war, da ihre Flügel im Weg waren. Sie eilte so schnell sie konnte zur Lichtung und steuerte die nächstgelegendsten Soldaten an.
    "Hilfe! Ich brauche Hilfe!", rief sie.
    Die Soldaten hatten sie schon bemerkt und zwei von ihnen kamen ihr entgegen.
    "Stop, du darfst diese Zone nicht betreten!", warnte der ältere von beiden, wurde aber von seinem Kollegen an der Schulter berührt.
    "Warte mal. Ist das nicht...?", fragte der leise und deutete auf Isa. Der ältere machte große Augen.
    "Die Admiralin!", rief er empört.
    Minka war mehr als unwohl bei der Sache.
    "Sie ist schwer verletzt und braucht dringend Hilfe!"
    Es brauchte keine großen Erklärungen mehr, denn der jüngere nahm ihr die Bewusstlose bereits ab, während der ältere befehlerisch etwas in ein Kommunikationsgerät mit kleiner Antenne redete. Drei weitere Menschen kamen angerannt, zwei davon ebenso in Soldatenuniform und der dritte in Kleidung, die Minka nur von den Bauarbeitern kannte.
    "Was ist passiert?!", rief der Architekt entsetzt, als er Isa erblickte, die nun von den Soldaten weggetragen wurde.
    "Werden wir noch herausfinden", meinte der ältere Soldat trocken, der als einziger dortgeblieben war. Dann wandte er sich an Minka.
    "Du. Ich begleite dich in dein Dorf zurück. Komm."
    Etwas an der Art dieses Soldaten beunruhigte Minka. Seine Worte waren streng und ließen keinerlei Widersprüche zu. Außerdem schien es, als würde er jeden umbringen, der sich ihm widersetzte.
    "Wird... wird sie es denn schaffen?", fragte Minka vorsichtig.
    Der Blick, den sie vom Soldaten bekam, war tödlich, sodass sie sofort verstummte. Gerade als sie ihm folgen wollte, schaltete sich der Architekt ein.
    "Einen Augenblick, Sir. Lassen Sie mich die Floranerin zurückbringen. Sie sollten hierbleiben und die Lage im Auge behalten."
    Der alte Soldat bedachte ihn kurz mit seinem tödlichen Blick.
    "Gut. Aber nicht trödeln", gab er dann nach und ging davon, wobei er nochmal verachtend zu Minka schaute.
    Der Architekt sagte nichts, packte Minka nur am Arm und zog sie weg vom Koloniegebiet in den Dschungel.
    "Wie ist das passiert? Sei ehrlich", wollte er wissen.
    Im Gegensatz zum grimmigen Soldaten, versprühte der Architekt eine Menge Sympathie. Minka sah ihn an. Er war sehr jung, wahrscheinlich knapp jünger als Isa, trug eine dunkelolivgrüne Hose und eine dieser dunklen Jacken, die teilweise das Licht reflektierten. Am sonderbarsten aber waren seine Haare: Kurz, glatt und himmelblau mit zwei königsblauen Strähnen an der rechten Seite.
    Er blieb stehen und ließ Minka los.
    "Wer oder was hat das getan?", fragte er noch einmal ausdrücklich. In seiner Stimme lag keine Wut, sondern endlose Besorgnis.
    Minka schaute zu Boden. "I-Ich...", stotterte sie.
    "Du also. Wie ich es mir dachte."
    Es entstand eine unangenehme Stille. Der Architekt sah Minka nachdenklich an, die seinen Blick vor lauter Schuldgefühlen nicht erwidern konnte. Dann sah er an ihrem rechten Arm herunter.
    "Gib mir das", befahl er ruhig und streckte eine Hand aus. Ohne ihn anzusehen, löste sie  das Armband von Isa von sich und übergab es ihm.
    "Ich hoffe, dir ist klar, was du getan hast, Minka."
    Als sie ihren Namen hörte, schaute sie erschrocken in seine grau-grünen Augen.
    "Isa hat oft von dir erzählt", erklärte er. "Sie... hält sehr viel von dir."
    Bei diesen Worten schaute er von ihr weg und Minka wusste genau, was das bedeutete. Nach diesem Vorfall würde Isa sicherlich nie wieder gut über sie denken. Oder noch schlimmer: Was, wenn sie allen Menschen davon erzählte und Vergeltung wollte?
    Der Architekt schien ihre Gedanken lesen zu können. "Mach dir keine allzu großen Sorgen, es wird schon alles gut werden", versuchte er zu trösten. "Vorausgesetzt sie überlebt", murmelte er dann noch, leise genug, dass Minka es nicht verstehen konnte.
    "Geh nach Hause und... mach dich erstmal sauber."
    Erst jetzt bemerkte Minka, dass sie um den Hals herum bis zum Rücken mit Blut besudelt war. Selbst ihr rechter Flügel hatte etwas abbekommen. Ihr Angriff auf Isa muss wirklich fatal gewesen sein.
    "Ich werde versuchen, jeglichen Verdacht von dir abzuwenden", versicherte der Architekt und wandte sich zum Gehen.
    Minka brachte kein Wort heraus. Sie wusste nicht, ob das eine gute oder schlechte Idee war und schaute ihm hinterher, bis er zwischen der Dschungelflora verschwand.
    "Tick tack, tick tack... hihi."
    "Verschwinde!", schrie Minka verzweifelt und rannte nach Hause.
     
    Nachdem sie sich saubergewaschen und allen neugierigen Floranern erzählt hatte, was geschehen war, hatte sich Minka in ihr Zimmer zurückgezogen, in dem Versuch Schlaf zu finden. Aber je länger sie wach blieb, desto mehr quälte sie das Unwissen. Was sollte sie tun, wenn Isa starb? Irgendwann wurde sie durch das ganze Nachdenken so müde, dass sie sich ins Bett legte und kurze Zeit später einschlief.
     

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    DragonsForce got a reaction from Jasmin in Aus den Archiven Memoriaes - Briefe von Den Ryu   
    Dan,
     
    bitte entschuldige die lange Funkstille, interne Probleme auf Memoriae beanspruchten meine Aufmerksamkeit. Jetzt habe ich allerdings den Rest des Fragments transkripieren können:
     
     
    Ich setzte mich also ans Steuer, aber noch bevor wir abheben konnten wurden wir vom Verderben getroffen. Das Schiff machte einen Satz zur Seite, und urplötzlich war das Cockpit erfüllt von blinkenden und lärmenden Alarmen. Es war jedoch keine Zeit um sich darum zu kümmern - wir mussten das Risiko eingehen, dass lebensnotwendige Systeme getroffen waren. Davon abgesehen, wenn wir den Planeten nicht verließen, waren wir ohnehin verloren.
    Ich gab also vollen Schub auf die Triebwerke, und wir schossen förmlich aus der Atmosphäre, weiter beschleunigend bis wir uns auf einer Fluchtbahn aus der Umgebung Concordias befanden.
    Nun war endlich Zeit, den Schaden zu inspizieren. Mehrere der Zivilisten waren bei dem Angriff verletzt worden, unsere medizinischen Möglichkeiten waren auf dem überfüllten Schiff jedoch beschränkt. Der Schaden an den Schiffsystemen war beunruhigend: Der Tank hatte ein Leck bekommen, welches sich inzwischen zwar selbstständig abgedichtet hatte, aber zuvor den Füllstand gefährich niedrig gebracht hatte. Zusätzlich hatte der Navigationscomputer einiges abbekommen und drohte bei der nächsten Interaktion völlig den Geist aufzugeben. Zuletzt wa auch das Temperaturregelungssystem beschädigt worden, weshalb es schnell unangenehm kalt im Schiff wurde.
    Glücklicherweise waren die Scanner noch funktional, und wir visierten den ersten Planeten an, von dem die Langstreckenscanner behaupteten, er würde kohlenstoffbasiertes Leben unterstützen. Der Sprung (direkt zum Planeten hin, da wir keine zwei Sprünge riskieren wollten) war fast zu viel für das Schiff; Funken flogen und der Navigationscomputer schaltete sich teilweise ab. Nur noch manuelle Kontrolle...
    Ich bin ein guter Pilot, aber einen schwer beschädigten Frachter sanft auf einem unbekanntem Planeten runter zu bringen und zu landen übersteigt meine Fähigkeiten. Wir schafften es größtenteils unbeschadet durch die Atmosphäre, auch wenn es recht warm wurde. Unser Landeplatz befand sich in bergigem Terrain, und wir wären beinahe in eine Klippe gekracht. Ich konnte kurz davor stoppen, aber das Schiif hat sich dabei den Kiel gebrochen - es wird nie mehr fliegen.
     
    So, genug für heute. Ich hoffe Lanea hat recht und das hier hilft, aber jetzt gerade fühle ich mich noch schlechter als vorher.
     
     
    So, das ist alles von diesem Fragment. Es scheint nicht viel nützliches zu enthalten, aber ich glaube, wir könnten hier den Schlüssel haben! Wenn wir das Schiff finden können, gibt uns das möglicherweise neue Einsichten. Ich vermute dass es nicht all zu weit von der heutigen Stadt entfernt sein wird, vermutlich in den Hügeln im Osten.
    Ich melde mich wenn sich weitere Informationen finden lassen.
     
    Auf bald,
    Den Ryu
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    DragonsForce reacted to Viloras in Die Geschichte von Lilietta   
    Vorwort
    Joa… hi erstmal! Wie soll ich’s sagen? Dieses Kapitel hat eine extreme Überlänge wie man vielleicht schon sieht. Das kommt daher, weil heute eine ganz besondere Person in meiner Welt Geburtstag hat.
    Happy B-Day Min! x3
    Und gleichzeitig auch danke Min! :3
    Ohne dich hätte ich es nicht geschafft dieses Kapitel und so manch anderes zu schreiben! :3
    So… und jetzt: Viel Spaß beim Lesen!
     
    Kapitel 17
    In letzter Sekunde
     
    Die Reise dauerte mittlerweile schon über 5 Monate.
    Sie hatten einige Zwischenstopps und Erkundungstouren gemacht, um auch mal aus dem Raumschiffen rauskommen zu können, da sie zum Teil mehrere Tage bis Wochen am Stück nur in diesen weitergeflogen sind. Sie hatte dabei herausgefunden, dass das Schiff von Kev und Dario ein Modul hatte, womit man sich auf einen Planeten hinunter und wieder hinaufteleportieren kann und sein Schiff im Orbit kreisen lassen kann. Lilietta hatte so etwas zuvor noch nie gesehen in echt. Sie hatte nur einmal in einem Buch davon gelesen gehabt. 
    Doch trotz der Zwischenstopps war die Reise zum Teil sehr einseitig und langweilig gewesen. Über die Zeit hatte sie es geschafft sich mit Dario und Kev besser zu verstehen. Kev war zwar immer noch zum Teil misstrauisch aber es war weniger geworden. 
     
    Sie waren gerade wieder seit mehreren Wochen am Stück unterwegs mit dem Schiff und Lilietta war gerade wieder dabei, etwas auf ihrer Gitarre zu spielen, als S.A.I.L.'s Stimme sie unterbrach. 
    "Ein Anruf von Kev und Darios Schiff kommt rein. Soll die Sprachverbindung zugelassen werden und der Anruf gestartet?", fragte das S.A.I.L. Lilietta. Diese schaute kurz verwirrt. 
    Ob wir wohl wieder einen Zwischenstopp machen werden? So langsam würd ich echt gern hier mal wieder raus… ich hoffe wir kommen bald an., fragte sie sich und legte die Gitarre weg. 
    "Ja, stell den Anruf bitte durch.", antwortete sie ruhig. 
    "Sprachverbindung wird aufgebaut...", sagte S.A.I.L., während sie sich von ihrem Bett zu der Front bewegte, wo der Pilotensitz stand. 
    "Hallo? Lilietta, kannst du uns hören?", hörte sie nach einer kurzen Zeit dann Darios Stimme. 
    "Ja, kann ich. Was ist los? Machen wir einen weiteren Zwischenstopp? Ich könnte jedenfalls einen mal wieder brauchen. Zumal mir so langsam die Vorräte ausgehen...", sagte sie und setzte sich in den Pilotenstuhl. 
    "Wir machen nicht nur einen Zwischenstopp. Wir sind in ein paar Minuten an den Koordinaten, welche uns gegeben wurden. Der Planet direkt vor uns muss der Ort sein. Heißt, unsere Reise hat endlich ein Ende!", verkündete Dario fröhlich. 
    Wir sind bald auf dem Planeten angekommen??, dachte sie aufgeregt. Sie stand direkt auf und lief zur Glasfront. Vor ihr sah sie dann den Planet, welchen Dario erwähnte. Sie sah auch direkt eine Menge an Raumschiffen, welche in der Umgebung des Planeten umherschwebten. 
    Das ist also der Planet, worauf das Floranerdorf sein soll?, ging es ihr durch den Kopf. 
    "Endlich trifft es gut. Wurd echt Zeit, das wir ankommen! Wir werden vermutlich mit die letzten sein, die eintreffen.", hörte sie Kev leicht genervt sagen. 
    "Wir werden mit unserem Schiff hier oben, wie immer, im Orbit bleiben und uns runterteleportieren. Du kannst dann ja runterfliegen und zu deinem Floranerdorf gehen. Achte nur darauf, dass du nicht zu nah an der Kolonie landest. Das könnte ansonsten vielleicht ein paar Probleme machen.", erklärte Dario ihr. 
    "Okay! Ich werde mich dann jetzt verabschieden und hinunterfliegen zu dem Planeten. Wirklich… vielen Dank euch beiden!", sagte sie überglücklich und ging schnell wieder zurück zum Pilotensitz und machte alles bereit für den Landeanflug. 
    "Gut. Dann viel Glück mit dem Floranerdorf. Vielleicht sieht man sich ja sogar noch auf dem Planeten mal. Auf Wiedersehen.", verabschiedete sich Dario. Kev hörte man im Hintergrund leise grummeln. 
    Dann wurde es wieder still. 
    "Sprachverbindung wurde geschlossen…", hörte sie S.A.I.L. schließlich sagen. 
    Na dann mal los…, dachte sie und steuerte den Planeten an. 
     
    Auf dem Planeten war es noch relativ früh und die Sonne ging gerade erst auf. Jedoch war der Himmel leicht bedeckt mit einigen Wolken. Der Planet war fast vollkommen von einem Dschungel bedeckt. Es gab jedoch auch einen relativ großes Sumpfgebiet, wie sie bemerkte.
    Sie hatte nach kurzer Zeit das Floranerdorf entdeckt gehabt, sich jedoch dafür entschieden, das Raumschiff in einiger Entfernung zu landen, um nicht zu viel Aufsehen zu erregen.
    Beim Suchen nach einem Landeplatz entdeckte sie ebenfalls die Kolonie und ein weiteres Dorf, bei welchem es sich vermutlich um das Avianerdorf handeln muss.
    Sie hatte ihr Schiff schließlich westlich von dem Dorf auf einer kleinen Lichtung, welche ungefähr zwischen der Kolonie, dem Avianerdorf und dem Floranerdorf lag, gelandet. 
    Als sie gelandet war stand sie auf und begab sich zu ihrem Bett, um sich anzuziehen. Sie schaute kurz hinüber zu ihrer Rüstung. 
    Ach… die Rüstung wird ich glaub ich nicht brauchen…, dachte sie und zog sich wieder ihre Stoffkleidung an. 
    Sie war gerade auf den Weg nach draußen, als sie plötzlich stehen blieb und sich nochmal umdrehte. 
    Aber mein Schwert sollte ich für den Fall mitnehmen. Vielleicht gibt es hier Monster auf diesem Planeten…, überlegte sie und schnappte sich ihr Schwert. 
    Anschließend machte sie sich direkt auf den Weg zum Dorf. 
     
    Nach einiger Zeit des Wandern kam sie schließlich beim Dorf an. Sie hatte schon aus dem Dschungel heraus ein paar kleine Hütten gesehen. Als sie schließlich aus dem Dschungel hinaustrat sah sie das ganze Dorf. Die Sonne war mittlerweile weiter aufgegangen und sie atmete die frische Morgenluft ein um kurz zu verschnaufen.
    Im Dorf standen ein paar riesige Wohnbäume umgeben von einigen kleineren Hütten. Sie schaute sich weiter um. Hier und da liefen ein paar Floraner herum, aber niemand schien sie wirklich zu bemerken, wie sie dort am Rand des Dschungels stand.
    Plötzlich hörte sie laute, schnelle Schritte näher kommen. Als sie sich zu der Stelle drehte, woher die Schritte gekommen waren fand sie plötzlich ein Floraner direkt vor ihr stehen. 
    Er hatte eine etwas bräunliche Haut und dazu Blätter, welche Himmelsblau gefärbt waren. An sich trug er nur ein gelbes Fell über seine Brust und ein großes Blatt war um seine Hüfte gebunden. 
    "Hallo!!", sagte dieser plötzlich freundlich, jedoch auch laut. 
    Lilietta erschrak sich und sprang direkt zurück, um Distanz zwischen dem Floraner und ihr zu bringen. Gleichzeitig stärkte sie ihren Griff um das Schwert reflexartig. 
    "Wer ssein du? Von wo kommen du? Sssein friedlicher Besucher?", fragte er sie ohne zu warten schaute sie mit großen neugierigen Augen an 
    Lilietta schaute ihm verwirrt entgegen. Sie war immer noch leicht erschrocken von seinem plötzlichen Auftritt.  
    "Ich... ähhh... Ich bin Lilietta. Ich komm von einem anderen Planeten... und ja. Ich bin friedlich. Ich habe nicht vor euch Probleme zu bereiten.", sagte sie schließlich nachdem sie sich wieder gesammelt hatte und ließ nun das Schwert auch wieder etwas lockerer in ihrer Hand. 
    Der fremde Floraner schnappte erstaunt und beeindruckt nach Luft.  
    "Ich sssein Raziza! Ich dich führen inss Dorf, du kommen mit!", sagte er anschließend, drehte sich zum Dorf und stakste los, achtete jedoch darauf, ob sie ihm folgte. 
    Lilietta schaute ihm erst fragend hinterher, beeilte sich dann jedoch, wieder zu ihm aufzuschließen. 
    Vielleicht bringt er mich ja auch zum Greenfinger., dachte sie sich, während sie ihm folgte. 
    Sie folgte Raziza die ganze Zeit, während er sie durch das Dorf führte und ihr die ganzen verschiedenen Orte im Dorf zeigte. Sie überlegte, ihn zu fragen, ob er sie nicht direkt zum Greenfinger bringen könnte, jedoch ließ sie es und hörte ihm stattdessen aufmerksam zu wie er über die verschiedenen Orte Sachen erzählte.
     
    Nach einiger Zeit blieben sie schließlich vor einem der großen Bäume stehen.  
    "Hier wohnen Greenfinger. Bessser du dich vorstellen gehen, er sonssst kann sein böse! Raziza kennt gut...", sagte er nun, während er mit den Händen hinterm Rücken mit einem Fuß auf dem Boden scharrte und verlegen zur Seite schaute. 
    Lilietta lächelte ihn mitfühlend an, wissend, wie er es vermutlich meint. 
    "Vielen Dank für die Rundtour! War wirklich nett von dir.", sagte sie schließlich und schaute ihn fröhlich an. "Ich werd mich dann auch vorstellen. Ich wollte sowieso mit eurem Greenfinger reden wegen einer Bitte...", fuhr sie fort und schaute nun etwas nachdenklich zum Baum. 
    Hoffentlich darf ich hier bleiben... ich hab echt genug vom Herumreisen fürs erste., dachte sie und sie wurde etwas unsicher darüber, wie das Gespräch wohl laufen wird. 
    "Ssssuper! Raziza dich treffen später!", sagte Raziza anschließend fröhlich und ging glücklich davon. 
    Sie schaute ihm nochmal hinterher, wandte sich dann aber wieder dem Baum zu. Er war sehr groß und besaß drei große Äste. Als sie eintrat fand sie sich in einer Art Treppenhaus vor, welches bis zur Baumkrone führte. Sie ging die Treppe hoch und kam schließlich an einer Tür an, welche wohl in den untersten Ast zu führen schien. Sie klopfte an der Tür. 
    Hier scheint keiner zu sein…, dachte sie, nachdem sie noch einige Zeit gewartet hat. Sie beschloss weiter der Treppe hoch zu folgen. Sie kam an einer zweiten Tür an, an welche sie ebenfalls klopfte. Jedoch machte auch dort ihr niemand auf.  
    Letztendlich kam sie an der dritten Tür an.  
    Das wird dann wohl die richtige sein., dachte sie hoffend, atmete einmal tief durch und klopfte dann an der Tür. 
    Es vergingen einige Sekunden, doch dann hörte sie Schritte näher kommen von der anderen Seite der Tür.
    Dann ging die Tür langsam auf und vor ihr stand ein Floraner mit einem großen Geweih auf dem Kopf. Er hatte eine rötliche Haut und dunkelgrüne Blätter auf dem Kopf. Er trug des Weiteren ein gräuliches und braunes Oberteil sowie einen langen Rock, welcher bis zu den Füßen reichte in der selben Farbkombination. 
    Das wird wohl der Greenfinger sein., dachte sie staunend. 
    "Nanu? Wen haben wir denn hier? Du bist aber nicht im Dorfverzeichnis registriert, wenn ich mich recht erinnere...", sagte er nun zu ihr und schaute sie prüfend, jedoch trotzdem sehr freundlich an. 
    Lilietta wurde sofort nervös aufgrund seines prüfenden Blickes. Sie fing an hin und her zu wippen vor Nervosität, schaute ihn jedoch weiter in die Augen. 
    "Ich... bin Lilietta! Ich bin auch nicht von hier! Ich... bin hier heute erst angekommen mit meinem Schiff...", brachte sie schließlich hervor. 
    "Mit einem Raumschiff?", sagte er nun plötzlich sehr ernst. Die Freundlichkeit verschwand sofort und er schaute sie aus zusammengekniffen Augen an. 
    Lilietta zuckte zusammen wegen dem unerwartet ernsten Ton in seiner Stimme. Sie wurde immer nervöser und fühlte sich etwas unsicher. 
    "Ja... ich... bin hierhergekommen mit einem Raumschiff... ich hab es von meinem damaligen Greenfinger geschenkt bekommen...", fing sie langsam an sich zu erklären während die Erinnerungen an ihre alte Heimat ihr wieder schmerzlich ins Gedächtnis kamen.  
    "Interessant! Komm doch erst einmal herein und setz dich.", sagte er nun wieder plötzlich freundlich und auch sein Blick wurde wieder freundlicher.
    Dann ging er zurück in den Raum, welche sich hinter der Tür befand und deutete ihr mit einer Handgeste, ihm zu folgen und sich auf eines der beiden im Raum stehenden Sofas zu setzten, welche man von außerhalb schon sehen konnte. Lilietta schaute ihm kurz, immer noch verunsichert, hinterher, folgte ihm dann jedoch hinein.
    Drinnen angekommen setzte sie sich daraufhin auf eines der beiden während sie sich etwas umsah. Sie war erstaunt von der ganzen Ansammlung an Jagdtrophäen, welche neben den vielen anderen Karten und Bildern die Wände schmückten. Es standen auch ein paar Regale im Raum, welche gefüllt waren mit etlichen von Büchern. Außerdem stand in der Mitte des Raumes ein riesiger Globus.
    Sie konnte jedoch nicht erkennen, welchen Planeten der Globus abbildete. 
    Der Greenfinger setzte sich auf das andere Sofa, was gegenüber von dem anderem stand und machte es sich dort bequem. 
    "Mein Name ist Chinzah. Ich bin der Greenfinger dieses bescheidenen Dorfes, welches schon seit vielen Jahrzehnten existiert.", fing er an sich vorzustellen. Er machte eine kurze Pause und musterte Lilietta. "Ich will dir nicht zu nahe treten, aber würde es dir etwas ausmachen, mir mehr von dir zu erzählen? Ich finde es nämlich erstaunlich und zugleich mysteriös, dass du nicht die übliche Sprache der anderen Floraner beherrschst, sondern die von uns Greenfingern, obwohl du sichtlich keiner bist.", fragte er nun. 
    "Ach wegen dem zischeln...? Dazu kann ich ihnen leider keine Antwort geben... ich weiß es selber nicht. Ich wurde das auch schon öfters gefragt, seit ich mein Dorf verlassen musste... nur bis jetzt habe ich dafür keine Antwort gefunden.", fing sie an zu erzählen. Sie fühlte sich leicht unwohl, diese Frage immer noch nicht beantworten zu können. "Ich bin mittlerweile seit mehr als ein halbes Jahr immer nur unterwegs mit dem Raumschiff seit ich mein Dorf verlassen habe und besuche verschiedene Planeten um sie zu erkunden und um neues zu lernen...", erzählte sie weiter. Dann senkte sie den Kopf. 
    Wie das wohl klingen muss für ihn…, ging ihr durch den Kopf. 
    "Es klingt vermutlich merkwürdig... ich weiß. Eine normale Floranerin reist mit einem Schiff umher um Sachen zu lernen... und zudem zischelt sie nicht einmal.", sagte sie leicht traurig zu sich selbst lachend. Daraufhin murmelte Chinzah zustimmend.
    "Wie kam es denn, dass du deine Heimat verlassen musstest? Auch durch einen Angriff der Hylotlflotten?", fragte er sie nun. 
    "Nein... ich musste fliehen... vor meinem eigenen Stamm...", sagt sie nun leiser und schaute traurig zu Boden. Die Erinnerungen kamen nach und nach in ihr hoch und die Traurigkeit wurde immer größer. 
    "Bist du etwa gefährlich? Hast du dort jemanden ermordet?", sagte Chinzah und schaute sie nun prüfend und auch misstrauisch an.
    Dann merkte sie, wie sein Blick zu ihrem Schwert wanderte und in ihr stieg die Angst hoch, das er einen falschen Eindruck von ihr bekommen könnte. 
    "Nein! Nein...", fing sie leicht panisch an zu sagen und stand vor Schreck auf. Dabei fiel ihr Schwert klirrend auf dem Boden. Dann bemerkte sie, wie sie sich grad verhielt, setzte sich schnell wieder hin und hob das Schwert langsam wieder auf. "Dieses Schwert habe ich erst bei einer meiner Erkundungen gefunden... es ist etwas... besonderes. Aber das ist eine andere Geschichte...", sagte sie jetzt wieder ruhiger und schaute beschämt über ihre panische Reaktion zu Boden. 
    Chinzah atmete, nachdem sie sich wieder beruhigt hatte, erleichtert ein und lehnte sich zurück. 
    "Ähm... tut mir leid...", entschuldigte sie sich langsam. "Ich musste fliehen... weil ich in den Augen der Dorfältesten und vieler anderer Floraner nur Unglück brächte... Ich wurde zweimal kurz hintereinander von zwei verschiedenen Monstern angegriffen... es entbrach ein Streit zwischen dem Greenfinger und den Dorfältesten wegen mir, weil ich des Stammes verwiesen werden sollte, da sie meinten, wenn ich noch länger bleibe werde ich noch mehr Monster anziehen... und eines Tages griff eines der Monster das Dorf an... deswegen musste ich fliehen... weil selbst der Greenfinger hätte mich danach nicht mehr vor dem Dorf retten können...", sprach Lilietta weiter und fühlte sich mit jedem Wort schlechter. "Er und ein paar andere Floraner sowie einige der Wachen hatten mich bis zum Schluss immer verteidigt gegen die Argumente der Dorfältesten und der anderen... nur danach hätten sie auch nichts mehr tun können..."
    Sie schaute zu Boden und hielt sich den Kopf mit beiden Händen. Es tat ihr innerlich weh, weiter zu reden. Sie fühlte sich, als müsse sie sich gleich übergeben und ihr Kopf tat ihr weh, während sich die Erinnerungen schmerzhaft durch ihre Gedanken flogen. 
    "Ich wollte das alles nicht... ich wollte meine Heimat nie für immer verlassen...", sagte sie schluchzend vor sich hin und fing an zu weinen. "Wäre dieser Wolf nur nie gewesen...", war das letzte, was sie noch sehr leise hervorbrachte bevor sie sich nicht mehr in der Lage fühlte, weiter darüber zu reden.
    ... dann wäre nie ein so großes Misstrauen mir gegenüber entstanden..., dachte sie den Satz zu Ende.
    Sie hörte nur ein paar leise Geräusche. Plötzlich bemerkte sie eine Bewegung am Rand ihres verschwommenem Sichtfeldes. Dann spürte sie eine sanfte Berührung um ihre Hüfte. 
    "Tut mir leid, das zu hören. Auch wenn das für mich nach alberner Naivität klingt... hier wird dir so etwas jedenfalls nicht passieren. Und wer weiß? Vielleicht siehst du deine Freunde eines Tages wieder. Du weißt nie, was dich noch erwartet.", hörte sie nun Chinzah sagen. 
    Sie wischte sich mit einer Hand sich die Tränen aus dem Gesicht und schaute in die Richtung der Bewegung und woher seine Stimme kam. Er lächelte sie sanft an. Sie nickte nur kurz und versuchte sich wieder zu beruhigen. 
    "Vielleicht... aber ist es denn wirklich in Ordnung, wenn ich hier bleibe? Ich... suche schon seit langer Zeit nach einer neuen Heimat... jedoch ohne Erfolg. Ich bin des Reisen überdrüssig geworden... jedenfalls vorerst... Das ist der Grund, wieso ich hierhergekommen bin... Ich... hätte gerne wieder einen Ort, den ich Heimat nennen darf und kann.", sagte sie langsam, nachdem sie sich etwas beruhigt hatte.  
    "Dann wird es dich freuen zu hören, dass du dieses Dorf ab sofort deine neue Heimat nennen kannst.", verkündete er plötzlich erfreut. 
    Lilietta schaute ihn erst verwirrt und ungläubig an. Dann realisierte sie, was das für sie bedeutet. 
    Sie fühlte sich auf einmal so erleichtert. Dann merkte sie, wie ihr erneut tränen an den Wangen hinunter flossen. Doch diesmal waren es Freudentränen.
     "Ich... hab endlich eine neue Heimat. Vielen... vielen Dank Greenfinger Chinzah!" sagte sie nun immer noch überwältigt und versuchte die Freudentränen wenigstens ein bisschen zurückzuhalten um nicht noch verweinter auszusehen als so schon. 
    "Nichts zu danken. Ich freue mich über jeden Floraner, der mit uns leben möchte und werde es heute noch allen verkünden.", sagte er nun und stand auf von dem Sofa. "Wie steht es um eine Dorfführung?", bot er ihr im Anschluss direkt an.
    Lilietta blieb noch kurz sitzen und schaute zu ihm hoch, bis sie schließlich selber auch aufstand. 
    "Ich... ähm wurde schon von jemandem im Dorf rumgeführt. Sein name war Raziza. Also... ja...", antwortete sie und schaute leicht verlegen auf den Boden, weil sie Chinzah's Angebot nicht wirklich annehmen konnte. "Er war es auch, welcher mich zu euch brachte" 
    Plötzlich lachte Chinzah auf. "Raziza! Nun, wenn jemand einen Fremden sofort bemerkt, dann er... Gar kein Problem. Das erleichtert uns das ganze sogar.", sagte er, überlegte kurz und schaute rüber zu einem Regal mit vielen Schriftrollen. "Magst du dir nicht etwas die Beine vertreten? Du könntest dich schonmal mit anderen vertraut machen. Ich werde derweil schauen, wo genau du einziehen wirst." 
    "Okay, dann werd ich das machen! Ich werden dann nachher auch noch Sachen von meinem Schiff holen und sie schonmal an den Rand des Dorfes bringen.", sagte sie lauter Vorfreude und lächelte ihn an. Chinzah nickte ihr daraufhin zu und entließ sie damit. 
    "Nochmal... vielen Dank Greenfinger Chinzah!", sagte sie nochmals und ging damit hinaus aus dem Baum. 
    Sie ging überglücklich wieder aus dem Dorf und machte sich, nach kurzer Überlegung, direkt auf den Weg, ein paar Sachen aus dem Raumschiff zu holen. Mittlerweile bedeckten die Wolken den kompletten Himmel. Es würde bald wohl anfangen zu regnen, weshalb sie sich etwas beeilte. 
    Ich kann es echt nicht glauben… ich habe endlich eine neue Heimat!!, dachte sie glücklich. So ging sie Gedankenversunken durch den Dschungel und träumte vor sich hin.
     
    Sie war noch nicht lange unterwegs, als ein schriller Schrei sie aus den Gedanken riss. Der Schrei ließ ihr einen Schauer über den Rücken laufen.
    Lilietta war sofort hellwach und in Alarmbereitschaft und schaute sich hektisch um. Der Schrei wurde jedoch abrupt abgewürgt und es wurde wieder totenstill. Im nächsten Moment hörte sie eine weibliche Stimme. 
    "Nein!", hörte sie die Stimme laut rufen. 
    Das ist nicht weit weg! Irgendwas muss passiert sein!, schoss es ihr durch den Kopf. Sie lief direkt los in die Richtung, aus welcher der Schrei und der Ruf kam.
    Verdammt! Hoffentlich komm ich nicht zu spät!, dachte sie die ganze Zeit während sie so schnell sie konnte durch den Dschungel rannte. Währenddessen achtete sie auf die kleinsten Bewegungen und Geräusche um sie herum, auf der Suche nach der Person, die gerufen hat. 
    Dann bemerkte sie etwas links von ihr Bewegungen zwischen den Bäumen. 
    Da!, dachte sie und ließ ihr Schwert augenblicklich entzünden und holte aus während sie nun direkt auf die zu der Stelle rannte, woher die Geräusche kamen. 
    Sie sah in einigen Meter Entfernung eine Floranerin welche von einem grauen Wesen zu Boden gedrückt wurde. Die Floranerin hatte eine kleeblattgrüne Haut und rosa Blätter. Eines der rosa Blätter auf ihrem Kopf war nach oben geschwungen und war am Ansatz mit hellblauen Blüten umringt. Jedoch gab es eine Sache an der Floranerin welche Lilietta stark verwirrte. 
    Die Floranerin hatte schwarze Flügel auf ihrem Rücken. Jedoch hörte sie schnell wieder auf, sich darüber weiter Gedanken zu machen. 
    Das kann warten! Ich muss ihr helfen!, dachte sie und konzentrierte sich wieder vollkommen auf das Geschehen. 
    Dann visierte sie das Wesen an, welches die verletzte und blutende Floranerin zu Boden drückte und nach ihrer Kehle schnappte. Dabei bemerkte sie etwas, was ihr den Atem stocken ließ. Gleichzeitig wurden die Flammen um ihr Schwert größer. 
    Der Angreifer, welcher sich über der Floranerin befand, sie zu Boden drückte und versuchte, ihre Kehle zu erwischen, war der Metallische Wolf. Daran bestand kein Zweifel. 
    Was?!? Wie? Wie kann es sein, dass er hier ist?! Ist er mir etwa gefolgt?? 
    Sie schlug mit ihrem Schwert Horizontal durch die Luft und zog eine Feuerwelle hinterher, welche sie geradezu auf den Wolf schickte. Sie zielte etwas höher, um nicht aus Versehen die Floranerin zu treffen.
    Die Feuerwelle, welche sehr viel größer und stärker war als eigentlich geplant, fegte über beide hinüber. Dabei spürte sie sehr stark, wie Ihr die Energie dafür drastisch entzogen wurde. Ihr wurde für einen Augenblick kurz schwarz vor Augen und sie stolperte mehr nach vorne als zu rennen. Sie schaffte es, ihr Gleichgewicht schnell wiederzufinden und rannte weiter. 
    "Verschwinde du Biest!", rief sie und sah, wie der Wolf tatsächlich abließ und etwas Abstand nahm von der Floranerin.
    Lilietta stürmte nun zu ihr hin, kam durch die plötzliche Erschöpfung leicht stolpernd neben ihr zu stehen, stellte sich Kampfbereit hin und ließ den Metallischen Wolf nicht aus dem Auge während sie versuchte, sich ihre Erschöpfung nicht anmerken zu lassen. Dabei bemerkte sie, wie hinter ihm ein großer brauner Vogel auf dem Boden lag. Sein Gefieder war mit Blut bedeckt und auf dem Boden war eine Schleifspur aus Blut zu sehen. 
    Ist das ihre Beute gewesen und er will nur ihre Beute haben??, dachte sie hektisch nach und erinnerte sich daran, was der weiße Wolf zu ihr gesagt hatte. 
    Währenddessen war die Floranierin wieder aufgestanden. Ihr einer Flügel war vollkommen Blutüberströmt und es lief immer noch weiteres aus der Wunde. Plötzlich macht die Floranerin einen Pfeifton als ob sie jemanden rufen wollen würde. Lilietta sah sie verwirrt an. Dann schaute die Fremde Floranerin sie an nachdem nichts passierte. 
    "Du! Er hat Angst vor deinem Schwert, kannst du nicht…", fing sie an. Dann fing es an zu regnen. 
    Mist…!! Die Flamme während des Regens aufrecht zu erhalten wird zu viel Energie kosten… ich bin sowieso schon so erschöpf. Noch mehr und das wars mit mir…, dachte sie und ließ gezwungenermaßen die Flamme erlöschen. 
    Lilietta schüttelte den Kopf. 
    Verdammt… wir müssen hier schnellstmöglich weg. Vor allem muss ich sie in Sicherheit bringen! Vielleicht lässt er uns in Ruhe, wenn wir einfach weglaufen und ihre Beute dafür opfern., beschloss sie. 
    "Lass uns lieber gehen, dieses Ding da ist nicht normal und außerdem bist du verletzt!", sagte sie ihr. 
    "Aber…", fing sie an und schaute traurig zu dem am Boden liegenden Vogel. 
    Dann bemerkte Lilietta eine winzige Bewegung aus In ihrem Augenwinkel. Dann kam der Wolf auch schon vorgeschossen mit gefletschten Zähnen.  
    Lilietta packte die Floranerin gerade noch rechtzeitig an ihrem schwarzem Shirt und zog sie weg von dem Wolf. 
    "Komm schon!", sagte sie dringlich und zog sie hinter sich her, während sie in die Richtung des Floranerdorfs rannte. 
    Diese stolperte hinter ihr her. Das nächste Mal als sie sich umdrehte merkte sie, dass der Wolf ihnen nicht weiter gefolgt ist.  
    Als sie das Dorf schließlich sah entspannte sich Lilietta langsam wieder. Dann riss sich die Fremde plötzlich von ihr los und ging steif, ohne ein weiteres Wort zu sagen, allein Richtung Dorf. Lilietta schaute ihr nur hinterher.  
    "Und was ist mit deiner Verletzung…?", sagte Lilietta ihr leise hinterher und machte sich Sorgen. Doch die Floranerin schien es nicht gehört zu haben. 
    Plötzlich fühlte sie sich etwas unwohl und hatte das Gefühl, irgendeinen Fehler gemacht zu haben. Sie sah noch, wie ein anderer Floraner auf die verletzte Floranerin zulief, dieser jedoch komplett ignoriert wurde. Dann schaute der Floraner ihr entgegen und ging auf sie zu. 
    "Wasss passiert sein?", fragte der Floraner sie verwirrt und alarmiert. Im Hintergrund hörte man ein lautes Donnern während der Regen auf den Boden schlug. 
    "Ähm... sie wurde von einem Wolf angegriffen. Sie hatte vermutlich grade so einen großen Vogel erlegt gehabt, als der Wolf sie angriff... Ich bin so schnell ich konnte zu ihr gerannt, als ich ihren Ruf hörte und hab den Wolf mit meinem Schwert zurückgedrängt... nur war sie leider schon so schwer verletzt... daraufhin hab ich sie hierhergebracht. Glücklicherweise blieb der Wolf bei ihrer Beute...", sagte sie immer noch sehr erschöpft während sie versuchte, alles selber noch zu verarbeiten, was geschehen war. 
    Der Floraner sah sie entgeistert an. 
    "Du meinen einen unsserer Wächter?!", fragte er nun und zeigte auf die Baumkrone des Hauptbaumes.  
    "Wächter...?", sagte sie und schaut dorthin, wo er zeigte. Als sie dorthin schaute sah sie einige große Vogel herumfliegen und auch einige Zuflucht suchen vor dem Gewitter. 
    "Es... war so ein Vogel... ja... ", fing sie stockend an, stand dann jedoch geschockt da und schaute ihn nur noch ungläubig an während sie anfing zu realisieren, was das bedeutet. Sie hielt sich die Hände geschockt vor den Mund. 
    "Bitte nicht... dass... wusste ich nicht", brachte sie noch hervor und verstand nun auch, wieso die Floranerin diesen Pfeifton von sich gegeben hatte. Sie fühlte sich augenblicklich schlechter und Traurigkeit breitete sich in ihr aus. 
    Ich bringe wirklich nur Unglück zu denen, mit den ich Kontakt habe., flog ihr durch den Kopf, während das Regenwasser an ihr hinunter strömte. 
    "Und er gehabt braune Federn und runder Kopf?", fragte er noch, vermutlich um sicher zu gehen. 
    Lilietta nickte nur kurz, unfähig noch ein weiteres Wort zu sagen. Dann Donnerte es noch einmal und es wurde kurz alles erhellt. 
    "Sssein schlecht. Das gewesssen ihr Wächter. Er ssie wohl beschützen wollte...", sagte er nun und bestätigte ihre Befürchtungen. Dann schaute er ernst und nachdenklich in eine andere Richtung. "Am besten du sie nicht mehr anreden heute. Ich berichten Greenfinger davon.", riet er ihr nur. 
    "Okay...", brachte sie noch leise hinter ihren Händen hervor und nickte dabei nochmal kurz. 
    Daraufhin ging der Floraner weg in Richtung des Hauptbaumes und ließ sie allein im Regen stehen. 
     
    Lilietta lief anschließend gedankenverloren mit gesenktem Kopf im Kreis und macht sich vorwürfe wegen dem Wächter der Floranerin. Sie fühlte sich elendig. 
    Plötzlich spürte sie eine leichte Berührung an ihrer Schulter von hinten. Sie zuckte  zusammen und atmete stoßartig ein vor Schreck. Sie schaute ruckartig hoch vom Boden und wirbelte einmal herum, wobei sie das Gleichgewicht verlor und ein paar Schritte rückwärts stolperte. Sie schaffte es grade noch zu vermeiden hinzufallen. Vor sich fand sie einen Mensch, eine Frau, wieder. Vermutlich kam sie von der Kolonie. 
    Sie hatte langes, dunkelbraunes Haare und trug eine Art von Rüstung, welche Lilietta bisher noch nie gesehen hatte. Sie bestand einerseits aus blauem Metall, welches jedoch andererseits mit einem schwarzen flexiblen Stoff verbunden war. Zudem war die ganze Rüstung mit goldenen Verzierungen versehen. 
    Dann verschränkte die Frau ihre Arme. 
    "Da will man einmal eine gute Bekannte besuchen und entdeckt eine Floranerin, die Kreise im Dorf zieht. Hast du irgendwas verloren?", fragte sie Lilietta. 
    Lilietta schaut sie nur kurz verwirrt an und realisierte, wie sie wohl auf andere die ganze Zeit gewirkt haben muss.  
    Ich muss wohl echt merkwürdig ausgesehen haben…, dachte sie sich. 
    "Ähm... ich... nein... ich war grad wo anders mit meinen Gedanken... Ich glaube ich hab mal wieder nur Unglück gebracht...", antwortete sie traurig und verunsichert, nachdem sie sich wieder von dem Schock erholt hatte 
    "Kreise ziehen, nicht zischeln und Unglück bringen. Hast wohl von Minka gelernt.", sagte sie und nahm eine etwas lockerere Haltung ein. "Jetzt aber mal ehrlich: Was ist hier los? Die negative Atmosphäre spürt man schon von Weitem.", fragte sie nun genauer nach. 
    "Ich bin erst seit heute hier in dem Dorf angekommen... und nun darf ich hier leben. Als ich auf dem Weg war, einige meiner Sachen aus meinem Raumschiff zu holen hörte ich jedoch einen entsetzlichen Schrei und danach jemanden rufen... also bin ich losgerannt und hab diese Floranerin mit solchen schwarzen Flügeln gesehen, die von... diesem Monster angegriffen wurd... überall lief Blut an ihrem Flügel hinunter... und in weniger Entfernung am Boden in einer Blutlache einen großen braunen Vogel... welcher, wie ich später erfahren hab, ihr Wächter war... Ich konnte das Monster mit meinem Schwert zurückdrängen... und hab sie dann zum Dorf gebracht... während das Monster bei dem Vogel blieb. Ich wusste doch nicht, dass der Vogel ihr Wächter war...! Ich... wusste es einfach nicht...", erklärte sie langsam, schaute zu Boden und hielt sich den Kopf verzweifelt. 
    "Du willst mir doch nicht etwa sagen, dass du den großen flauschigen Vogel hast sterben lassen? Und das vor Minkas Augen? Das ist ganz übel.", sagte sie nun und schaute sich kurz um. "Wo ist sie jetzt?" 
    "Ich... hab sie als wir im Dorf angekommen waren nur noch in ein Haus gehen sehen... Ich vermute es war ihr eigenes... es tut mir so leid...", sagte sie langsam und war den Tränen nahe. Sie traute sich nichtmal hochzuschauen 
    "Hm. Ich regel das.", hörte sie die Frau nur ungerührt sagen und merkte, wie sie sich danach direkt zu dem besagtem Haus aufmachte.  
    Lilietta blieb stehen und entschloss sich so lange zu warten, bis die Floranerin, welche wohl Minka heißt, wenn sie es richtig verstanden hat, wieder rauskommt, um sich zu entschuldigen. 
     
    Es dauerte noch eine Weile, doch dann öffnete sich die Tür der Hütte und die Frau kam zusammen mit Minka wieder hinaus. Mittlerweile hatte sich Lilietta wieder gefasst, war aber komplett durchnässt und zitterte leicht wegen ihrer nassen und kalten Kleidung. Zudem war ihr schon länger leicht schwindelig vor Erschöpfung, was die Kälte und Nässe auch nicht grade verbesserte 
    Der Flügel von Minka war verarztet worden, weswegen sie kurz erleichtert aufatmete. Sie trug aber immer noch dasselbe schwarze Shirt von vorher und die lila Hose. 
    Lilietta eilte sofort zu ihr hinüber. Als sie bei ihr ankam bemerkte sie einen Minzgeruch, welcher von Minka ausging. Sie schien ihn in dem Wald vor lauter Stress nicht bemerkt zu haben, aber er kam unmissverständlich von Minka. 
    "Es geht dir gut, was ein Glück! Ich hatte in dem Chaos keine Chance mich vorzustellen… ich heiße Lilietta.", sagte sie und wurde leicht nervös.  
    Sie wusste nicht, wie sie anfangen sollte. Sie fühlte sich schlecht, seit sie von der Sache mit den Vögeln gehört hat. 
    "Tut mir leid wegen dem Vorfall. Ich hab von anderen hier gehört, dass ihr große Vögel als Begleiter und Helfer nutzt… Das wusste ich nicht! Ich dachte, du hättest ihn erlegt und der Wolf würde…", fing sie an sich zu entschuldigen. Doch dann hob Minka ihre Hand und Lilietta hörte auf weiterzureden. 
    "Schon gut. Immerhin hast du mich gerettet. Entschuldige mich jetzt, ich habe zu tun.", kappte sie sie ab. Anschließend ging sie an Lilietta vorbei und die Frau neben ihr folgte. Sie blieb noch einige Zeit still in dem Nieselregen stehen und schaute den beiden hinterher, während sie sich immer weiter entfernten.  
    Ich… sollte mich vielleicht daran machen, die Sachen zu holen…, dachte sie und wollte sich auf den Weg machen zu ihrem Raumschiff. Sie wollte sich auch etwas ablenken von den Geschehnissen. Sie fühlte sich immer noch elendig wegen dem Vorfall und sie spürte, wie sich die Erschöpfung immer stärker ausbreitete. 
     
    Doch sie kam nicht wirklich weit. Sie war grade am Rand des Dorfes angekommen als sie auf einmal über ihren eigenen Fuß stolperte und das Gleichgewicht verlor. Sie schlug unsanft auf dem Boden auf. 
    "Mist…", zischte sie zwischen zusammengepressten Lippen hervor. Sie versuchte aufstehen, hatte jedoch keine Kraft mehr in ihren Gliedern und rutschte bei einem Versuch auf dem, durch den Regen matschigen, Untergrund mit den Händen aus und fiel wieder zu Boden Zudem fühlte es sich plötzlich so angenehm an, einfach nur zu liegen. 
    "Vielleicht nur…", fing sie an, zu sich selbst zu murmeln und entspannte sich etwas. Sie spürte wie der Regen auf ihre Haut leicht prasselte. 
    …eine kleine Pause…, beendete sie ihren Satz in Gedanken und schloss die Augen. 
    Dann schlief sie ein. 
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    Das 77ste Infanteriebataillon (quasi vollständig) aka die Botbande
     
    Von links nach rechts:
     
    Master Sergeant Albert Pepper, Private Mike Sullivan, Lance Corporal Georges "Pink Guy" Miller, First Lieutenant Shura Jarih, Major James "Jimmy Jimbo" Rustleton, General Edvard "Looty McRansack" Mosken, Captain Carmen San Diego, Lieutenant Louis Elwood, Private Murielle "Miss Chievous" Dubois, Corporal Dave Robicheaux und Kowalski (Dienstgrad unbekannt).
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    Kapitel 3: Es ist eine Falle! (Teil 1)
     
    Blitzschnell rutschte Minka vom Vorsprung, ließ sich fallen und spreizte kurz vor dem Boden ihre Flügel, um sanft zu landen. Erst jetzt bemerkte sie, dass das ganze Dorf in Aufruhr war. Viele Floraner, darunter auch Jäger, stürmten los zur Brandstelle. Sogar der Greenfinger kam aus seinem Baum geeilt.
    "Ich habe es von oben gesehen! Wir müssen sofort dorthin und verhindern, dass sich das Feuer ausbreitet!"
    "Wir?!", fragte Minka verwirrt.
    Auch Lilietta kam hinzu. "Was ist denn hier los?!"
    "Bei den anderen Dörfern ist ein großer Brand ausgebrochen!"
    "Was?!", rief sie entsetzt.
    "Keine Zeit für lange Reden! Kommt mit!"
    Sofort rannte der Greenfinger ebenso los, gefolgt von weiteren Floranern und Minka und Lilietta. Über ihnen flogen sämtliche Riesenvögel in dieselbe Richtung. Ihre Besitzer mussten sie zum Ausschau halten losgeschickt haben.
     
    Bereits von Weitem waren Menschen und auch Avianer zu sehen, die aufgeregt um den Großbrand herumliefen und versuchten es mit Wassermengen aus übertrieben großen, maschinellen Wasserspritzpistolen zu löschen. Das Feuer wütete in der Kolonie, hatte bereits ein Haus komplett verschlungen und ein daneben stehendes zur Hälfte. Der kleine Park lag bedrohlich nahe am Brandpunkt und lief Gefahr, ebenso in Flammen aufzugehen.
    Die Floraner blieben kurz vor der Kolonie-Lichtung stehen und starrten neugierig oder panisch zum Feuer. Minka war enttäuscht, dass ihre Freunde sich nicht beim Löschen beteiligen wollten. Gleichzeitig kam ihr aber in den Sinn, dass Menschen Floranern nicht sonderlich trauten. Dem Greenfinger folgend rannte sie mit zu einer Gruppe von Menschen, die sich gegenseitig Befehle zuriefen. Einer von ihnen, in braun- und olivfarbener Soldatenuniform und mit einer großen langen Schusswaffe auf dem Rücken, bemerkte sie und kam ihnen entgegen.
    "Sofort stehenbleiben!", brüllte er und hielt eine Hand stoppend vor.
    "Entschuldigen Sie, dass wir einfach uneingeladen hereinkommen, aber diesen Brand zu löschen ist gerade oberste Priorität", entschuldigte sich Chinzah friedlich.
    "Wir haben die Situation bereits unter Kontrolle und benötigen keine weitere Hilfe. Und schon gar nicht von Tatverdächtigen."
    Sein Blick schweifte kurz zur Floranermeute am Lichtungsrand.
    "Wie bitte? Bezeichnen Sie meine Floraner etwa als Brandstifter?", fragte Chinzah entrüstet.
    "Es ist uns nicht unbekannt, dass eure Spezies gerne wild und ungestüm ist!", fuhr der Soldat ihn an.
    Weitere Soldaten mussten den Streit beobachtet haben und gesellten sich zu ihrem Kollegen, nur um ebenso lautstark gegen den Greenfinger zu argumentieren. Den Floranern am Lichtungsrand gefiel das gar nicht und einer nach dem anderen kam aufgebracht näher, um lautstark gegen die Menschen zu argumentieren. Zu allem Überfluss kamen auch noch Avianer dazu, die die Menschen unterstützten. Es war ein reines Wortgefecht. Alle redeten durcheinander, sodass Minka niemanden mehr genau verstehen konnte und wenn es so weiterginge, würde es wahrscheinlich ausarten. Voller Panik versuchte Minka Isa irgendwo in der Menge auszumachen, aber je mehr das Feuer gelöscht wurde, desto dunkler wurde es wieder. Der Soldat, der angefangen hatte, nahm bereits seine Waffe in die Hände und einige avianische Wachen taten es ihm gleich.
    Plötzlich landete ein Riesenvogel neben der streitenden Ansammlung und stieß einen so lauten und so schrillen Schrei aus, dass alle Wortgefechte verstummten. Nach einer kurzen peinlichen Stille wandte sich der Soldat erneut an den Greenfinger, diesmal etwas ruhiger.
    "Ab sofort hat jeder Floraner - ich wiederhole - jeder Floraner Besuchsverbot. Ohne Ausnahmen. Herumschleichen in unserer unmittelbaren Umgebung zählt ebenfalls dazu. Das gilt auch für euer schwarzes Schaf."
    Er sah Minka direkt an, die sich zurückhalten musste. Sie wusste, dass er ihre schwarzen Flügel meinte und konnte sich denken, dass "Schaf" als Beleidigung gemeint war, auch wenn sie sowas nicht kannte.
    "Verstanden?", hakte der Soldat nach.
    Chinzah seufzte. "Nun, ich denke es ist wohl am besten so."
    Daraufhin drehte er sich um und gab den Floranern das Kommando für den Rückweg. Er selbst warf noch einen Blick auf die Soldaten, die den Floranern trotzig hinterherschauten und machte sich dann kopfschüttelnd auf den Weg.
    Der Brand war nun vollständig gelöscht, wodurch die Atmosphäre umso düsterer erschien. Nur einzelne Laternen beleuchteten die Gegend. Auch Minka wollte nicht länger an diesem unsympathischen Ort bleiben und folgte ihren Freunden.
    Lilietta kam aufgebracht zu ihr.
    "Ich kann nicht glauben, was da eben passiert ist! Die haben uns tatsächlich Brandstiftung unterstellt! Wie kommen sie bloß darauf?"
    "Ich weiß es auch nicht. Vor allem weil wir Floraner doch eigentlich Feuer fürchten...", grübelte Minka.
    "Und dann hat dich der eine auch noch angegriffen, als hätte er direkt gegen dich etwas."
    Das kam auch Minka suspekt vor.
    An den Flügeln wird es wohl kaum gelegen haben. Doch da fiel ihr etwas ein.
    Als sie mit Isa über die Feuerfähigkeit ihres neues Speers gesprochen hatte, hatten drei Soldaten aus sicherer Entfernung mitgehört.
    Minka stockte der Atem, sie verlangsamte ihr Tempo.
    "Sie denken, ich war das!", flüsterte sie.
    "Wieso denn das? Sowas würdest du doch nie tun", erwiderte Lilietta ungläubig.
    "Würde ich auch nicht! Sie müssen mitbekommen haben, wie ich mit Isa über meinen neuen Speer gesprochen hatte. Er kann wohl irgendwie Feuer erzeugen..."
    Lilietta war überrascht. "Ah, du meinst wie mein Schwert?"
    Minka nickte und überlegte, ob sie vielleicht wieder zurückgehen sollte, um das Missverständnis sofort zu klären. Es wäre wohl aber unmöglich so ganz ohne Beweise und sie würde Risiko laufen, dass die Kolonie ihr nur noch mehr misstraute. Lilietta schien ihre Verzweiflung zu spüren.
    "Kopf hoch, wir kriegen das schon irgendwie hin", ermutigte sie Minka.
    Den ganzen Rückweg über beschwerten sich die Floraner untereinander über die Menschen und Avianer. Selbst als sie alle zurück im Dorf waren und sich in ihre Häuser zum Schlafen begaben, meckerten die meisten noch. Eigentlich wollte Minka wachbleiben und überlegen, wie sie das Problem am besten und schnellsten lösen konnten. Lilietta drängte sie jedoch so lange zum Schlafen, bis Minka unzufrieden nachgab.
     

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    DragonsForce reacted to Zwergengraf in The Model M   
    Hey,
    feel free to use The Model M
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    Die Burg Valois auf Anjou, in all ihrer (vergangenen) Pracht zu verschiedenen Tageszeiten



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    Kapitel 16
    Eine neue Heimat?
     
    Sie schaute sich zuerst einmal um nachdem sie draußen angekommen war. Hinter ihrem Schiff befand sich das kleineres Gebäude mit dem großem Schild. Links von ihr befand sich ein riesiger, sehr alt aussehender Torbogen worauf einige Zeichen eingraviert waren.  
    Ich frag mich was das ist und wofür das war… scheint wohl zu einer größeren Ruine zu gehören oder gehört zu haben., dachte sie und schaute sich weiter um. 
    Sie sah nur zwei andere Gestalten, die etwas außerhalb standen und sich zu unterhalten schienen, jedoch konnte sie nicht verstehen was sie sagten, weil sie zu leise sprachen. Ansonsten konnte sie keine anderen Personen sehen, nun da sie auf der Oberfläche angekommen war. Rechts von ihr befand sich das große Gebäude, welches ihr schon vorher ins Auge gefallen ist.  
    Das wird wohl das Zentrum des Außenpostens sein., dachte sie und machte sich auf den Weg zu dem großen Eingang des Gebäudes, da ihr auch langsam kalt wurde.
    Es war zwar kein Wind, jedoch war es sehr kalt und ihr Atem formte kleine Nebelwolken. Zudem war es auch relativ dunkel in der Umgebung. Die einzigen Lichtquellen waren die kleinen Geschäfte, sowie das große Gebäude und ein paar kleine Leuchten, welche verteilt auf dem Gelände standen. 
    Es war eine große Schleuse auf welche sie sich zubewegte, welche sich automatisch öffnete und auch wieder schloss. 
    Als sie eintrat wurde es schlagartig wärmer. 
    Ein Glück… hier scheint es eine Art Klimaanlage zu geben wie auf meinem Schiff., dachte sie sich und fühlte sich direkt wohler in der wärmeren Umgebung. 
    Es war nun auch etwas lauter und auch belebter als zuvor noch draußen. Sie sah mehrere Gestalten durch die Halle gehen, in welcher sie sich nun befand, und miteinander reden. Es gab auch einen kleinen Laden, welcher aber geschlossen war. 
    Hier ist schon etwas mehr los… vielleicht habe ich ja Glück und finde jemanden der mir weiterhelfen kann., dachte sie und schaute sich in der Halle um. 
    … aber wo und wie fang ich an?, ging ihr nun durch den Kopf und fühlte sich plötzlich etwas unsicher. 
    Sie hatte gehofft vielleicht einen anderen Floraner anzutreffen, welchen sie fragen könnte, jedoch sah sie keinen einzigen. 
    Okay… muss ich eben bei anderen Rassen nachfragen. Na dann mal los…, beschloss sie und machte sich daran  jeden zu fragen, der ihr über den Weg lief. 
     
    Sie hatte schon einige Zeit damit verbracht, sich von Person zu Person zu fragen, doch bis jetzt konnte ihr niemand weiterhelfen. Sie wurde auch oft ignoriert oder von den Leuten misstrauisch angeschaut. Sie hatte sich schließlich niedergeschlagen auf eine Bank gesetzt, welche sich etwas außerhalb stand, um eine Pause zu machen und zu überlegen, wie sie weitermachen sollte. 
    Ich glaube einfach weiter rumfragen wird nicht mehr viel bringen… Vielleicht sollte ich zurück zum Schiff gehen, mich etwas ausruhen und es dann später nochmal versuchen mit einer neuen Taktik., überlegte sie und schaute gedankenversunken durch die Halle. 
    Plötzlich wurde sie aus ihren Gedanken gerissen, als sich jemand neben sie auf die Bank setzte. Sie schaute die fremde Person an und musterte sie. 
    Dann fing die Person an in einer etwas dunkleren Stimme zu reden. 
    "Ich hab gehört eine merkwürdige Floranerin würde herumfragen, ob jemand den Standort eines Floranerdorfes kenne. Bist du diese Floranerin?", fragte er sie. 
    "Ähm… ja. Ich suche nach einem.", antwortete sie vorsichtig. 
    "Und wieso suchst du nach einem, wenn ich fragen darf.", fragte er ruhig. 
    "Ich suche nach einer neuen Heimat, das ist der Grund.", sagte sie langsam und schaute die Person neben ihr genauer an. 
    Es war ein Avianer. Er schien schon etwas älter zu sein und hatte einen Mantel um. Er schaute sie jedoch nicht an sonder schaute nur nach vorne. 
    "Eine neue Heimat suchst du… so ist das also. Das ist durchaus amüsant.", gab er leise murmelnd von sich. 
    Lilietta wollte grade fragen, was daran so amüsant wäre, als er wieder begann zu reden. 
    "Du bist nicht die einzige, die sich hier nach einer neuen Heimat erkundigt. Zwei Leute fragen hier auch schon seit mehreren Tagen herum nach einem Planeten, auf welchem sie zusammen mit ihrer Kolonie leben können.", erzählte er ruhig. 
    Ich bin nicht die einzige? Und sie haben sogar eine Kolonie? Vielleicht sogar eine Floranerkolonie?, schoss es ihr durch den Kopf. 
    "Wirklich? Eine Kolonie? Vielleicht… könnt ich mich ja bei ihnen erkundigen nach einer neuen Heimat oder vielleicht kann ich sogar ihrer Kolonie beitreten!", sagte sie freudig und lächelte zu dem älteren Avianer hinüber. 
    Dieser drehte sich nun schließlich zu ihr um und schaute sie erstaunt an, während sie ihn glücklich entgegen lächelte. 
    "Hm… man sollte wirklich nie ein Buch nach seinem Umschlag beurteilen.", sagte er und schmunzelte. 
    Lilietta schaute ihn fragend an. Sie wusste nicht ganz, was er meinte.  
    "Jedenfalls… ich habe grade eben noch einen der beiden rausgehen sehen. Vielleicht findest du sie dort.", fuhr er wieder fort.  
    "Okay, vielen Dank für deine Hilfe!", sagte sie glücklich, sprang von der Bank auf und machte sich schnell auf den Weg raus aus dem Gebäude. Sie drehte sich noch einmal kurz um und schaute zu der Bank, wo sie vorhin noch saß mit dem Avianer, und sah, das dieser bereits wieder verschwunden war. 
    Er war wirklich nett. Ich schulde ihm was, falls ich ihn je Wiedersehen sollte. Aber jetzt erstmal zu den beiden Personen…, dachte sie, während sie das Gebäude durch die Schleuse wieder verließ. 
     
    Draußen angekommen schaute sie sich direkt um. Nach kurzer Zeit hatte sie eine Gestalt in wenig Entfernung vor sich entdeckt, welcher sich von dem großem Gebäude wegbewegte und in Richtung des Schildes ging.  
    Das muss eine von den beiden Personen sein, die er erwähnt hatte., dachte sie sich. 
    An dem Schild sah sie eine weitere Person stehen, welche vermutlich die andere erwähnte Person sein muss, so dachte sie. Es war ein Mensch, welcher an dem Schild stand. Sie erkannte es, da er leicht angeleuchtet wurde von einer der herumstehenden Leuchten. 
    Ein Mensch? Hm… dann wird es vielleicht zwar keine reine Floranerkolonie sein, jedoch gibt es da vielleicht trotzdem welche… versuchen kann ich es ja wenigstens., dachte sie sich und machte sich auf den Weg, ebenfalls zum Schild zu gehen. 
    Als die eine Person an dem Schild angekommen war fing diese direkt an zu reden. Dabei wurde sie vom Licht angeschienen, wodurch Lilietta erkannte, das es sich bei der Person ebenfalls um einen Menschen handelte.
    "Hey! Ich hab grad die Nachricht bekommen, das wir einen Planeten gefunden haben!", hörte sie ihn freudig reden. 
    "Echt?? Dann können wir ja endlich aufhören hier weiter rumzufragen! Wir haben sowieso schon zu viel Aufmerksamkeit auf uns gezogen…", hörte sie den anderen reden. Beide schienen sie noch nicht bemerkt zu haben und da sie nicht einfach in deren Gespräch reinplatzen wollte wartete sie in ein paar Metern Abstand. 
    "Ich hab auch direkt die Koordinaten bekommen. Das einzige war nur, das wir vorsichtig sein sollen wo wir landen mit dem Schiff. Es sollen wohl noch andere Dörfer bereits auf dem Planeten stehen.", fuhr der eine Mensch fort. 
    "Andere Dörfer? Von welchen Rassen? Auch von Menschen?", fragte der andere schnell hinterher. 
    "Es soll ein Avianerdorf und ein Floranerdorf auf dem Planeten sein…", antwortete er. 
    Ein Floranerdorf?! Hat er grad gesagt, das dort ein Floranerdorf sein soll?, dachte sie aufgeregt und konnte es fast nicht fassen. Sie zitterte beinahe vor Aufregung über diese Info und konnte nicht mehr still stehen. 
    "Hm… na gut, wenn die Führung sagt, das es dort sicher ist… auch wenn ich nicht ganz weiß, was ich von dem Floranerdorf halten soll. Hoffentlich machen die keinen…", begann der andere wieder zu reden. Doch dann schaute er in Liliettas Richtung und hörte auf zu reden und er machte ein genervtes Gesicht. Sein Freund drehte sich ebenfalls nun zu ihr um. 
    "Hey du! Kümmer dich um deinen eigenen Kram und hör auf uns zu bespitzeln.", blaffte er sie an. 
    "Ich… äh… tut mir leid… ich wollte eigentlich…", brachte sie stammelnd hervor, wurde jedoch direkt wieder abgewürgt beim Reden. 
    "Was wolltest du? Uns belauschen? Es geht dich nichts an, was wir hier besprechen.", schnitt er sie ab. 
    Sie ging eingeschüchtert ein paar Schritte zurück und schaute beschämt und sich schlecht fühlend zu Boden. 
    "Hey, Kev. Jetzt übertreib nicht direkt. Bring sie nicht noch zum Weinen, sonst erregen wir noch mehr Aufmerksamkeit… zudem ist es auch nicht nötig.", beschwichtigte der andere den wütenden.  
    Dieser schaute ihn nur kurz an und seufzte genervt, sagte jedoch nichts weiter. 
    "So… und was willst du nun? Es ist schon etwas verdächtig, das du uns hier belauscht.", fing der etwas Ruhigere an, schaute sie jedoch nicht weniger misstrauisch an als der andere. 
    "Ich hatte gehofft, ihr könntet mir weiterhelfen bei meiner Suche…", fing Lilietta an. 
    "Auf der Suche nach was?", fragte er nach. 
    "… nach einer neuen Heimat.", beendete sie ihren Satz. 
    Es herrschte ein paar Sekunden Stille. Die beiden Menschen schauten sich gegenseitig an und dann wieder sie. 
    "Und… wieso kommst du damit zu uns?", fragte der ruhige vorsichtig.  
    "Ich hatte gehört, ihr würdet ebenfalls nach einem Planeten für eine Kolonie suchen. Und da dachte ich, ihr könntet mir weiterhelfen.", erklärte sie und schaute wieder zu den beiden hoch. 
    "Also in unsere Kolonie werden wir dich nicht aufnehmen, wenn du das meinst. Die ist ausschließlich für Menschen.", sagte der andere, etwas Wütendere wieder. Der ruhigere nickte zustimmend. 
    "Zudem… wir kennen dich nicht und du bist auch noch eine Floranerin. Euch Floranern kann man eh nicht trauen. Ihr seid doch allesamt wilde Bestien.", ergänzte er noch dazu. 
    Sie schaute die beide an geschockt und verletzt an. 
    Was…? Wieso… ich bin eine Bestie? Ich hab Ihnen doch nichts getan…, dachte sie traurig und verletzt. 
    "Jetzt übertreib nicht gleich.", meldete sich der Ruhige zu Wort. 
    "Und…", fing sie vorsichtig and und überlegte noch kurz. "Was ist mit dem Floranerdorf? Wäre es nicht möglich, das ich euch einfach nur hinterherfliege zu dem Planeten? Ich werde euch und eure Kolonie weiter nicht stören… ich würde nur gerne zu diesem Floranerdorf.", fragte sie schließlich. 
    "Also hast du uns wirklich belauscht!", fuhr sie der wütende wieder an. Der ruhigere schaute diesen kurz an, worauf der wütende nur grummelte, aber wieder still wurde. 
    Wenigstens kann ich mit einem von beiden halbwegs normal reden…, dachte sie sich. 
     "Das ist schon eher möglich… nur ich bin mir immer noch nicht sicher...", sagte der Ruhigere langsam. 
    "Bitte... ich will nur wieder eine Heimat haben... ich werde euch auch nicht weiter belästigen, ich versprechs!", sagte sie und schaute ihn flehend an. 
    "Warte mal grade hier...", sagte er nun und nahm seinen Freund an der Schulter und zog ihn etwas weg von ihr. Dann begangen sie zueinander zu flüstern, sodass Lilietta nichts mehr hören konnte. 
    Plötzlich sagte Kev, der Wütende von beiden: "Verdammt! Mach doch was du willst. Ich übernehme dafür aber nicht die Verantwortung, wenn etwas passiert! Ich trau diesen Floranern keinen Schritt weit.", und zeigte dabei auf Lilietta. Danach ging er weg zu einem der Schiffe. 
    Dann kam der Ruhige von beiden zu ihr wieder hinüber. 
    "Gut... du darfst uns hinterherfliegen. Aber wehe dir, du baust irgendeinen Mist... Verschwende nicht das Vertrauen, was ich dir schenke.", sagte er schließlich. 
    Sie schaute ihn erst ungläubig an, dann machte sich ein Lächeln auf ihrem Gesicht breit. 
    "Vielen Dank! Wirklich! Ich werde es nicht verschwenden, ich versprechs.", sagte sie aufgeregt und über allem glücklich. 
    Ich habe endlich ein mögliches Zuhause gefunden!! Ein Floranerdorf! Ich... ich kann es nicht erwarten aufzubrechen!, überschlugen sich ihre Gedanken. Sie konnte nicht einmal mehr still stehen vor Aufregung. 
    "Wir hatten vor, so früh wie möglich aufzubrechen. Wie sieht es mit dir aus? Könntest du dich direkt startklar machen?", fragte er sie nun. 
    "Ja, kann ich!", Antwortete sie direkt. 
    "Gut. Dann mach dich startklar. Wir werden sobald du fertig bist direkt losfliegen. Wir haben einen langen Weg vor uns. Den Koordinaten nach zu urteilen werden wir wohl mehrere Monate fliegen müssen. Also wäre es auch nicht schlecht, wenn du deinen Treibstofftank hier nochmal voll auftankst. Treibstoff kannst du dir hier in diesem Gebäude kaufen, falls du es noch nicht weißt.", rat er ihr und zeigte auf das kleine Gebäude, was direkt neben ihnen stand. 
    "Mehrere Monate?", fragte sie ungläubig. 
    "Ja, die Koordinaten sind sehr weit weg von uns und wir haben keinen FTL-Antrieb für unser Schiff, also müssen wird den ganzen Weg fliegen. Und ich vermute mal, du hast auch keinen, so wie dein Raumschiff aussieht.", erklärte er ihr. 
    "Nein... sowas habe ich nicht. Dann werde ich wohl meinen Tank auffüllen gehen schnell. Sobald ich das gemacht habe, sag ich Bescheid!", sagte sie und machte sich auch direkt auf den Weg in das Gebäude.  
    Drinnen angekommen sah sie eine vermummte Gestalt, welche hinter einem Tresen stand. Von dieser kaufte sie sich Treibstoff und musste direkt fast ihr ganzes Geld, welches sie von Lambert bekommen hatte, dafür ausgeben.
     
    Danach gab sie Kev und Dario, als welcher sich der etwas Ruhigere schließlich vorgestellt hatte, bescheid. 
    Anschließend hoben beide Schiffe ab und machten sich auf die lange Reise. 
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    Zweiter Teil von Fungus
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    (In voller Länge zur Feier von Zwergis Geburtstag und weil ein schwarz-lilanes Wölfchen es so wollte :3)
     
    Kapitel 2: Das Wiedersehen
     
    Währenddessen... An einem unbekannten Ort...
     
    Es war stockfinster. Obwohl kein Mond schien, beleuchtete ein schwaches rötliches Licht den Grund eines kleinen Teiches. Ringsherum standen mehrere Gestalten verschiedener Größe, nicht zu erkennen durch die Dunkelheit.
    Eine tiefe strenge Stimme sprach: "Wir müssen etwas unternehmen. Dieser Silberflügel wird uns sonst früher oder später Probleme bereiten. Vorschläge?"
    "Njähähä. Direkt angreifen und zerfetzen!!", antwortete eine psychotisch verrückte Stimme.
    "Idiot. Das wäre viel zu auffällig."
    Eine Ruhige meldete sich zu Wort. Sie sprach sehr langsam, fast schon träumerisch.
    "Ich weiß etwas. Und mit diesem Plan schlagen wir sogar zwei Fliegen mit einer Klappe."
    "Klingt doch optimal. Wie sieht der Plan aus?"
    "Wir tun Folgendes..."
     
    Zurück im Hyperraum bei Minkas Raumschiff...
     
    Nach dem Eingeständnis, dass sie Elsa wohl nie wiedersehen würde, machte Minka sich auf den Weg nach Hause.
    Den ganzen Rückflug über überlegte sie, ob sie nicht irgendetwas  übersehen hatte. Irgendeine Möglichkeit, um Elsa vielleicht doch noch zu finden. Aber in der endlosen Finsternis dieses Planeten hätte sie wahrscheinlich Jahre vergebens gesucht oder wäre den Schattenwesen zum Opfer gefallen.
    Das Schiff trat in die Umlaufbahn ihres Heimatplaneten ein. Minka war zu gedankenverloren, um den genauen Teleportpunkt zu bemerken und landete dadurch etwas abseits ihres Dorfes. Es war nachts und sie musste sich die letzten Meter durch allerlei Gestrüpp kämpfen, wobei sie sogar noch über eine Ranke am Boden stolperte. Sie zischelte verärgert und bemerkte kaum, wie ihr ein bekannter Floraner entgegenkam.
    "Oh! Minka! Lange issst her! Wie war deine Reisse?", begrüßte Ako sie erfreut.
    "Hallo, Ako."
    Ohne ihn auch nur anzusehen lief Minka weiter zu ihrem Haus. Alle im Dorf schienen zu schlafen. Nur am anderen Ende des Dorfes sah Minka einen weiteren Floraner patrouillieren und weit oben hörte sie einmal den Ruf eines Riesenvogels.
    Bei ihrem Haus angekommen musste sie feststellen, dass etwas anders war als sonst. Abgesehen davon, dass es sichtlich größer geworden war, befand sich ein kleines Beet direkt nebendran. An langen, knochenbleichen Ranken mit dunkelvioletten Blättern hingen blutrote runde Früchte, die Minka nicht kannte.
    Ihre schwarzen Flügel streiften den Türrahmen, als sie ihr Zuhause betritt. Sie sah sich um.
    Die untere Ebene sah jetzt mehr nach einem Besprechungsraum aus, mit zu vielen Sitzmöglichkeiten, Tierpelzen an den Wänden, einigen Blumen... und einer Treppe, die nach oben führte. Sofort schwang sich Minka die Treppe hinauf und fand oben ihr Bett. Neben einem Schrank aus Leder und Holz lag auch Sommerwinds Strohnest, das Minka nie entsorgen wollte, nachdem er gestorben war.
    Am anderen Ende des Raumes entdeckte sie ein zweites Bett. Es war nicht ungewöhnlich, wenn zwei oder mehrere Floraner in einem Hausbaum wohnten.
    Zu müde um zu grübeln, ging sie zu ihrem Bett und legte sich seufzend hin. Sie genoss das schwache grüne Licht und die vertraute Umgebung bewirkte, dass sie schnell einschlief.
     
    Am nächsten Morgen wurde Minka durch das laute Schließen einer Tür geweckt. Widerwillig öffnete sie die Augen und lauschte. In der unteren Etage waren Schritte zu hören. Minka setzte sich auf und wartete. Jemand kletterte die Treppen hinauf und kurz darauf stand Lilietta im Raum. Sie war überrascht, aber erfreut, als sie Minka sah.
    "Du bist zurück! Wo warst du denn die ganzen Jahre? ...warte. War ich zu laut? Hab ich dich geweckt? 'tschuldige."
    Minka schaute verdutzt drein. "Um... alles gut, ich war eh schon wach. Wohnst du jetzt auch hier?", wollte Minka wissen und zeigte auf das andere Bett.
    "Öh, ja. Der Greenfinger hatte mir das angeboten gehabt, nicht lange nachdem du weg warst. Das ist doch okay, oder?!"
    "Ja, natürlich", versicherte Minka.
    Lilietta atmete erleichtert aus.
    "Aber jetzt erzähl doch mal, wo du so lange warst!"
    "Ich wollte zu Greenfinger Chinzah gehen. Wenn du mitkommst, kannst du mithören."
     
    Der Weg zum Baum des Greenfingers gestaltete sich schwerer als erwartet. Mehrere Floraner kamen neugierig angerannt, bombardierten Minka mit tausenden von Fragen und kesselten sie regelrecht ein. Lilietta ließ sich das nicht bieten. Sie packte Minka am Arm, zog sie aus der Meute und eilte zum großen Baum. In der ersten Etage angekommen, schloss sie die Tür und hielt inne.
    "Puh... das war knapp."
    "Hmh", stimmte Minka zu und überlegte. "Da fällt mir etwas ein. Warum kamst du eigentlich erst heute Morgen nach Hause?"
    "Ich war auf der Suche."
    "Suche? Bei Nacht?"
    "Erinnerst du dich nicht mehr? An den Metallwolf, vor dem ich dich gerettet hatte? Er muss ja irgendwo auf dem Planeten wohnen."
    "Ja schon, aber... so ganz alleine? Das ist echt mutig."
    "Oder echt dumm."
    Bei der Stimme vom Greenfinger schreckten beide zusammen.
    "Greenfinger Chinzah! Du wirst nie glauben, was..."
    "Lilietta! Ich hatte dir doch ausdrücklich untersagt, alleine nach diesem Wolf zu suchen!", unterbrach er Minka aufgebracht.
    "Tut mir leid", murmelte Lilietta und schaute zur Seite.
    Der Greenfinger beruhigte sich wieder. "Ich weiß, du hast deine Gründe, aber es bringt niemandem etwas, wenn er dich auch noch tötet."
    Minka war verwirrt.
    Was sollte Lilietta für Gründe haben, diesen Wolf zu jagen?
    Sie würde später nachfragen.
    Die Drei begaben sich in Chinzahs Raum und Minka begann zu erzählen. Liliettas Augen wurden immer größer und auch Chinzah war erstaunt, als sie hörten, wie Minka wegen Nyura nur knapp dem Ruin entkam.
    "Da hast du wohl eine Freundin fürs Leben gefunden."
    "Aye", sagte Minka genervt und fügte murmelnd hinzu: "Müsste aber tot sein."
    Chinzah sah sie mit einem prüfenden Blick an.
    "Ich weiß, ich weiß. Du sagst immer, man soll jedem eine Chance geben und nie vorurteilen. Aber das ging wirklich zu weit, ich konnte nicht anders."
    "Na hoffentlich schlägt dir das nicht aufs Karma."
    "Ich denke, das hat es bereits...", grummelte Minka und erzählte weiter, wie sie Elsa kennenlernte und mit ihr das Universum unsicher machte, bis sie auf dem Mitternachtplaneten landeten und sich durch einen Hinterhalt verloren.
    "... und dann hatte ich mich auf den Heimweg gemacht."
    Chinzah nickte veständlich. "Nun, ich glaube, das Reisen mit diesem Engel hat dir ganz gut getan. Was das Dorf angeht war alles soweit friedlich, bis auf einen Angriff des Wolfes auf einen Jagdtrupp. Seitdem wollen gewisse Floraner ihn auch unbedingt erlegen", sagte er mit einem strengen Seitenblick auf Lilietta.
    "Er ist also wirklich noch da...", flüsterte Minka nachdenklich zu sich selbst.
    Chinzah nickte erneut und machte eine kurze Pause, bevor er heiter erwähnte:
    "Ah, übrigens! Du solltest unbedingt der Kolonie einen Besuch abstatten! Dort hat sich eine Menge getan."

    So verabschiedeten sich alle voneinander und Minka machte sich voller Erwartungen direkt auf zur Kolonie. Chinzah behielt recht. Viele neue Gebäude waren dort entstanden und etliche Menschen liefen geschäftig hin und her. Es dauerte nicht lange, bis sie die blaue Kleidung von Isa ausmachte, die Minka hocherfreut empfing und sofort eine Rundtour gab. Alle Häuser waren aus dem gleichen ockerfarbenen Gestein, ebenso wie die Dächer, die aber fast immer eine andere dunkle Farbe hatten. In der Mitte des Ganzen befand sich eine Art kleiner Park mit einem Springbrunnen, Bänken zum Sitzen und vielen Blumen. Isa selbst wohnte allein in einem Haus am Rand der Kolonie. In der Richtung, wo die Avianersiedlung lag, befanden sich noch weitere Wohnungen im Bau. Minka entdeckte dort einige Menschen, die mit einem gelben Helm auf dem Kopf und seltsamen, teils lichtreflektierenden Jacken rumliefen.
    Nachdem Isa so viel mit ihrer Kolonie geprahlt hatte, war Minka an der Reihe. Denn während der Abenteuer mit Elsa hatte sie eine besondere Waffe gefunden. Sehr gut versteckt in einem Höhleneingang lag in einer großen Truhe ein Speer, aber kein gewöhnlicher. Aus unerklärlichen Gründen glühte die Speerspitze, als würde eine Flamme darin lodern. Isa meinte, dass es eine elementare Waffe sei und Minka noch herausfinden müsste, wie sie das Feuer aktiviert. Minka widerum konnte sich einen Feuer erzeugenden Speer nur schwer vorstellen, gleichzeitig war sie aber fasziniert von dem Gedanken.
    Beide setzten sich auf eine der Bänke beim Springbrunnen und erzählten noch eine Weile. Bis es dämmerte. Am liebsten hätte Minka noch viel länger geplaudert, aber Isa hatte noch Wichtiges zu erledigen, also machte sich Minka dann doch auf den Rückweg. Und obwohl sie durch die vertraute Umgebung und ihre besten Freunde wieder positive Energie geladen hatte, machte sich ein mulmiges Gefühl in ihr breit.
     
    Am späten Abend, als es schon dunkel war, ging Minka auf den kleinen Vorsprung, weit oben in der Baumkrone des Greenfinger-Baumes. Das Dach war hier an einer Stelle offen und das Stroh wie eine Plattform nach außen weg gebaut. Hier konnten die Jäger direkten Kontakt mit ihren Riesenvögeln aufnehmen. Da Minka keinen mehr besaß, setzte sie sich ans äußere Ende und ließ die Beine über die Kante nach unten baumeln.
    Während sie über die dunkle Dschungellandschaft hinwegschaute, kam ihr in den Sinn, was sie schon alles erlebt hatte und wen sie alles kennenlernte. Doch plötzlich fiel ihr etwas ins Auge. Sie schaute in die Richtung, wo Kolonie und Siedlung lagen und erstarrte. Weit in der Ferne dieser Richtung stieg eine riesige Rauchwolke empor und flammenfarbenes Licht leuchtete weitreichend im Dschungel.
    Ein Brand war ausgebrochen!